Equipment fürs Extreme

Max Rauer wird in diesem Jahr am legendären Norseman teilnehmen und bei uns bloggt er über seinen Weg zur Startlinie. Das Thema dieses Beitrags: Was pack ich ein, was nehme ich mit?

Von > | 19. Juni 2019 | Aus: SZENE

Harte Bedingungen gehören beim Norseman zum garantierten Gesamtpaket.

Harte Bedingungen gehören beim Norseman zum garantierten Gesamtpaket.

Foto >José Luis Hourcade

Der große Tag rückt immer näher und es wird Zeit, sich mit dem Material zu beschäftigen. Beim Schwimmen ist es noch ganz einfach. Neoprenanzug, Socken, Kappe und Schwimmbrille – ob helle oder dunkele Gläser werde ich vor Ort entscheiden. Beim Radfahren wird es dann schon schwieriger. Normalerweise bin ich ja ein großer Fan von heißen Bedingungen am Renntag. Dann braucht man sich um die Kleidung keine Gedanken zu machen. Nur dieses Glück werde ich in Norwegen nicht haben. Die Frage ist hier: Wird es nur kalt, oder kalt und nass?

Ich habe mich also mal auf Shopping-Tour begeben und mir erst mal eine neue Regenjacke zugelegt. Und wo ich schon mal dabei bin, habe ich auch direkt eine kurze anliegende Regenhose mitgenommen. Dazu gab es noch Regenüberschuhe und falls es wirklich kalt wird, helfen die neuen Beinlinge. So sollte ich im Falle von strömenden Regen einigermaßen geschützt sein.

Was mir immer brutale Sorgen bereitet, sind kalte Finger. Also werde ich mehrere Paar Handschuhe einpacken, um in den Abfahrten vernünftig arbeiten zu können. Es erscheint mir selbst zwar etwas übertrieben, aber ich werde mir noch Wärmepads besorgen, welche ich notfalls in die Handschuhe schieben kann.

Wahl des passendes Rads fällt schwer

Über die Wahl des Rads habe ich extrem lange gegrübelt. Es gibt viele gute und richtige Argumente für das eine oder andere. Ich habe mich jetzt für ein Straßenrad mit Aufsatz entschieden. Für mich steht im Vordergrund, dass es lange Zeit bergauf geht und ich mich auf einem normalen Lenker dabei wohler fühle. Gleiches gilt für die Hochgeschwindigkeitsabfahrten, zumal diese eventuell im Regen erfolgen. Daher werde ich auch Laufräder mit Alu-Bremsflanke verwenden. Ohne Zweifel geht das alles auch auf einem Zeitfahrrad mit Carbon-Felgen, aber ich lasse mich hierbei mal von meinem Gefühl anstelle eines Perfektionierungswahns leiten. Außerdem müssen noch jede Menge Kleinigkeiten fürs Radfahren besorgt werden. Von den benötigten Trinkflaschen über die vorgeschriebene Beleuchtung bis hin zur Sicherheitsweste.

Beim abschließenden Marathonlauf wird das Ganze dann materialtechnisch wieder deutlich entspannter. Ich werde den ersten Teil in normalen Laufschuhen absolvieren und plane für den Abschnitt zum Gaustatoppen auf Wanderstiefel zu wechseln. Die Mehrheit wird vermutlich ihre Straßenschuhe bis ins Ziel durchlaufen, aber ich möchte hier im Eifer des Gefechts keine langwierigen Verletzungen an den Knöcheln riskieren. Da die Meinungen über die Streckenbeschaffenheit extrem auseinander gehen und ich den Berg persönlich nicht kenne, gehe ich hier auf Nummer sicher.

Und da beim ganzen Unternehmen „Safety First“ gilt, ist für den letzten Streckenabschnitt ein Notfallrucksack vorgeschrieben. Diesen muss jeder Teilnehmer und sein Crew-Mitglied dabeihaben, wenn es in den Aufstieg zum Gaustatoppen geht. Wollen wir mal hoffen, dass er nicht zum Einsatz kommt …