Dirksmeier trifft auf Bozzone und Cunnama

Nach seinem Comeback-Sieg am vergangenen Wochenende hat Terenzo Bozzone beim Ironman Western Australia nun das Triple im Visier. Seine direkte Konkurrenz kommt unter anderem aus Deutschland.

Von > | 30. November 2018 | Aus: SZENE

In den vergangenen beiden Jahren gewann Terenzo Bozzone den Ironman Western Australia, Schafft er nun das Triple?

In den vergangenen beiden Jahren gewann Terenzo Bozzone den Ironman Western Australia, Schafft er nun das Triple?

Foto >Delly Carr | Ironman

Nach seinem schweren Radunfall im Juli nahm Terenzo Bozzone einige harte Monate auf sich, um an seinem Weg zurück ins Renngeschehen zu arbeiten. Stück für Stück konnte der Neuseeländer über die Monate seine Trainingsumfänge wieder steigern, auf seinen Startplatz beim Ironman Hawaii musste er trotzdem verzichten. Am vergangenen Wochenende gab Bozzone schließlich sein beeindruckendes Comeback und gewann den stark besetzten Ironman 70.3 Western Sydney. Nun scheint der 33-Jährige – wie man es von ihm kennt – nicht genug zu bekommen und plant direkt den nächsten Streich, dieses Mal über die Langstrecke. Beim Ironman Western Australia am kommenden Sonntag geht Bozzone über die 226 Kilometer bereits als Titelverteidiger an den Start und hat das Triple fest im Blick, nachdem er die Langdistanz 2016 und 2017 für sich entscheiden konnte. Seine starke Rad-Laufkombination vom vergangenen Wochenende (2:01 Stunden Rad- und 1:15 Stunden Laufzeit) lässt darauf schließen, dass Bozzone erneut derjenige sein könnte, den es zu schlagen gilt. Dass Bozzone mehrere Wettkampfbelastungen in kürzester Zeit sehr gut verkraften kann, bewies er bereits mehrfach in der Vergangenheit, als er drei oder sogar vier sehr gute Rennen an aufeinanderfolgenden Wochenende ablieferte. Ob Bozzone nach seiner langen Verletzung und der relativ geringen Trainingszeit, speziell im Laufen, die Leistung von der Mittelstrecke schon wieder auf die Langstrecke übertragen kann, bleibt spannend. 

Dirksmeier mit erster "richtiger" Langdistanz

Einfach gemacht wird es dem 33-Jährigen, der dieses Jahr bereits den Ironman Neuseeland in seiner Heimat gewann, allerdings nicht. Unter anderem stehen der Hawaii-Fünfte vom vergangenen Jahr, James Cunnama (RSA) und Routinier Luke McKenzie (AUS) auf der Startliste. Auch Radrakete Cameron Wurf (AUS) ist gemeldet, allerdings äußerte er sich bisher nicht öffentlich, ob er auch wirklich antreten wird. Guy Crawford (NZL), Jens Petersen-Bach (DNK) und David Dellow (AUS) haben gute Chancen auf eine Top-Platzierung. Aus deutscher Sicht gibt es in gewisser Hinsicht eine vielversprechende Premiere: Patrick Dirksmeier wird seine erste "richtige" Langdistanz bestreiten, nachdem sein eigentliches Debüt beim Ironman Hamburg in diesem Jahr als Duathlon ausgetragen wurde. Dem 34-Jährigen ist unter Umständen durchaus eine Podiumsplatzierung zuzutrauen. Aus Deutschland ist ebenfalls Konstantin Bachor für das Rennen gemeldet. 

Caroline Steffen mit Comeback, Riveros gibt Debüt

Bei den Frauen steigt die Schweizerin Caroline Steffen nach ihrer Babypause wieder in das Wettkampfgeschehen ein. Trotz ihrer Pause geht die 40-Jährige sicherlich als Mifavoritin ins Rennen. Ein mit Spannung erwartetes Langdistanz-Debüt wird die Kurzdistanzlerin Barbara Riveros geben, die zum ersten Mal bei einem Ironman-Rennen startet. Der Chilenin dürfte auf Anhieb viel zuzutrauen sein. Gute Chancen auf eine Topplatzierung haben ebenfalls Beth McKenzie (USA) und Dimity-Lee Duke (AUS). Mareen Hufe steht für den Wettkampf zwar noch auf der Startliste, wird nach ihrem Sieg beim Ironman Malaysia vor zwei Wochen wohl aber nicht antreten.