Dirksmeier in Italien am Start, Bozzone in Australien

Während bei der Challenge Riccione ein großes deutsches Aufgebot um vordere Platzierungen kämpft, will Terenzo Bozzone in Australien seinen bereits dritten Ironman-70.3-Sieg in diesem Jahr einfahren.

Von > | 4. Mai 2018 | Aus: SZENE

2018 konnte Terenzo Bozzone bereits einen Ironman und zwei Ironman-70.3-Rennen gewinnen. Am Sonntag soll der nächste Streich folgen.

2018 konnte Terenzo Bozzone bereits einen Ironman und zwei Ironman-70.3-Rennen gewinnen. Am Sonntag soll der nächste Streich folgen.

Foto >FinisherPix | Bahrain Endurance 13

Die Erstaustragung der Challenge Riccione steht in den Startlöchern. Ab 2018 wird das italienische Rennen die Challenge Rimini ersetzen. Die Gelegenheit, Teil der Premiere zu sein, ließen sich auch mehrere deutsche Profiathleten nicht nehmen. Allen voran Patrick Dirksmeier, der im März mit einem Halbmarathon in 1:08 Stunden beim Paderborner Osterlauf bewies, dass seine Laufform hervorragend zu sein scheint. Zuletzt reichte es für Dirksmeier bei der Challenge Rom nur für Platz fünf, da er auf der Radstrecke falsch geleitet wurde und nach Ankunft in der zweiten Wechselzone wieder zurück auf die Strecke musste. Beim Rennen am Sonntag in Riccione kann sich der 34-jährige Rechtsanwalt unter normalen Umständen Siegchancen ausrechnen.

Starke Konkurrenz bekommt Dirksmeier unter anderem durch Giulio Molinari, der sicherlich besonders motiviert ist, sein "Heimrennen" zu gewinnen. Ein weiterer Siegesanwärter ist sicherlich Thomas Steger aus Österreich. Auch Markus Fachbach ist in Italien dabei und ein Kandidat für das Podest, ebenso wie Horst Reichel. Der erst 20-jährige Kurzdistanzler Frederic Funk wird am Sonntag sein Debüt auf der Mitteldistanz geben und könnte für eine Überraschung sorgen, denn dem jungen Deutschen ist an einem guten Tag vielleicht sogar eine Podiumsplatzierung zuzutrauen. Auch Julian Erhardt, Markus Hörmann, Fabian Günther, Marcus Wöllner, Marc Unger, Sebastian Neef und Michael Göhner haben für das Rennen gemeldet. Im Frauenfeld sind unter anderem Yvonne van Vlerken (NED), Jenny Fletcher (USA), Carolin Lehrieder und Lisa Roberts (USA) dabei. 

Bozzone gegen Alexander und Montgomery

Gleichzeitig wird es beim Ironman 70.3 Busselton in Australien spannend. Denn Vielstarter Terenzo Bozzone ist mit von der Partie und könnte bereits seinen dritten Ironman-70.3 in diesem Jahr gewinnen. 2018 konnte der Neuseeländer bereits den Ironman Neuseeland und die Ironman-70.3-Rennen in Bariloche und Campeche für sich entscheiden. Nach einer kurzen Pause ist Bozzone nun zurück im Renngeschehen und gilt in Australien als klarer Favorit. Zu sicher sollte sich der 33-Jährige seines Sieges allerdings nicht sein, denn in Person von Routinier Craig Alexander und Nachwuchsrakete Jake Montgomery wollen zwei Australier die Chance ergreifen, den obersten Platz auf dem Podest beim Rennen im eigenen Land zu erklimmen. Auch Callum Millward (AUS) und Guy Crawford (NZL) sind eine Platzierung unter den Top 3 zuzutrauen. 

Bei den Frauen gilt Sarah Crowley (AUS) als klare Favoritin. Im Februar verteidigte sie ihren Titel beim "Hell of the West Triathlon" in Australien. Liz Blatchford, Kate Bevilaqua, Laura Dennis, Sarah Lester (alle AUS) und Christine Cross (USA) wollen der Hawaii-Dritten aus dem vergangenen Jahr allerdings ein Strich durch die Rechnung machen. Das Rennen findet ohne deutsche Beteiligung statt.