Die Zeiten des Ironman Hawaii 2018 im Vergleich zu den Vorjahren

Der Ironman Hawaii 2018 war bisher die schnellste Ironman-WM aller Zeiten. Wir vergleichen die neuen Rekorde, Gesamtzeiten, Einzelsplits und DNF-Quoten mit den Ergebnissen aus den Vorjahren.

Von > | 18. Dezember 2018 | Aus: SZENE

Patrick Lange überquert die Ziellinie des Ironman Hawaii nach 7:52:39 Stunden. Wie lang der neue Streckenrekord wohl bestehen bleibt?

Patrick Lange überquert die Ziellinie des Ironman Hawaii nach 7:52:39 Stunden. Wie lang der neue Streckenrekord wohl bestehen bleibt?

Foto >Frank Wechsel / spomedis

"Die Inselgöttin Madame Pele hat uns heute einfach den perfekten Tag geschenkt und damit dieses Rekordrennen überhaupt erst ermöglicht. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich derjenige sein darf, der diese idealen Bedingungen dazu genutzt hat, um als Erster die Acht-Stunden-Marke hier zu brechen", sagte Ironman-Weltmeister Patrick Lange bei der Pressekonferenz nach dem diesjährigen Rekordrennen auf Hawaii, bei dem so viele Rekorde fielen, dass man beim Zählen kaum hinterherkommt. Alleine 14 neue Streckenrekorde bei den Agegroupern gab es zu verzeichnen. Außerdem die beiden deutlichen Streckenrekorde bei den Profimännern und -frauen sowie neue Schwimm- und Radstreckenrekorde in beiden Wertungen. 

Das Radfahren als entscheidender Faktor

Mit seiner oben genannten Aussage trifft Patrick Lange voll ins Schwarze. Denn wie man in den folgenden Grafiken sehen wird, sind die schnellen Zeiten vor allem auf die idealen Bedingungen beim Radfahren und den daraus resultierenden Radsplits zurückzuführen. Kaum Wind, moderate Temperaturen um die 25 Grad und die Tatsache, dass es auf der Radstrecke anfangs durch bewölkte Verhältnisse nicht einmal eine direkte Sonneneinstrahlung gab, führten dazu, dass die typischen Hawaiibedingungen in diesem Jahr schlichtweg nicht gegeben waren. Und wenn die äußeren Bedingungen das Rennen auf dem Rad nicht erschweren, ist der technisch nicht sehr anspruchsvolle Radkurs trotz der 1.500 Höhenmeter alles andere als langsam. Das bewies unter anderem Cameron Wurf eindrucksvoll mit seinem Radstreckenrekord von 4:09:06 Stunden. Derartig starke Leistungen wurden allerdings nicht nur bei den Profis aufgestellt. Schaut man sich im Nachfolgenden die Spitzenleistungen der besten Agegrouper an, wird deutlich, dass die Ergebnisse und Zeiten des Ironman Hawaii 2018 in der Spitze und im Durchschnitt deutlich schneller waren als in den Vorjahren. Und in vielen Fällen sogar schneller als jemals zuvor. 

Die Grafik zeigt die durchschnittlichen Endzeiten der Top-10-Agegroup-Frauen der vergangenen elf Jahre. Im Gesamtdurchschnitt ergibt sich eine Zeit von 9:57:23 Stunden. Klar erkennbar ist, dass die mit Abstand schnellsten Zeiten in den Jahren 2013 (9:39:20 Stunden) und 2018 (9:39:28 Stunden) erzielt wurden. Dieser Umstand zeigt auf, was für viele bereits bekannt ist: Nämlich, dass die äußeren Bedingungen in diesen beiden Jahren deutlich besser waren als es für gewöhnlich der Fall ist.

Die Grafik zeigt die durchschnittlichen Endzeiten der Top-10-Agegroup-Frauen der vergangenen elf Jahre. Im Gesamtdurchschnitt ergibt sich eine Zeit von 9:57:23 Stunden. Klar erkennbar ist, dass die mit Abstand schnellsten Zeiten in den Jahren 2013 (9:39:20 Stunden) und 2018 (9:39:28 Stunden) erzielt wurden. Dieser Umstand zeigt auf, was für viele bereits bekannt ist: Nämlich, dass die äußeren Bedingungen in diesen beiden Jahren deutlich besser waren als es für gewöhnlich der Fall ist.

Diese Grafik zeigt den Durchschnitt der schnellsten zehn Radzeiten der Agegroup-Frauen und die durchschnittlichen Radzeiten der 10 schnellsten Agegroup-Frauen insgesamt in den vergangenen elf Jahren. Auch hier wird klar: Die Zeiten aus diesem Jahr sind deutlich schneller als in den zehn Jahren zuvor. Dass die schnellsten zehn Damen auf dem Rad im Schnitt unter fünf Stunden gefahren sind, spricht für sich.

Diese Grafik zeigt den Durchschnitt der schnellsten zehn Radzeiten der Agegroup-Frauen und die durchschnittlichen Radzeiten der 10 schnellsten Agegroup-Frauen insgesamt in den vergangenen elf Jahren. Auch hier wird klar: Die Zeiten aus diesem Jahr sind deutlich schneller als in den zehn Jahren zuvor. Dass die schnellsten zehn Damen auf dem Rad im Schnitt unter fünf Stunden gefahren sind, spricht für sich.

Hier sind die durchschnittlichen Splits der verschiedenen Altersklassen in allen Disziplinen aus den Jahren 2007 bis 2017 abgebildet. Im Vergleich dazu finden Sie in der Grafik darunter die durchschnittlichen Splitzeiten vom Ironman Hawaii 2018.

