Fünf Fragen an Holger Wackerhage

Im letzten Teil unseres Blogs zur 1. Triathlon Bundesliga spricht Florian Teichmann mit Holger Wackerhage über die Besonderheiten des Regelwerks der Bundesliga.

Von > | 22. Mai 2019 | Aus: SZENE

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Bis zum ersten Rennen der Triathlon Bundesliga sind es keine zwei Wochen mehr. Kurz vor dem Start der neuen Saison gibt der Bundeskampfrichterobmann der Deutschen Triathlon Union Holger Wackerhage aus diesem Grund im letzten Teil der Interview-Serie einen Überblick zu den wichtigsten Besonderheiten des Regelwerks der Bundesliga.

1. Wie viele Kampfrichter sind bei einem Bundesliga Rennen im Einsatz?

Bei einem Rennen der 1. Bundesliga sind 20 Kampfrichter im Einsatz.

2. Gibt es Besonderheiten im Ablauf und im Regelwerk im Vergleich zur Langdistanz?

Die Besonderheiten sind in den Durchführungsbestimmungen der Bundesliga festgelegt. Für kurze Entscheidungen vor Ort wird für jedes Rennen eine Taskforce gebildet. Die Rennen der Bundesliga sind aufgrund der Streckenlänge und Windschattenfreigabe sehr schnell und für die Kampfrichter nur von außen zu kontrollieren. Die Entscheidungen während des Wettkampfs, wie zum Beispiel Zeitstrafen, sind schnell zu treffen und an die Penaltybox weiterzuleiten. Auf der Langstrecke hat man hierfür deutlich mehr Zeit. Hier arbeitet man auf der Radstrecke alleine.

3. Was ist der schwierigste Moment in einem Rennen für die Kampfrichter?

Der Start sowie der Wechsel zwischen den einzelnen Teildisziplinen sind immer eine Herausforderung. Diese Punkte werden durch den Einsatz von einer angepassten Anzahl an Kampfrichtern Rechnung getragen.

4. Worauf achtet ihr beim Radfahren?Bei Windschattenfreigabe müsst ihr ja nicht auf den Abstand achten.

Bei den Rennen der Bundesliga darf die Mittellinie nicht dauerhaft überfahren werden, um gefährliche Begegnungen wie beispielsweise an Wendepunkten zu vermeiden. Auch die Rettungskette bei Unfällen wird in der Regel durch die Kampfrichter aktiviert. Wichtig ist auch die Kontrolle der weiteren Akteure auf der Strecke, wie beispielsweise die Vertreter der Presse, dass der Abstand zum Feld eingehalten wird.

5. Berlin wird auch für die Kampfrichter eine neue Erfahrung. Was wünscht ihr euch für das Event Anfang August?

Berlin kann man mit dem Weltcuprennen in Hamburg vergleichen. Viele der dort eingesetzten Kampfrichter bringen ihre Erfahrungen mit. Als Technische Delegierte der DTU werden Kollegen im Einsatz sein, die mit einer vergleichbaren Aufgabe in Hamburg betreut waren. In meiner Hauptverantwortung als Bundeskampfrichterobmann der DTU liegt der Einsatzplan für die Veranstaltungen auf Bundesebene.