Deutsches Podium in Walchsee, Überraschung in Montreal, verkürzte Hitzeschlacht in Nizza

Während Maurice Clavel, Frederic Funk und Boris Stein in Österreich überzeugten, gab es in der WTS eine große Überraschung und beim Ironman France aufgrund der Hitze eine verkürzte Strecke.

Von > | 1. Juli 2019 | Aus: SZENE

Deutsche Dominanz: Maurice Clavel, Frederic Funk und Boris Stein belegen bei der Challenge Walchsee die Plätze eins bis drei.

Deutsche Dominanz: Maurice Clavel, Frederic Funk und Boris Stein belegen bei der Challenge Walchsee die Plätze eins bis drei.

Foto >Veranstalter

Clavel, Funk und Stein sorgen für deutsches Podium in Walchsee

Bei der Challenge Walchsee 2019 kamen im Männerfeld drei Deutsche am besten mit den heißen Bedingungen auf der Mitteldistanz zurecht: Maurice Clavel gewann das Rennen in Österreich mit einer Zeit von 3:50:38 Stunden vor Youngster Frederic Funk (3:53:07 Stunden) und Boris Stein (3:59:10 Stunden), der nach 10 Monaten ohne Wettkampf erfolgreich sein Comeback feierte. Mit der schnellsten Radzeit des Tages in 2:03:21 Stunden legte Clavel den Grundstein für seinen Erfolg, bevor er in der Hitze mit einem Halbmarathon von knapp unter 1:20 Stunden seinen Vorsprung von etwa 2:30 Minuten auf Frederic Funk ins Ziel brachte. Die drei Deutschen gaben sich nach dem Rennen alle sehr zufrieden mit ihren Resultaten. Der ebenfalls favorisierte Nils Frommhold musste das Rennen auf der Laufstrecke vorzeitig beenden. 

Bei den Frauen konnte die Tschechin Radka Kahlefeldt nur eine Woche nach ihrem dritten Platz bei der Ironman-70.3-EM das Rennen in Walchsee für sich entscheiden. Nach 4:19:45 Stunden siegte sie knapp zwei Minuten vor Emma Pallant (GBR / 4:21:33 Stunden). Auch aus deutscher Sicht verlief das Frauenrennen erfolgreich: Svenja Thoes sicherte sich Rang drei mit einer Zeit von 4:26:45 Stunden, Julia Gajer landete nur 19 Sekunden hinter Martina Kunz (SUI) auf Rang fünf (4:32:19 Stunden) und Anine Hell sicherte sich am Ende Rang sechs (4:34:55 Stunden). 

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Geens bezwingt Mola im Endsprint bei erstem WTS-Sieg

Beim fünften Rennen der World Triathlon Series 2019 kam es in Montreal über die Sprintdistanz bei den Männern zu einer großen Überraschung: Der Belgier Jelle Geens setzte sich im Endsprint hauchdünn gegen seinen Trainingskollegen und den dreifachen Weltmeister Mario Mola durch. Geens kam nach 53:49 Minuten eine Sekunde vor Mola ins Ziel und die beiden Athleten, die in der Trainingsgruppe von Joel Filliol trainieren, absolvierten die abschließenden fünf Laufkilometer in 14:23 Minuten. Es ist Geens' erster WTS-Sieg, sein bestes Ergebnis in der WM-Serie erzielte er nur drei Wochen zuvor über die olympische Distanz in Leeds. Komplettiert wurde das Podium durch Tyler Mislawchuk aus Kanada (53:53 Minuten). Die beiden deutschen Starter, Jonas Schomburg und Lasse Lührs, belegten die Plätze elf und 24. 

Im Frauenrennen drehte Katie Zaferes (USA), die bereits die ersten drei WTS-Rennen des Jahres für sich entschied, den Spieß zwischen sich und Georgia Taylor-Brown (GBR) wieder um. Nachdem sie beim vierten WTS-Rennen in Leeds von Taylor-Brown auf Rang zwei verdrängt wurde, landete die US-Amerikanerin in Montreal wieder ganz oben auf dem Treppchen. Als einzige Athletin absolvierte sie die fünf Laufkilometer unter 17 Minuten (16:58 Minuten) und lief zu ihrem vierten WTS-Sieg aus fünf Rennen mit einer Zeit von 58:15 Minuten. Elf Sekunden später folgte Taylor-Brown auf Rang zwei und setzte sich damit gegen ihre Landsfrau Jessica Learmonth (58:49 Minuten) durch, die das Podium komplett machte. Das Rennen der Frauen fand ohne deutsche Beteiligung statt. 

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Überraschungssieger: Jelle Geens aus Belgien gewinnt in Montreal sein erstes WTS-Rennen.

Überraschungssieger: Jelle Geens aus Belgien gewinnt in Montreal sein erstes WTS-Rennen.

