Gomez läuft der Konkurrenz erneut davon

Einen erwarteten Rennverlauf nahm die Challenge Prague am vergangenen Samstag. Zwei Spanier und ein Belgier sicherten sich die Podiumsplätze. Bester Deutscher wurde Nicklas Bock auf Platz fünf. Den Wettbewerb der Frauen gewann Katrien Verstuyft (BEL).

Von > | 31. Juli 2018 | Aus: SZENE

Er überzeugte einmal mehr mit einer Laufleistung von einem anderen Stern - Javier Gomez gewinnt die Challenge Prague 2018.

Er überzeugte einmal mehr mit einer Laufleistung von einem anderen Stern - Javier Gomez gewinnt die Challenge Prague 2018.

Foto >Challenge Prague

30 Grad im Schatten und in der Innenstadt von Prag staut sich die Hitze. Ein laues Lüftchen? Fehlanzeige! Das waren die Rahmenbedingungen der Challenge Prag 2018, welche es für die Teilnehmer der Mitteldistanz nicht gerade einfach machten.

Nach einer Schwimmzeit von 21:20 Minuten in der Moldau und 2:04:12 Stunden auf ihren Rädern liefen Javier Gomez und Pablo Dapena (beide ESP), dicht gefolgt von Pieter Heemeryck (BEL), Seite an Seite aus der zweiten Wechselzone. Kenner der Triathlonszene ahnten bereits, was auf den anschließenden 21,1 Kilometern folgen würde.

Richtig: Javier Gomez bewies wieder einmal, dass er in einer anderen Liga zu laufen scheint. Genau diese Laufstärke könnte auch bei der kommenden Ironman-Weltmeisterschaft eine entscheidende Rolle spielen. Denn in Prag zeigte Gomez einmal mehr, dass er auch mit Hitzerennen umgehen kann und derartige Bedingungen kein Hindernis für seine Paradedisziplin darstellen.

Während Dapena und Heemeryck den hohen Temperaturen auf der Strecke Tribut zollen mussten, brachte Javier Gomez wieder mal eine Glanzzeit auf den Asphalt und lief den abschließenden Halbmarathon in 1:13:48 Stunden. Mehr als sechs Minuten konnte er damit zwischen sich und seinem Landsmann Dapena bringen (1:19:54 Stunden). Pieter Heemeryck landete mit einer Laufzeit von 1:21:05 Stunden auf dem dritten Rang.

Starker Bock auf Platz fünf - Kein Krawall bei Clavel

Vor allem mit der schnellsten Radzeit des Tages konnte Nicklas Bock in Prag auf sich aufmerksam machen. Nachdem sich der Allgäuer nach seinem DNF bei der Challenge Roth gegen einen Start beim Ironman Hamburg und für die Mitteldistanz in Tschechien entschied, konnte er hier überzeugen. 

23:22 Minuten benötigte Bock für die 1,9 Kilometer in der Moldau und raste dann in 2:03:23 Stunden über die Radstrecke. Seiner Radperfomance musste der 28-Jährige anschließend im Halbmarathon, den er in 1:26:07 Stunden absolvierte, dann jedoch Tribut zollen. Nichtsdestotrotz sprang am Ende mit einer Gesamtzeit von 3:58:59 Stunden ein guter fünfter Gesamtrang heraus. 

Einen gebrauchten Tag erwischte hingegen Maurice Clavel. Der Mitteldistanz-Spezialist fühlte sich laut eigener Aussage von Beginn des Rennens an kraftlos und stieg vorzeitig aus.

Perfekte Renneinteilung: Katrien Verstuyft  siegt bei den Frauen

Wie wichtig eine gute Renneinteilung besonders bei erschwerten Bedingungen sein kann, zeigte auf beeindruckende Art und Weise Katrien Verstuyft (BEL), die Gewinnerin im Wettbewerb der Frauen (4:21:30 Stunden). Durch eine konstante Leistung in allen drei Disziplinen sicherte sie sich den Sieg vor ihren hochgehandelten Konkurrentinnen Kirstly Jahn (CAN / 4:22:03 Stunden) und Laura Siddall (GBR / 4:22:21 Stunden). Besonders Siddall war ihre große Rennbelastung aus dem bisherigen Saisonverlauf deutlich anzumerken. Neben den Langdistanzen beim Ironman Neuseeland und Ironman Australien startete die 37-jährige Britin auch bei der Challenge Roth.