Die Hawaii-Quali-Zeiten des Ironman Frankfurt 2018

Mittlerer Wind, sommerliche Hitze, fünf Extrakilometer Rad – die Zeiten, die gestern für eine Hawaii-Quali in Frankfurt nötig waren, sind langsamer als die Extreme aus vergangenen Jahren.

Von > | 9. Juli 2018 | Aus: SZENE

Foto >Frank Wechsel

Die Radstrecke der Ironman-Europameisterschaften 2018 in Frankfurt war fünf Kilometer länger als die üblichen 180. Es war mittelmäßig windig und sommerlich heiß – unter diesen Voraussetzungen sind die Zeiten für die Hawaii-Qualifikation in diesem Jahr meistens langsamer als in den Vorjahren. Mussten in der Vergangenheit schon Triathleten mit einem Sub-9-Finish zu Hause bleiben, lag die schnellste Zeit, die gerade noch für eine Quali ausreichte, in diesem Jahr bei 9:32:38 Stunden in der Altersklasse M35–39. 

Diese Punkte sind uns sonst noch aufgefallen:

  • Frankfurt hat als Europameisterschaft den Status Regional Championship bei Ironman und damit 80 statt der üblichen 40 Hawaii-Quali-Plätze. Durch den Status, die Tradition und den guten Ruf des Rennens sind aber auch die Durchschnittsleistungen an der Spitze höher, so dass die Zeiten ähnlich sind wie bei kleineren Rennen.
  • Bei den Frauen wurden fast alle Plätze direkt angenommen. Lediglich in der Altersklasse der 45- bis 49-jährigen Frauen, wo es zwei Plätze gab, konnte durch drei Absagen auch die Fünfte noch mit auf den Hawaii-Flieger aufspringen. Zwischen den Plätzen lag fast eine Stunde Zeitunterschied: 10:31:22 hatte die Zweitplatzierte, 11:28:05 Stunden die Fünfte.
  • Das größte Nachrücken gab es in der Altersklasse M30–34: Sieben Hawaii-Plätze gab es nach der errechneten Quote, die sich aus dem Verhältnis der Starterzahlen in den Altersklassen ergibt. Als 18. durfte der Pole Mariusz Pirek noch jubeln. Auch hier der Zeitvergleich: Platz 7 lag bei 9:15:11 Stunden, Platz 18 und der letzte Hawaii-Platz ging mit 9:35:06 Stunden weg.
  • Schnellster Nicht-Qualifikant in Frankfurt war der Italiener Luigi Manfrini in der Altersklasse M35–39. Auf Platz 13 hatte er in 9:32:43 Stunden nur fünf Sekunden Rückstand auf den Qualiplatz. Hier gab es zehn Plätze und zwei Absagen.
  • Fast ebenso knapp fiel die Entscheidung bei den Frauen der Altersklasse 30–34 aus, wo der Dritten sechs Sekunden zur Zweiten fehlten.
  • Als ältester Qualifkant fliegt Günther Scheibehenne (M70–74) nach Hawaii. Der Routinier legte nicht nur ein solides Rennen in 12:38:13 Stunden hin, sondern bei der Siegerehrung auch noch eine flotte Sohle auf das Parkett. Seine Zwischenzeiten: 1:30:09 Stunden für 3,8 Kilometer Schwimmen, 6:35:28 Stunden für 185 Rad-Kilometer und ein Marathon von 4:21:01 Stunden. Kein Wunder, dass die dritte Disziplin die beste von Scheibehenne ist: Er ist schließlich auch Deutscher Marathonmeister der M70 – in unglaublichen 3:18 Stunden! 

Die Hawaii-Qualifikation in Frankfurt 2018

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M25-29

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M30-34

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M35-39

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M40-44

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M45-49

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M50-54

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M55-59

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10:24:31

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M60-64

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M65-69

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11:57:23

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M70-74

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