Frommhold gegen Van Lierde bei Nizza-Premiere

Große Generalprobe: Bevor sich 2019 die Weltelite zur 70.3-WM in Nizza trifft, feiert das Mitteldistanzrennen am Sonntag seine Premiere. Nils Frommhold und Frederik Van Lierde gehören zu den Top-Favoriten.

Von > | 13. September 2018 | Aus: SZENE

Könnte sich den zweiten Sieg in Nizza in diesem Jahr sichern: Frederik van Lierde.

Könnte sich den zweiten Sieg in Nizza in diesem Jahr sichern: Frederik van Lierde.

Foto >Getty Images for Ironman

Der Ironman Nizza über die vollen 226 Kilometer hat in an der Côte d’Azur bereits Tradition. Seit dem Jahr 2005 messen sich die Triathleten in der rund 340.000-Einwohner-Stadt nahe der italienischen Grenze. Das Rennen über die 113-Kilometer-Distanz findet am Sonntag zum ersten Mal statt. Im kommenden Jahr wird vor Ort die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft ausgetragen. 

Chancen auf den Sieg haben bei den Männern mehrere Kandidaten von der Startliste. Ganz oben auf der Liste steht der Ironman-Weltmeister aus dem Jahr 2013, Frederik van Lierde, der mit den Gegebenheiten in Nizza und im Umland auf jeden Fall vertraut ist. Der Belgier gewann dort 2011 sein erstes Ironman-Rennen und konnte den Erfolg vier weitere Male wiederholen, unter anderem auch Ende Juni dieses Jahres. Sein letztes Rennen über die Mitteldistanz bestritt der 39-Jährige Ende August 2017, ebenfalls in Frankreich. In Vichy holte sich Van Lierde vor etwas mehr als einem Jahr den Sieg. Für einen Sieg am Sonntag spricht auf jeden Fall der anspruchsvolle Radkurs mit mehr als 1.200 Höhenmetern. Zuletzt setzte sich der Belgier beim Bergklassiker Triathlon EDF Alpe d’Huez durch. 

Mehrere Kontrahenten am Start

Einer der größten Kontrahenten des Belgiers wird der Franzose Antony Costes sein, der auf der Langdistanz beim Ironman France auf Platz zwei hinter Van Lierde landete und somit die Strecke wohl ebenfalls noch gut im Gedächtnis haben wird. Mitte Mai stand der 28-Jährige beim Ironman 70.3 Monterrey in Mexiko ganz oben auf dem Treppchen. Ein weiterer Kandidat auf den Sieg ist Rodolphe von Berg (USA), der amtierende Ironman-70.3-Europameister, der sich auch bei der Mitteldistanz-WM in Südafrika Platz zehn sicherte. 

Aus dem deutschen Lager wollen Nils Frommhold und auch Franz Löschke bei der Vergabe der Podestplätze ein Wörtchen mitreden. Als weiterer Mitfavorit ist auch noch der Italiener Giulio Molinari zu nennen, der zuletzt Anfang Mai das Mitteldistanzrennen bei der Challenge Riccione gewann. Weitere deutsche Starter sind Markus Rolli und Dominik Sowieja. 

Offenes Frauenrennen

Beim Rennen der Frauen steht Laura Philipp zwar auf der Startliste, aktuell sieht es allerdings nicht danach aus, dass sie in Nizza starten wird. Erst vor einer Woche gewann sie den Ironman 70.3 Rügen und  gab einige Tage danach bekannt, dass sie beim Ironman Barcelona Anfang Oktober an den Start gehen will. Darauf scheint sich die Deutsche nun fokussiert vorzubereiten. Damit sind die Belgierin Alexandra Tondeur, Dritte in Zell am See, die Britin Natalie Seymour oder auch Lisa Hütthaler (AUT) die Favoritinnen bei der Premiere in Nizza. Deutsche Starterinnen sind Anna-Lena Pohl und Leonie Konczalla.