Frodenos erster wichtiger Formcheck im Kraichgau

Jan Frodeno trifft beim Ironman 70.3 Kraichgau unter anderem auf Markus Rolli, Bart Aernouts und Franz Löschke. Bei den Frauen werden durch Laura Philipps Abwesenheit die Karten neu gemischt.

Von > | 30. Mai 2019 | Aus: SZENE

Im vergangenen Jahr sicherte sich Jan Frodeno beim Ironman 70.3 Kraichgau bereits einen Start-Ziel-Sieg.

Im vergangenen Jahr sicherte sich Jan Frodeno beim Ironman 70.3 Kraichgau bereits einen Start-Ziel-Sieg.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Das Rennen am kommenden Sonntag im Kraichgau, auch bekannt als Land der 1.000 Hügel, ist der erste große Formcheck im Kalender von Jan Frodeno nach dem Saisonstart im Siegerland. Der zweifache Weltmeister gewann das Rennen bereits im vergangenen Jahr mit deutlichem Vorsprung vor Patrick Lange. Auf ihn trifft Frodeno zwar erst vier Wochen später beim Ironman Frankfurt, dennoch muss er sich nun sowohl nationalen als auch internationalen Konkurrenten stellen, die ihm den Sieg streitig machen wollen. Markus Rolli geht als Lokalmatador an den Start. Er wurde im vergangenen Jahr Fünfter und konnte in dieser Saison bereits einen Sieg beim Ironman 70.3 Davao auf den Philippinen feiern. Franz Löschke dürfte mit breiter Brust angereist sein, konnte er doch erst am vergangenen Wochenende den Ironman 70.3 St. Pölten im Laufduell für sich entscheiden. Auch Bart Aernouts, Zweiter auf Hawaii 2018, befindet sich im engeren Favoritenkreis. Der Belgier gewann in diesem Jahr bereits den Ironman 70.3 Barcelona und konnte beim Ironman 70.3 St.George einen zweiten Platz verzeichnen. Er wird als ehemaliger Duathlet seine Stärke insbesondere in der zweiten und dritten Disziplin ausspielen wollen. Die anspruchsvolle Radstrecke dürfte ihm hierbei zugutekommen.

Neuorientierung bei den Frauen

Durch die verletzungsbedingte Absage von Laura Philipp muss die Rolle der Favoritin im Kraichgau neu vergeben werden. Eine heiße Kandidatin ist hierfür die Belgierin Alexandra Tondeur. Sie gewann in diesem Jahr bereits die ITU Langdistanz-WM. Auch die Britin Chantal Cummings kommt für eine Podiumsplatzierung infrage. Aus deutscher Sicht wollen Anna-Lena Pohl und Jenny Schulz ein Wörtchen um die vorderen Plätze mitreden. Pohl wird als ehemalige Leistungsschwimmerin das Feld in der ersten Disziplin aufmischen, Schulz ist für ihre Stärke auf dem Rad und der Laufstrecke bekannt, wie sie zuletzt mit einem vierten Platz beim Ironman Lanzarote bewies.