Hawaii: Umgeben von Wasser

Hawaii ist 4.000 und 6.000 Kilometer vom Festland entfernt. Dazwischen ist nichts außer Wasser, genauer: der Pazifik. Unsere Autorin Laura-Sophie Usinger über Wasser, das dritte Element dieser Serie.

Von > | 14. Oktober 2017 | Aus: SZENE

Der Pazifik bietet eine beeindruckende Unterwasser-Welt.

Der Pazifik bietet eine beeindruckende Unterwasser-Welt.

Foto >Laura-Sophie Usinger

Hawaii ist ein kleiner Fleck Erde inmitten des pazifischen Ozeans. In östliche Richtung erreicht man nach 4.000 Kilometer in Kalifornien das nächste Festland. Japan ist in westlicher Richtung erst nach 6.000 Kilometern in Sicht. Und obwohl es scheinbar unscheinbar im Nirgendwo liegt, nur umspült von Trillionen Litern Wasser, funktioniert Hawaii perfekt. Hawaii ist gesegnet mit Süß- und Salzwasser, Luft, Feuer, Erde und von Menschen geschaffener Infrastruktur.

Die Wassertemperatur liegt, wie die Lufttemperatur dank der Passatwinde, ganzjährig zwischen 22 und 27 Grad. Taucht man in die Unterwasserwelt ab, findet man sich in einem Aquarium voll mit beeindruckenden Meerestieren wieder.

Neben den Triathleten, die häufig am Pier von Kailua Kona gesichtet werden, gehören Wale, Delfine, Schildkröten, Rochen, Haie und ganz viele bunte Fische zu den absoluten Hinguckern.

Delfine, Haie, Mantarochen

Der Buckelwal ist zwischen Dezember und April ein häufig gesehener Gast, der sich in den tropischen Gewässern paart und seine Jungen zur Welt bringt. 

Delfine kommen ganzjährig vor. Spinner-Delfine kann man morgens besonders gut in der Kealakekua Bay beobachten. Dann erholen sie sich nämlich von ihrer nächtlichen Jagd und schlafen in der Bucht.

Wer Tipps zum polarisierten Training braucht, der sollte mal mit einer grünen Meeresschildkröte einen Plausch halten. Sie wirken an Land gemütlich und träge, können sich im Wasser aber mit bis zu 40 Kilometern pro Stunde fortbewegen. Die Mischung zwischen aeroben und anaeroben Training macht‘s. Damit wird man zum absoluten Spitzensportler.

Auch Haie sind keine Seltenheit, kommen aber auf Maui deutlich häufiger vor. Bei Nacht kann man, wenn man Glück hat mit Mantarochen schwimmen. Nach Nemo sucht man allerdings vergeblich, dafür fehlen die Anemonen. 

Das Wasser spielt aber nicht nur wegen des Pazifiks eine große Rolle, sondern ist auch als Niederschlag ein interessantes Phänomen. Die Unterschiede der Niederschläge im Jahresverlauf sind so gering, dass man nicht von einer Trocken- oder Regenzeit sprechen kann. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Orten. Puako zwischen Waikoloa und Kawaihae auf Big Island erinnert mit seinen Niederschlagswerten an typische Wüstenorte. Mt. Waialeale auf Kauai dagegen ist mit über 12.000 Millimetern Niederschlag der regenreichste Punkt der ganzen Welt.

Die Passatwinde bringen den meisten Regen an die Nord- und Ostküsten, wohingegen die windabgewandten Seiten im Süden und Westen die geringsten Niederschläge verzeichnen. 

Wasser fließt in uns und um Hawaii. Es erhält seine Form durch die Erde. Verbindet es sich mit Luft zu Nebel oder Wolken, dann macht es die Erde fruchtbar und Hawaii zu einem der vielfältigsten Plätze auf dieser Erde.