2018 schon elf deutsche Profis für Hawaii 2019 qualifiziert

Beim letzten Ironman-Rennen der Saison 2018 haben sich zwei weitere deutsche Profis für die WM 2019 qualifiziert. Damit sind schon elf Deutsche dabei.

Von > | 4. Dezember 2018 | Aus: SZENE

Lukas Krämer löste am Wochenende in Argentinien als Fünfter der Ironman-Südamerikameisterschaft das Ticket für die WM am 12. Oktober 2019 in Kona.

Lukas Krämer löste am Wochenende in Argentinien als Fünfter der Ironman-Südamerikameisterschaft das Ticket für die WM am 12. Oktober 2019 in Kona.

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Das "Kona Pro Ranking" hat ausgedient: Für die Ironman-Weltmeisterschaften am 12. Oktober 2019 auf Hawaii müssen die Profis nicht mehr Punkte sammeln, sondern sich wie die Agegrouper bei einem der weltweiten Qualifikationsrennen durchsetzen. Pro Rennen gibt es dabei einen Slot für Kona, bei den kontinentalen Meisterschaften wie der EM in Frankfurt zwei.

Die Hawaii-Sieger der letzten fünf Jahre und die Top 3 des Vorjahres sind startberechtigt, wenn sie in der Saison der jeweiligen WM bei einem Ironman-Rennen finishen. Auch der Ironman-70.3-Weltmeister des Vorjahres ist für Kona gesetzt. Wie das Qualifikationssystem genau funktioniert und welche Auswirkungen das auf die Saisongestaltung, Taktik und die Ausstiegsquoten haben könnte, haben wir in der aktuellen triathlon 166 genau analysiert.

Problematisch ist die Intransparenz des Qualifikationssystems. Fest steht, dass es bei jedem Ironman-Profirennen je einen Slot für Frauen und Männer und bei den regionalen Meisterschaften je zwei gibt. Dazu können ein bis zwei weitere Plätze zugewiesen werden, wobei die exakte Zuteilung weder aus der Ausschreibung noch aus einer sonstigen Kommunikation bei Ironman hervorgeht.

Schon elf Deutsche für Kona 2019

Zum Ende des Wettkampfjahres 2018, in dem Patrick Lange und Daniela Ryf ihren Sieg in Kona verteidigten, sind bereits elf Deutsche für die Ironman-WM 2019 qualifiziert. Daniela Sämmler und Andreas Böcherer machten Ende September in Italien ihren Startplatz für den 12. Oktober 2019 klar, Laura Philipp zog mit ihrem Premierensieg in deutscher Rekordzeit eine Woche vor der WM in Barcelona nach. Im November konnten auch Mareen Hufe und Svenja Thoes mit ihren Siegen beim Ironman Malaysia und Ironman Cozumel (Mexiko) das WM-Ticket lösen.

Beim letzten Rennen des Jahres, der Ironman-Südamerikameisterschaft in Argentinien, machten auch Lukas Krämer und der Radprofi Stefan Schumacher, der in der Vergangenheit nicht nur durch Etappensiege beim Giro d'Italia und der Tour de France, sondern auch durch seine Dopingverstöße, -geständnisse und -sperren für Schlagzeilen sorgte, als Fünfter und Sechster des Rennens ihren Start in Kona klar. Beide profitierten davon, dass Ironman dem Rennen weitere Slots zuwies und vor ihnen platzierte Athleten bereits für die WM 2019 qualifiziert waren.

Drei Weltmeister und Haug so gut wie qualifiziert

Auch Sebastian Kienle (Ironman-Weltmeister 2014), Jan Frodeno (Ironman-Weltmeister 2015 und 2016 und Ironman-70.3-Weltmeister 2018) und Patrick Lange (Ironman-Weltmeister 2017 und 2018) haben ihren Startplatz bei der WM so gut wie sicher, ebenso wie die diesjährige Drittplatzierte Anne Haug. Alle vier müssen auf ihrem Weg nach Kona lediglich ein Ironman-Rennen finishen.

Deutsche Profis beim Ironman Hawaii 2019 | Frauen

Name

Quali-Rennen

Datum

Daniela Sämmler

Ironman Italy 2018

22.09.2018

Laura Philipp

Ironman Barcelona 2018

07.10.2018

Anne Haug *

Ironman Hawaii 2018

13.10.2018

Mareen Hufe

Ironman Malaysia 2018

17.11.2018

Svenja Thoes

Ironman Cozumel 2018

18.11.2018

Swipe me

Deutsche Profis beim Ironman Hawaii 2019 | Männer

Name

Quali-Rennen

Datum

Sebastian Kienle *

Ironman Hawaii 2014

11.10.2014

Jan Frodeno *

Ironman Hawaii 2015/2016

08.10.2016

Patrick Lange *

Ironman Hawaii 2017/2018

13.10.2018

Andreas Böcherer

Ironman Italy 2018

22.09.2018

Lukas Krämer

Ironman South American Championship 2018

02.12.2018

Stefan Schumacher

Ironman South American Championship 2018

02.12.2018

Swipe me

* Die mit einem Stern versehenen Athleten müssen ihren Start noch mit einem Finish bei einem Ironman-Rennen bestätigen.