Es wird ernst. Bin ich bereit?

Das höchste Ziel für die Vorbereitungen auf ihre erste Langdistanz hat unsere Bloggerin Anita Horn erreicht: Sie ist gesund durch den Winter gekommen. Aber jetzt wird es ernst.

Von > | 15. Februar 2018 | Aus: SZENE

Jetzt wird es ernst für unsere Bloggerin Anita Horn.

Jetzt wird es ernst für unsere Bloggerin Anita Horn.

Foto >Privat

Ich muss zugeben, ich hatte zwar einen groben Trainingsplan für die Wintermonate, aber darin standen weder feste Trainingszeiten noch bestimmte Intervalle. Ich habe Vieles nach Lust und Laune gemacht und auch mal die Beine hochgelegt, wenn mir danach war. Ich möchte den Ironman in erster Linie gesund und zufrieden schaffen. Deshalb vertrete ich die Meinung, dass es bei mir vor allem ums Trainieren an sich und ums Fit-sein geht, dass ich meinen Bewegungsapparat und mein Herz-Kreislauf-System an die hohe Belastung gewöhnen muss und mir die nötigen Ruhephasen gönne. Und hier liegt vermutlich mein größtes Problem, denn nichts zu tun fällt mir oft schwerer als viel trainieren.

Kilometer kloppen und koppeln

Jetzt ist aber Schluss mit Spaß an der Freude. Vorbereitungsphase II steht in den Startlöchern. Und ich tue es auch. Ab Sonntag wird es ernst, dann werde ich die Umfänge steigern und bis zu 15 Wochenstunden trainieren. Ich werde vermehrt Intervalle in allen Disziplinen machen und höhere Intensitäten einbauen. Mein Soll liegt bei wöchentlich zwei Schwimm-, drei Rad- und vier Lauf-Einheiten. Dazu kommen Athletik und Yoga, frische Leistungstests und zwei Trainingswettkämpfe: ein Halbmarathon im Rahmen der Porzer Winterlaufserie in Köln und der Halbmarathon „Semi de Paris“ Anfang März – bevor es dann Ende März ins Trainingslager nach Italien geht, endlich wieder draußen im Sattel Kilometer kloppen und koppeln.

Die Formkurve zeigt bei nach oben.

Die Formkurve zeigt bei nach oben.

Foto >Privat

Plogging in Köln = Jogging und Plastikmüll sammeln

Nach meinem spontanen 21-Kilometer-Lauf am Dienstag in einer lockeren 5:58er-Pace bei bestem Winterwetter hat es mich gestern für ein leichtes Krafttraining ins Neptunbad und danach zum Yoga gezogen. Heute fahre ich ein Intervall-Training auf der Rolle, morgen gehe ich schwimmen. Und vor meinem Spinning-Kurs am Samstag-Nachmittag steht vormittags noch ein kleines Laufevent an: Ich werde mit meiner Freundin Caro und hoffentlich zahlreichen anderen Sportlern durch Köln laufen und dabei aufräumen. Das nennt sich Plogging, kommt aus Schweden und steht für „plocka“, was soviel heißt wie „pick up litter & go jogging“. Ich werde die 10-km-Gruppe durch die Stadt führen und einen lockeren Dauerlauf mit kombiniertem Beinkrafttraining daraus machen; das ständige Stop & Go und Bücken & Aufrichten bringen Schwung in das sonst konstante Trainingstempo. Und ganz nebenbei sorgen wir für eine saubere Stadt. Wer zufällig in der Gegend ist kann sich gern anmelden und mitlaufen. Und Sonntag startet dann meine Vorbereitungsphase II. Es wird ernst. Ich bin bereit.