Gentle und Royle gewinnen Noosa Triathlon

Zum sechsten Mal hat Grand-Final-Siegerin Ashleigh Gentle am Wochenende den Noosa Triathlon für sich entschieden und hat damit ihr Idol Emma Frodeno überholt. Bei den Männern siegte Aaron Royle.

Von > | 5. November 2018 | Aus: SZENE

Neuer Rekord: Ashleigh Gentle konnte den renommierten Noosa Triathlon in diesem Jahr zum sechsten Mal für sich entscheiden (Archivbild).

Neuer Rekord: Ashleigh Gentle konnte den renommierten Noosa Triathlon in diesem Jahr zum sechsten Mal für sich entscheiden (Archivbild).

Foto >ITU Media

Während die europäische Triathlonsaison für die meisten Athleten längst zu Ende ist und viele Sportler langsam schon wieder ins Training und die Vorbereitungen für das kommende Jahr starten, ist die Wettkampfperiode in Australien noch in vollem Gange. Eine der beliebtesten und traditionsreichsten Veranstaltungen des Landes ist der bereits 36 Jahre alte Noosa Triathlon über die olympische Distanz, welcher im Rahmen des Noosa Triathlon Multi Sport Festivals ausgetragen wird. Angeboten werden neben dem Triathlon noch der "Noosa Run Swim Run", "Noosa 1000 Ocean Swim" und "Asics Bolt", ein Straßenlauf über fünf Kilometer mit starken Elitestartfeldern. Traditionell gehen beim Noosa Triathlon, der ohne Windschattenfreigabe ausgetragen wird, etliche Kurzdistanzler an den Start, um sich auf einem neuem Format auszuprobieren. 

Gentle knackt Rekord von Emma Frodeno

Einen besonderen Erfolg fuhr die Australierin Ashleigh Gentle ein. Die Grand-Final-Siegerin aus diesem Jahr triumphierte in Noosa erneut und entschied die olympische Distanz zum sechsten Mal für sich. Damit überholte sie ihr selbsternanntes Vorbild, Emma Frodeno (gebürtige Snowsill), die den Wettkampf insgesamt fünfmal gewann. Die 27-jährige Gentle brauchte 2:00:48 Stunden für die Strecke und verpasste damit die Zwei-Stunden-Marke nur knapp. Nachdem sie 22:03 Minuten für den Schwimmkurs benötigte und über eine Minuten Rückstand auf die Spitze hinnehmen musste, erzielte sie jeweils die schnellsten Rad- und Laufzeit des Tages (1:00:14 Stunden und 35:14 Minuten) und lief 50 Sekunden vor Landsfrau Natalie Van Coevorden ins Ziel. "Ich hatte starke Zweifel, was meine Form angeht. Viele Leute haben mir gesagt, dass ich ein gutes Rennen machen werde, weil ich in Gold Coast so fit war. Aber das war schon sieben Wochen her. Ich habe versucht, meine Fitness auf einem guten Level zu halten, weil ich immer motiviert bin, hier fit am Start zu stehen. Ich hatte ein sehr schlechtes Schwimmen und musste hart arbeiten, um an die Spitze des Rennens zu können. Durch das stark besetzte Feld bedeutet mir der Sieg umso mehr und es ist für mich immer etwas Besonderes, meine Saison beim Noosa Triathlon zu beenden", freute sich Gentle nach dem Rennen. Rang drei belegte, zeitgleich mit Van Coevorden und unterlegen im Sprintfinish, Radka Kahlefeldt. 

Royle siegt vor Neumann und Bailie

Auch bei den Männern gab es einen australischen Heimsieg. Kurzdistanz-Spezialist und Routinier Aaron Royle konnte seinen Vorsprung nach dem Radfahren gerade noch vor Nachwuchsathlet Max Neumann ins Ziel retten. Nach 1:48:51 Stunden überquerte Royle die Ziellinie und hielt Neumann noch drei Sekunden auf Abstand, nachdem sich dieser mit der schnellsten Laufzeit des Tages (32:10 Minuten) auf den abschließenden zehn Kilometern an Royle, der 33:01 Minuten für das Laufen benötigte, heransaugte. Ryan Bailie komplettierte das australische Podium mit einer Endzeit von 1:49:05 Stunden. Die ITU-Kurzdistanz-Athleten Ryan Fisher und Ben Shaw belegten die Plätze vier und acht. Langdistanzler Luke McKenzie beendete das Rennen auf Position elf.