Duffy gewinnt und verteidigt WM-Titel

Mit einer Machtdemonstration in allen Disziplinen gewinnt Flora Duffy das Grand Final in Rotterdam und verteidigt ihren WM-Titel.

Von > | 16. September 2017 | Aus: SZENE

Auch beim Grand Final war Flora Duffy für die Konkurrenz zu stark. Die Frau von den Bermudas verteidigt somit ihren WM-Titel aus dem verganenen Jahr.

Auch beim Grand Final war Flora Duffy für die Konkurrenz zu stark. Die Frau von den Bermudas verteidigt somit ihren WM-Titel aus dem verganenen Jahr.

Foto >Simon Müller / spomedis

Mit einer beeindruckenden Performance bestätigte Flora Duffy beim Grand Final in Rotterdam, dass sie momentan das Maß aller Dinge auf der Kurzdistanz ist. Aufgrund einer aggressiven Renngestaltung setzte sie sich früh von ihren direkten Konkurrentinnen im Kampf um den Gesamtsieg ab und behauptete sich auch in der dritten Disziplin, indem sie sich schnell von ihren Mitstreiterinnen Katie Zaferes (USA) und Jessica Learmonth (GBR) löste, nachdem das Trio gemeinsam in die Laufschuhe wechselte. Nach 1:58:38 Stunden überquerte Duffy schließlich mit fast einer Minute Vorsprung die Ziellinie.

Schnelles Schwimmen entzerrt das Feld

Unmittelbar nach dem Startschuss ergriff Flora Duffy die Flucht nach vorne. Die Frau von den Bermudas ist in erster Linie für ihre Radstärke bekannt, schwimmt allerdings auch extrem schnell. Anstatt auf dem Rad einen Ausreißversuch zu unternehmen, attackierte Duffy bereits beim Schwimmen und ging gemeinsam mit Zaferes und Learmonth auf die Laufstrecke. Die erste Verfolgergruppe folgte mit gut 30 Sekunden Abstand. Laura Lindemann begann das Radfahren 1:10 Minuten später und fand sich in der dritten Radgruppe wieder. Das Trio an der Spitze hielt das Tempo so hoch, dass der Abstand Runde für Runde größer wurde. Als der Vorsprung beim zweiten Wechsel bis auf 1:30 Minuten angestiegen war, zeichnete sich ab, dass die drei Athletinnen die Podiumsplätze unter sich ausmachen würden.

Duffy dominiert das Laufen, Lindemann verletzt sich

Mehrmals in der Saison betonte Duffy, dass sie an ihrer Laufform noch extrem feilen müsste. Besonders im Hinblick darauf, dass sie es in Zukunft wieder mit Gwen Jorgensen (USA) zu tun haben wird, die als Ausnahmeläuferin bekannt das. Das fokussierte Training für die Disziplin scheint sich auszuzahlen. Denn neben der schnellsten Radzeit, zauberte Duffy auch den schnellsten Laufsplit auf den Asphalt. In 33:36 Minuten absolvierte die alte und neue Weltmeisterin die vier Laufrunden und freute sich auf der Zielgerade sichtlich über den Tagessieg und die Verteidigung ihres WM-Titels. 55 Sekunden später kam Katie Zaferes in 1:59:34 Stunden ins Ziel. Damit blieben nur die ersten beiden Athletinnen unter der Zwei-Stunden-Marke. Jessica Learmonth komplettierte das Podium mit einer Endzeit von 2:00:57 Stunden.

Laura Lindemann musste sich bei ihrem ersten Grand Final mit Platz 17 begnügen. In der dritten Radgruppe verlor sie viel Zeit und konnte auch beim Laufen ihre Stärke nicht entscheidend ausspielen, um noch einen Platz unter den Top 10 angreifen zu können. Entscheidend dafür könnte nicht nur die längere Distanz sein, auf der Lindemann bisher deutlich weniger Erfahrung hat, sondern auch eine Verletzung. Unmittelbar nachdem die junge Deutsche die Ziellinie überquerte, begann sie zu humpeln und musste sich mit schmerzverzerrtem Gesicht abstützen. Mit welchen Schmerzen Lindemann zu kämpfen hatte und wie ernst die Verletzung ist, ist uns derzeit nicht bekannt.

Duffy mit zweitem WM-Titel, Zaferes wird noch Zweite

In der WM-Gesamtwertung blieben die ersten beiden Plätze unverändert. Mit 5200 Punkten sicherte sich Flora Duffy ihren zweiten WM-Titel, Ashleigh Gentle (AUS) bleibt auf dem zweiten Rang (4320 Punkte). Durch ihren zweiten Platz beim Grand Final konnte sich Katie Zaferes in der Gesamtwertung allerdings noch auf Platz drei schieben (4302 Punkte). Auch Landsfrau Kirsten Kasper konnte sich durch ihren vierten Platz beim letzten WTS-Rennen der Saison noch an Andrea Hewitt vorbeischieben, die vor dem Rennen in Rotterdam noch auf Position drei gelegen hat. Mit 3819 Punkten liegt Kasper nun auf Platz vier, Hewitt bleibt in der Gesamtwertung schließlich der fünfte Platz (3774 Punkte).

Laura Lindemann beißt die Zähne zusammen und landet bei ihrem ersten Grand Final auf Platz 17. Laufzeit: 36:05 Minuten.

Laura Lindemann beißt die Zähne zusammen und landet bei ihrem ersten Grand Final auf Platz 17. Laufzeit: 36:05 Minuten.

Foto >Simon Müller / spomedis

Name

Land

Gesamt

1,5 km Swim

40 km Bike

10 km Run

1

Flora Duffy

BER

1:58:39

19:14

1:03:40

33:36

2

Katie Zaferes

USA

1:59:34

19:21

1:03:41

34:34

3

Jessica Learmonth

GBR

2:00:57

19:13

1:03:43

35:50

4

Kirsten Kasper

USA

2:01:29

19:38

1:04:44

34:58

5

Joanna Brown

CAN

2:01:47

19:43

1:04:42

35:12

6

Ashleigh Gentle

AUS

2:02:00

20:04

1:06:03

33:54

7

Rachel Klamer

NED

2:02:09

19:39

1:04:40

35:34

8

Jodie Stimpson

GBR

2:02:20

19:41

1:04:40

35:52

9

Summer Cook

USA

2:02:30

19:23

1:04:59

35:55

10

Jolanda Annen

SUI

2:02:43

20:04

1:06:03

34:27

17

Laura Lindemann

GER

2:04:24

19:57

1:06:03

36:05

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