Franz Löschke wird in Miami Zweiter

Franz Löschke setzt seinen frischen Aufwärtstrend fort: Nach Rang zwei auf Rügen erreichte der Potsdamer Kurzdistanz-Spezialist auch beim Ironman 70.3 Miami den zweiten Platz.

Von > | 23. Oktober 2017 | Aus: SZENE

Franz Löschke (Archivbild)

Franz Löschke (Archivbild)

Foto >Delly Carr / triathlon.org

Im Jahr 2009 wurde er U23-Weltmeister, 2012 - immer noch als U23-Athlet - Deutscher Meister der Triathlon-Elite, und 2013 klopfte er als Elfter des Grand Finals der World Triathlon Series schon an der Tür zur absoluten Weltspitze. Doch seitdem lief bei Franz Löschke nicht mehr viel zusammen. Immer wieder durch gesundheitliche Probleme in seinem Kampf um den Traum von den Olympischen Spielen zurückgeworfen, stand Löschke in den letzten Jahren mehrfach mit dem Rücken zur Wand - doch scheint sich nun, mit mittlerweile 28 Jahren, noch einmal freischwimmen zu können.

Neuer Anlauf unter Coach Seipp

Zumindest ist es für Franz Löschke nach den schwierigen letzten Sportjahren schon etwas Neues, dass er es schafft, im Abstand von 1,5 Monaten gleich zwei erfolgreiche Rennen abzuliefern - so, wie es ihm jetzt geglückt ist. Denn nach seinem zweiten Rang beim Ironman 70.3 Rügen im September, wo nur Patrick Lange noch schneller lief als Löschke und den Wettkampf vor diesem gewann, hat Löschke am Wochenende in Miami nachgelegt. Dort, wo er vor einem Jahr als Dritter sein Mitteldistanz-Debüt feierte, war diesmal nur der Hawaii-14. Igor Amorelli noch schneller als der eigentliche Kurzdistanz-Spezialist. Der Brasilianer nutzte dafür Löschkes noch größte Schwäche auf der Mitteldistanz: das Radfahren. Dort hatte sich der Brasilianer nämlich als Solist abgesetzt und damit rund fünf Minuten auf die erste größere Verfolgergruppe um Löschke herausgefahren.

Der Deutsche wechselte im Anschluss als Vierter auf den Halbmarathon und rannte diesen, der der in Miami in diesem Jahr offenbar zu lang oder sehr schwer war, als einziger Athlet in einer Zeit unter 80 Minuten (1:18:42 Stunden). Damit machte Löschke zwar drei Minuten auf Amorelli gut, konnte den Ausreißer aber nicht mehr einholen und musste sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben, womit er und sein Team aber offensichtlich gut leben können. "Herzlichen Glückwunsch, Franz. In drei Monaten Training hast Du bereits viel bewegt", gratulierte ihm via Facebook Philipp Seipp, Trainer unter anderem von Laura Philipp und Nils Frommhold, der eben seit dieser Zeit Löschkes Trainingssteuerung übernommen hat.

Dritter wurde in Miami der Brasilianer Paulo Maciel. Das Rennen der Frauen entschied die Australierin Ellie Salthouse mit ausgeglichenen Leistungen vor Angela Naeth (CAN) und Sarah Lewis (GBR) für sich. Löschke will kommende Woche beim Ironman 70.3 Austin am liebsten gleich die nächste Podestplatzierung nachlegen.