Hier sind die durchschnittlichen Splits der verschiedenen Altersklassen in allen Disziplinen aus den Jahren 2007 bis 2017 abgebildet. Im Vergleich dazu finden Sie in der Grafik darunter die durchschnittlichen Splitzeiten vom Ironman Hawaii 2018.

Beim Vergleich wird auch hier wieder deutlich, dass die Zeiten aus diesem Jahr deutlich schneller sind als in den Vorjahren. Auffällig ist dabei, dass bei den Profimännern und -damen jede Disziplin schneller war als der sonstige Durchschnitt. Bemerkenswert ist außerdem, dass die ersten fünf Altersklassen der Männer im Schnitt auf dem Rad alle unter fünf Stunden geblieben sind, was deutlich unter dem Durchschnitt der vorherigen zehn Jahre liegt. Auch die durchschnittliche Radzeit der männlichen Profis von 4:20:07 Stunden (2007-2017 im Schnitt 4:41:41 Stunden) untermauert, dass das Rennen insbesondere durch das Radfahren so schnell gemacht wurde.

Beim Vergleich wird auch hier wieder deutlich, dass die Zeiten aus diesem Jahr deutlich schneller sind als in den Vorjahren. Auffällig ist dabei, dass bei den Profimännern und -damen jede Disziplin schneller war als der sonstige Durchschnitt. Bemerkenswert ist außerdem, dass die ersten fünf Altersklassen der Männer im Schnitt auf dem Rad alle unter fünf Stunden geblieben sind, was deutlich unter dem Durchschnitt der vorherigen zehn Jahre liegt. Auch die durchschnittliche Radzeit der männlichen Profis von 4:20:07 Stunden (2007-2017 im Schnitt 4:41:41 Stunden) untermauert, dass das Rennen insbesondere durch das Radfahren so schnell gemacht wurde.

Bei den Agegroupern wurden sage und schreibe 14 neue Streckenrekorde in diesem Jahr aufgestellt. Hier gibt es die Auflistung von den alten und neuen Zeiten sowie die Namen der ehemaligen und amtierenden Rekordhaltern.

Altersklasse

Jahr des alten Rekords

Ehemalige Rekordhalter

Ehemalige Rekordzeit

Neue Rekordhalter

Neue Rekordzeit

Defizit

W30-34

2011

Maree Hufe

09:37:09

Tessa Kortekaas

09:36:26

43 sec

W35-39

2013

Stefanie Adam

09:33:29

Christina Svejstrup

09:28:48

4:41 min

W45-49

2010

Lisbeth Kenyon

10:01:30

Janette Dommer

09:23:25

38:05 min

W50-54

2013

Christine Heidemann

10:19:37

Michelle Enslin

10:12:02

7:35 min

W60-64

2013

Beverly Watson

11:50:41

Julia Daggett

11:41:44

8:57 min

W65-69

2013

Cullen Goodyear

12:57:17

Missy Lestrange

12:28:43

28:34 min

M18-24

2015

Malte Bruns

08:52:30

Timo Schaffeld

08:51:50

3:12 min

M25-29

2010

Trevor Delsaut

08:40:43

Rasmus Svenningsson

08:34

6:42 min

M30-34

2013

Kyle Buckingham

08:37:26

Mikkel Hojborg Olsen

08:37:15

11 sec

M35-39

2013

Sam Gyde

08:45:00

Dan Plews

08:24:36

20:24 min

M45-49

2013

Rene Rovera

09:02:51

Koen Van Rie

08:55:33

7:18 min

M50-54

2013

Wolfgang Schmatz

09:16:38

Carl Brummer

09:05:37

11:01 min

M55-59

2013

Christian Bodson

09:18:18

Richard Sweet

09:14:23

3:55 min

M75-79

2005

Bob Scott

13:27:50

Robert Plant

13:06:03

21:47 min

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Die günstigen Bedingungen spiegeln sich auch in der DNF-Quote wider: Nur 3,3 Prozent der 2.385 Athleten mussten dieses Jahr aussteigen. Auch die Hypothese, dass 2013 ein eher "einfaches" Rennen war, wird hier bestätigt. Dort stiegen nur 4,4 Prozent der Teilnehmer aus. In allen anderen Jahren liegt die Quote meistens sogar sehr deutlich über diesen Zahlen.

Jahr

Gelistete Athleten

Schwimmen geschafft

Schwimmen DNF

Radfahren geschafft

Radfahren DNF

Laufen geschafft

Laufen DNF

DNF gesamt

2003

1713

1625

5,10%

1610

0,90%

1568

2,60%

8,40%

2004

1797

1705

5,10%

1660

2,60%

1575

5,10%

12,20%

2005

1797

1724

4,10%

1724

0%

1686

2,20%

6,10%

2006

1786

1687

5,50%

1669

1,10%

1620

2,90%

9,10%

2007

1835

1777

3,20%

1738

2,20%

1682

3,20%

8,20%

2008

1808

1733

4,10%

1697

2,10%

1633

3,80%

9,50%

2009

1853

1804

2,60%

1732

4%

1649

4,80%

10,80%

2010

1927

1841

4,50%

1814

1,50%

1768

2,50%

8,10%

2011

1918

1851

3,50%

1832

1%

1770

3,40%

7,50%

2012

1983

1983

0%

1952

1,60%

1886

3,40%

4,80%

2013

2067

2064

0,10%

2040

1,20%

1970

3,40%

4,40%

2014

2187

2108

3,60%

2057

2,40%

1984

3,50%

9,20%

2015

2308

2295

0,60%

2240

2,40%

2137

4,60%

7,30%

2016

2315

2208

4,60%

2185

1%

2114

3,20%

8,60%

2017

2347

2339

0,30%

2291

2,10%

2214

3,40%

5,80%

2018

2385

2379

0,30%

2349

1,30%

2306

1,80%

3,30%

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