Deutsche Kurzdistanzler vor Saisonstart in Südafrika

Beim ersten Weltcuprennen der Saison in Südafrika sind gleich neun deutsche Athleten mit von der Partie. Auch die Vorjahressieger Richard Murray und Henri Schoeman haben wieder gemeldet.

Von > | 8. Februar 2019 | Aus: SZENE

Ob Justus Nieschlag bereits früh im Jahr um eine Top-Platzierung beim Weltcuprennen in Kapstadt mitmischen kann?

Ob Justus Nieschlag bereits früh im Jahr um eine Top-Platzierung beim Weltcuprennen in Kapstadt mitmischen kann?

Foto >Janos Schmidt / triathlon.org

Nicht nur die internationale Triathlonsaison der Mittel- und Langdistanz ist bereits aus dem Winterschlaf erwacht, auch für die Kurzstreckler fällt auch Wochenende beim ersten Weltcuprennen des Jahres in Kapstadt der Startschuss für 2019. Für die besten internationalen Athleten auf der Sprint- und Kurzdistanz steht das Jahr 2019 unter einem ganz besonderen Stern: Alle von ihnen können sich für die Olympischen Spiele 2020 in Position bringen und wollen sich im internationalen Olympiaranking dementsprechend weit vorn positionieren, um von ihrer Nation für einen Startplatz in Tokio vorgeschlagen zu werden. 

Nieschlag gegen Murray, Schoeman und Co. 

Beim Weltcup in Südafrika geht es für die Athleten allerdings zunächst um erste Rennerfahrungen und eine erste Leistungsüberprüfung nach den ersten Monaten im Training. Mit von der Partie beim Rennen über die klassische Sprintdistanz ist Vorjahressieger Richard Murray, der sich einen erneuten Start in seinem Heimatland nicht entgehen lässt. Der Südafrikaner hatte in letzter Zeit allerdings mit einer Laufverletzung zu tun, die das Training in der dritten Disziplin teilweise komplett unmöglich machte, weshalb auch für ihn selbst ein Fragezeichen hinter seiner aktuellen Laufform steht. Auch Murrays Landsmann und der Vorjahreszweite Henri Schoeman ist wieder mit von der Partie und hat den Sieg fest im Visier. Zum weiteren Favoritenkreis gehören außerdem Joao Silva (POR), Vincente Hernandez (ESP) und die beiden Polyanskiy-Brüder aus Russland. Mit dazu gehört unter Umständen auch der Deutsche Justus Nieschlag, der sich zuletzt im Trainingslager auf Fuerteventura auf die kommende Saison vorbereitete. "Eine Einschätzung der eigenen Leistung ist am Anfang einer Saison immer schwierig, doch aufgrund meiner Verletzung in der letzten Saison ist es quasi unmöglich, hier eine Einschätzung abzugeben. Erst im Dezember habe ich es geschafft, meine Achillessehnen-Beschwerden in den Griff zu bekommen. Bisher bin ich gut durch den Winter gekommen, musste aber jeden Tag viel Zeit für meine Physiotherapie aufbringen. Obwohl ich über ein halbes Jahr nicht wirklich gelaufen bin, bedeutet es nicht, dass meine Form komplett Verloren gegangen ist", sagt der 26-Jährige vor dem Rennen am Sonntag.

Justus Nieschlag ist allerdings nicht der einzige deutsche Starter: Mit ihm werden außerdem Valentin Wernz, Maximilian Schwetz, Lars Pfeifer und Jonas Breinlinger für Deutschland ins Rennen gehen. Der Wettkampf der Männer beginnt am Sonntag um 16:15 Uhr.

Frauenfeld mit vier deutschen Athletinnen

Beim Frauenrennen kommt die Rolle der Favoritin in erster Linie Rachel Klamer (NED) zu. Chancen auf den Sieg dürften allerdings auch noch Summer Rappaport (ehemalige Cook / USA), Chelsea Burns (USA), Ai Ueda (JPN) und Verena Steinhauser (ITA) haben. Für Deutschland gehen hauptsächlich junge Nachwuchsathletinnen ins Rennen: Lena Meißner, Nina Eim, Caroline Pohle und Lina Völker werden in Kapstadt über die Sprintdistanz am Start stehen. Der Startschuss für das Frauenrennen fällt am Sonntag um 14:15 Uhr.