Fünf Fragen an Harald Vogler

In unserem Blog zur 1. Triathlon Bundesliga kommt heute Ligaleiter Harald Vogler zu Wort. Florian Teichmann hat mit ihm über die neue Saison, die Organisation und das Höhepunktrennen in Berlin gesprochen.

Von > | 4. April 2019 | Aus: SZENE

Harald Vogler ist Hauptverantwortlicher für die Planung der 1. Triathlon Bundesliga.

Harald Vogler ist Hauptverantwortlicher für die Planung der 1. Triathlon Bundesliga.

Foto >Roman Henn

Im zweiten Teil unserer kleinen Fragerunde kommt ein Mann aus dem Hintergrund zu Wort. Harald Vogler ist als Ligaleiter mit der Organisation der Bundesliga-Wettkämpfe vertraut. Zusammen mit seinem Team sorgt er dafür, dass an vier Renntagen den schnellen Athleten der 1. Triathlon Bundesliga eine würdige Bühne bereitet wird. Auch ihm haben wir fünf Fragen gestellt.

1. Was macht die 1. Triathlon Bundesliga zur weltweit besten Triathlonliga?

Schwer zu sagen, ob die 1. Triathlon-Bundesliga die beste Liga der Welt ist. Ich tue mich immer schwer mit solchen Vergleichen. Wir sind sehr gut aufgestellt und haben ein gutes Konzept. Wir zählen damit auf jeden Fall zu den Besten. Bei der Ligastruktur besticht das Format durch die hohen und einheitlichen Standards und das gute Layout. Die Veranstalter mit ihrer professionellen Umsetzung tragen ebenfalls zu einer perfekten Liga bei. Einen großen Teil tragen aber die Teams mit ihren Athleten bei.

2. Was war die größte Herausforderung in der Planung der Saison 2019?

Wie fast in jedem Jahr war die größte Herausforderung, gute und ausreichend Veranstaltungen zu finden. Potential für ein Rennen der 1. Liga sehe ich bei einigen Veranstaltungen. Viele Veranstalter scheuen sich aber, aus unterschiedlichen Gründen in die Verantwortung zu gehen. In diesem Jahr kamen auch noch einige personelle Veränderungen in wichtigen Positionen dazu.

3. Was passiert in der Woche vor einem Bundesliga-Rennen so bei der DTU?

Wir haben sehr viele Teilbereiche, in denen in der letzten Woche vor einem Rennen volles Programm ist. Das würde hier den Rahmen sprengen. Hier kurz was in mein Resort fällt. Zehn Tage vor dem Rennen ist Meldeschluss! Die Listen müssen erstellt und an die Presse und Zeitnahme weitergeleitet werden. Die Athletenschilder werden individuell erstellt und gedruckt. Die Ummeldungen werden bis zum Rennwochenende laufend eingearbeitet. Die letzten Abstimmungen mit dem Veranstalter finden statt. Der Materialbedarf für das Rennen wird final festgelegt. Der LKW wird mit dem Material beladen. Die Siegerehrungsrückwand und das Zielband wird mit den Veranstalterlogo vorbereitet. Die Teamleiterinformation muss fertiggestellt werden. Zum Schluss werden die Startunterlagen für die Athleten vorbereitet.

4. Berlin ist das Highlight 2019, was ist so besonders an dem Event?

Die Strecken sind mit Schwimmen im Wannsee und Radfahren und Laufen vor dem Olympiastadion an herausragenden und markanten Örtlichkeiten. Die Wechselzone und der Zieleinlauf auf dem Vorplatz des Stadions unter den Olympischen Ringen von 1936 dürfte ein großes Highlight sein. Ein weiterer Pluspunkt sind die Liveübertragungen im Fernsehen. Eine besondere Note beziehungsweise Qualität dieser Veranstaltung ist die Tatsache, dass an diesem Wochenende weitere Fachverbände ihre deutschen Meister suchen.

5 Wer gewinnt bei den Damen und wer bei den Herren?

Ich wünsche mir drei oder mehr Teams die punktgleich in das letzte Rennen starten. Den Titel wünsche ich jedem Team, aber es wird wahrscheinlich wieder auf die Top drei Teams des letzten Jahrs hinauslaufen. Bei den Herren sehe ich das Team Saar in einer sehr guten Position, dem Team Buschhütten die Titelverteidigung schwer zu machen. Bei den Damen sehe ich neben Buschhütten auch Witten und Krefeld wieder vorn. Wobei die Krefelder und Wittener immer schwankende Jahre haben. Die finale Teammeldung ist mir noch nicht bekannt, deshalb ist es sehr schwierig eine Prognose abzugeben.