Helle Frederiksen erfüllt sich ihren Traum

Die Dänin Helle Frederiksen hat sich mit einem Heimsieg bei den ITU World Triathlon Championships auf der Langdistanz einen Traum erfüllt. Pablo Dapena darf sich bei den Männern ITU-Weltmeister nennen. Die Wettbewerbe in Odense fanden ohne deutsche Beteiligung statt.

Von > | 16. Juli 2018 | Aus: SZENE

Von den Emotionen überwältigt: Helle Frederiksen nach ihrem Triumph vor heimischer Kulisse.

Von den Emotionen überwältigt: Helle Frederiksen nach ihrem Triumph vor heimischer Kulisse.

Foto >Wagner Araujo | ITU

Zunächst war es beim ungewohnten ITU-Langdistanzformat über drei Kilometer schwimmen, 120 Kilometer Radfahren und 30 Kilometer laufen, Camilla Pedersen (DEN), die das Kommando im Hafenbecken von Odense übernahm. Ihr dicht auf den Fersen in die erste Wechselzone waren nach 39:30 Minuten Annabel Luxford (AUS), Barabara Riveros (CHI) und eben jene Helle Frederiksen. 

Dieses Quartett pflügte anschließenend auf dem Rad über die zwei 60-Kilometer-Runden, während die Führungsposition kontinuierlich wechselte. Nach 3:09:22 Stunden waren die zwei Däninnen, Luxford und Riveros bereits wieder in der Wechelzone. Hier hatte es besonders die Chilenin sehr eilig, ihre Rad- gegen die Laufschuhe zu wechseln und machte sich als erste auf die Laufstrecke.

Ihr folgten dicht dahinter Frederiksen und Luxford. Die Zeichen standen auf einen Showdown auf den abschließenden 30 Kilometern. Durch das lautstarke Publikum angetrieben war es jedoch bald schon Frederiksen, die die Spitze übernahm und gut eine Minute zwischen sich und Barbara Riveros bringen konnte. Diese Führung sollte sie, getragen von den dänischen Zuschauern, bis zum Ziel nicht wieder aus der Hand geben. In einer Gesamtzeit von 5:49:04 Stunden verwies sie Riveros (5:51:22 Stunden) und Luxford (5:55:47 Stunden) auf die Plätze zwei und drei.

"Ich bin sprachlos. Es war ein starkes Feld und ich wollte des Sieg unbedingt. Dass es geklappt hat, lässt einen Traum wahr werden", so Frederiksen im Zielbereich.

Pablo Dapena Gonzalez mit starker Laufleistung zum Titel

Wieder einmal auf seine starke Laufperformance verlassen konnte sich Pablo Dapena Gonzalez (ESP) beim Wettbewerb der Männer. War es nach dem Schwimmen und 36:54 Minuten noch ein Trio, das sich in Persona von Gonzalez, Ruedi Wild (SUI) und Marko Albert (EST) auf die Radstrecke machte, wechselte Wild nach einer seiner harten Antritte kurz vor der zweiten Wechselzone mit einem Vorsprung von 1:20 Minuten vor Gaonzalez auf die Laufstrecke. Gegen den Spanier, der im Frühjahr bei der Challange Gran Canaria Patrick Lange auf den zweiten Platz verwies, war auf dem abschließenden Lauf jedoch kein Kraut gewachsen. Während Gonzalez die 30 Kilometer in 1:47:39 Stunden absolvierte (gesamt 5:19:30 Stunden), musste Ruedi Wild bis zum Schluss um den Vize-Weltmeistertitel kämpfen (5:22:13 Stunden). 20 Sekunden rettete er am Ende vor dem Esten Marko Albert ins Ziel und belohnte sich mit dem zweiten Platz für ein leidenschaftliches Rennen.

"Es ist fantastisch. Mir fehlen die Worte. Hier heute zu gewinnen ist unglaublich. Die Unterstützung an der Strecke war phänomenal - es fühlte sich fast an wie ein Heimspiel", zeigte sich Gonzalez nach dem Rennen dankbar für die fantastische Stimmung an der Strecke.

Ruedi Wild, der die Laufleistung seines spanischen Konkurrenten neidlos anerkannte, zeigte sich ob seiner Leistung ebenfalls zufrieden: "Ich habe heute alles auf eine Karte gesetzt und das letzte aus mir herausgeholt."