Dreitz in Rom, Brownlee in China

Die europäische Triathlonsaison steht in den Startlöchern: Am Wochenende startet sie in Rom - und mehrere deutsche Profiathleten sind dabei. Alistair Brownlee zieht es dagegen ans andere Ende der Welt.

Von > | 12. April 2018 | Aus: SZENE

Andreas Dreitz

Andreas Dreitz

Foto >Michael Rauschendorfer

Die Challenge Rom ist das erste europäische Rennen der beiden großen Triathlon-Serien im Rennkalender 2018. Und die Profis nehmen die Chance, ihr Wintertraining in Wettkampfleistung umzusetzen, gerne an: Alleine aus Deutschland haben eine Handvoll Profi-Athleten für das Rennen in Rom gemeldet, wovon einige sich sogar Sieges- oder zumindest Podestchancen ausrechnen dürften. In erster Linie gilt das für Andreas Dreitz, der durch seinen Sieg beim Ironman Italien im Herbst mit guten Erfahrungen und noch dazu mit einem neuen Wettkampfrad nach Italien reist. Einer seiner Hauptkonkurrenten dürfte der Schweizer Ruedi Wild sein, der seine Stärken, anders als Dreitz, der sein Heil meist in der Rad-Offensive sucht, vor allem in einem kontinuierlichen und schnellen Halbmarathonlauf hat. Michael van Cleven wiederum könnte aber eine ähnlich offensive Rad-Taktik wie Dreitz anpeilen, der im radstarken Deutschen Johann Ackermann zudem noch einen weiteren potenziellen Unterstützer auf den 90 Radkilometern im Feld weiß.

Durch den ehemaligen Kurzdistanzler Will Clarke (GBR), den Belgier Timothy van Houtem sowie die Deutschen Julian Erhardt, Patrick Dirksmeier, Michael Göhner und Alexander Schilling bekommt Dreitz aber auch noch eine Menge anderer ernstzunehmender Konkurrenten, die zur Saisoneröffnung alle gerne Top-5-, vielleicht sogar Podestplatzierungen einfahren würden.

Stark besetzt ist auch das Rennen der Frauen. Dort trifft Lisa Roberts (USA) unter anderem auf Lucy Gossage, Alice Hector, Caroline Livesey (alle GBR), Sofie Goos (BEL), Camilla Pedersen (DEN), Kaisa Sali (FIN), Yvonne van Vlerken (NED) und Laura Zimmermann.

Brownlee in China, Böcherer in der Schweiz

Mit weniger Konkurrenz muss Alistair Brownlee am Wochenende zurechtkommen. Der Brite hat für den Ironman 70.3 Liuzhou in China gemeldet, wo er einer von nur wenigen namhaften Profi-Athleten ist. Routinier Craig Alexander (AUS), Guy Crawford (NZL) und Mark Buckingham sind die nominell stärksten Herausforderer des Briten. Auf Frauenseite hat die in Deutschland lebende Dänin Tine Holst gute Siegchancen.

Die Siegchancen von Andreas Böcherer sind am Wochenende vermutlich deutlich geringer - doch der Walliseller Triathlon hat im Rennkalender des Freiburgers mittlerweile einen festen Platz. Auf den ungewohnt kurzen Distanzen von 600 Meter Schwimmen, 14 Kilometer Radfahren (mit Drafting-Freigabe) und vier Kilometern Laufen wird Böcherer sich mit einigen schnellen Kurzdistanzlern wie den Salvisberg-Brüdern aus der Schweiz und einigen DTU-Nachwuchsathleten messen. im Frauenrennen haben unter anderem Lena Neuburg, Anja Knapp und Jolanda Annen (SUI) gemeldet.