Foto >Wagner Araujo

Cunnama gewinnt verkürzte Hitzeschlacht in Nizza

Aufgrund der enormen Hitze wurden die Strecken beim Ironman France in Nizza angepasst und verkürzt: Während die Schwimmstrecke unverändert blieb und von den Athleten ohne Neoprenanzug absolviert werden musste, wurde der Radkurs auf 152 Kilometer angepasst und die Laufstrecke auf 30 Kilometer verkürzt. Bei den Männern setzte sich Routinier James Cunnama aus Südafrika durch und sicherte sich den Hawaii-Slot mit einer Endzeit von 7:16:16 Stunden und ausgeglichenen Leistungen in allen Disziplinen. Rang zwei ging an den Frazosen Kevin Rundstadler, der bei seinem Heimrennen nach 7:23:43 Stunden ins Ziel kam. Frederik Van Lierde verpasste den sechsten Sieg beim Ironman France und landete mit einer Endzeit von 7:27:09 Stunden auf Platz drei. Erwähnenswert ist ebenfalls der siebte Platz von Cameron Wurf, der nach 7:36:57 Stunden die Ziellinie überquerte und das Rennen vor seinem Start in Roth am kommenden Sonntag offensichtlich als Trainingseinheit nutzte. Im Frauenfeld lag am Ende Carrie Lester vorn. Die Australierin kam nach 8:05:20 Stunden vor Tines Deckers (BEL / 8:09:18 Stunden) und Manon Genet (FRA / 8:14:01 Stunden) ins Ziel. 

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Baekkegard siegt vor Kastelein in Lahti, Herbst wird Vierter

Beim Ironman 70.3 Lahti in Finnland schrammte Marcus Herbst knapp an der erhofften Ironman-70.3-WM-Quali vorbei. Am Ende reichte es für Platz vier (3:54:46 Stunden) hinter dem dänischen Sieger Daniel Baekkegard (3:45:38 Stunden), Nicholas Kastelein (AUS / 3:48:07 Stunden) bei seinem Comeback-Rennen und dem Schweizer Manuel Küng (3:50:07 Stunden). "Ich hatte wahrscheinlich das schlechteste Schwimmen meines Lebens und 3:51 Minuten Rückstand auf die Spitze. Ich habe versucht, die ganze Zeit positiv zu bleiben und weiterhin an mich zu glauben. Das war nicht gerade einfach, aber so ist Triathlon nun einmal. Da für mich dieses Jahr leider keine Ironman-70.3-Weltmeisterschaften anstehen, werde ich dieses Jahr nach einer entsprechenden Vorbereitung noch eine Langdistanz machen", sagte Herbst nach dem Rennen. Bei den Frauen entschied India Lee aus Großbritannien das Rennen für sich und kam nach 4:17:55 Stunden ins Ziel. Ihre Landsfrau Katrina Rye belegte Platz zwei in 4:21:09 Stunden. Komplettiert wurde das Podium durch die Finnin Kaisa Sali (4:24:30 Stunden). 

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Steger vor Raelert beim Chiemsee Triathlon

Das Rennen über die Mitteldistanz (2km Schwimmen, 80 km Radfahren, 20 km Laufen) beim Chiemsee Triathlon entschied der Österreicher Thomas Steger mit einer Gesamtzeit von 3:39:58 Stunden für sich. Mit der schnellsten Laufzeit des Tages von 1:14:37 Stunden zog Steger auf der Laufstrecke an Michael Raelert vorbei, der das Rennen bis dahin anführte und schließlich an zweiter Position nach 3:42:50 Stunden ins Ziel kam. Platz ging an Lokalmatador Julian Erhardt (3:48:49 Stunden). Auf den Rängen vier bis sechs folgten Marcus Liebelt (3:49:06 Stunden), Luca Heerdt (3:51:25 Stunden) und Fabian Eisenlauer (3:55:04 Stunden). Im Frauenrennen siegte Caroline Steffen deutlich mit einer Zeit von 4:07:57 Stunden vor Laura Zimmermann (4:18:21 Stunden) und Chantal Cummings (GBR / 4:19:07 Stunden). Jenny Schulz belegte Platz vier (4:21:36 Stunden). 

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Deutscher Doppelsieg von Nygaard-Priester und Tertsch beim Europacup in Holten

Beim Europacup in Holten gab es über die Sprintdistanz gleich mehrere Erfolge für die deutschen Athleten. Lasse Nygaard-Priester entschied das Rennen im Endsprint nach 54:25 Minuten knapp vor Max Neumann aus Australien (54:26 Minuten) für sich. Landsmann Jannik Schaufler landete auf Rang drei (54:33 Stunden). Tim Hellwig belegte Platz sechs, Marc Trautmann, Johannes Vogel, Maximilian Sperl, Tim Siepmann und Linus Stimmel kam als 28., 33., 39., 44. und 46. ins Ziel. Im Frauenrennen machte Lisa Tertsch den deutschen Doppelsieg perfekt. Sie kam nach 1:00:31 Stunden vor Pauline Landron (FRA / 1:01:09 Stunden) und Mathilde Gautier (FRA / 1:01;43 Stunden) ins Ziel. Die weiteren deutschen Athletinnen Marlene Gomez-Islinger, Anabel Knoll, Ursula Trützschler und Mala Schulz belegten die Plätze 12, 14, 29 und 38. 

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