Iden siegt vor Brownlee und Blummenfelt

Beim Weltcuprennen in Lausanne zeigten die jungen Norweger ein weiteres Mal eindrucksvoll, warum man sie in Zukunft für große Erfolge auf dem Zettel haben sollte.

Von > | 20. August 2018 | Aus: SZENE

Gustav Iden setzt auf der Laufstrecke wenige Kilometer vor Schluss die entscheidende Attacke und gewinnt das Weltcuprennen in Lausanne.

Gustav Iden setzt auf der Laufstrecke wenige Kilometer vor Schluss die entscheidende Attacke und gewinnt das Weltcuprennen in Lausanne.

Foto >ITU Media / Petko Beier

Bereits beim diesjährigen WTS-Rennen in Bermuda, bei dem die drei Norweger Casper Stornes, Kristian Blummenfelt und Gustav Iden das komplette Podium besetzten, deutete sich an, dass man die jungen Norweger zukünftig bei den großen Rennen auf dem Zettel haben muss. Am vergangenen Wochenende stellten sie beim Weltcuprennen in Lausanne ein weiteres Mal unter Beweis, dass sich ein langfristiger Aufbau von jungen Athleten auszahlt und in der norwegischen Trainingsstruktur zur Zeit offensichtlich viel richtig gemacht wird. Während sich Gustav Iden - für viele etwas überraschend - den Gesamtsieg in Lausanne sicherte, belegte Kristian Blummenfelt Platz drei und die Teamkollegen Casper Stornes und Jorgen Gunderson rundeten das starke Team-Resultat mit den Rängen acht und 14 ab.

Beim Wettkampf über die olympische Distanz fuhren die Radgruppen nach einem zügigen Schwimmen an der Spitze relativ schnell zusammen. Schon auf der welligen Radstrecke ergriffen Kristian Blummenfelt und Gustav Iden gemeinsam die Initiative und versuchten, zu zweit der Hauptgruppe davonzufahren. Sie konnten sich allerdings nicht entscheidend lösen und so wurde das Rennen auf den abschließenden zehn Laufkilometern entschieden. Dort kristallisierte sich bereits nach wenigen Kilometer ein Dreikampf um den Sieg zwischen Jonathan Brownlee, Kristian Blummenfelt und Gustav Iden heraus. Nach mehrfachen Führungswechseln war es schließlich etwa drei Kilometer vor dem Ziel Gustav Iden, der das Tempo noch einmal verschärfte und sich gegen seine beiden vermeintlich stärkeren Konkurrenten durchsetzte. Iden kam nach 1:49:18 Stunden und mit einer Laufzeit von 30:12 Minuten über die zehn Kilometer ins Ziel. Brownlee und Blummenfelt folgten mit 31 und 36 Sekunden Rückstand. Die vier deutschen Athleten landeten im vorderen Mittelfeld: Jonas Schomburg wurde 18 und Jonas Breinlinger, Maximilian Schwetz und Valentin Wernz belegten die Plätze 21, 22 und 28. 

 

Spirig von EM-Titel beflügelt

Im Frauenrennen war spätestens nach dem EM-Titel von Nicola Spirig in Glasgow klar, dass sie die Rolle der klaren Favoritin in Lausanne zugesprochen bekommen würden. Eindrucksvoll bewies die Schweizerin in ihrer Heimat, dass die Formkurve nach ihrem sechsten EM-Titel keineswegs abzufallen scheint. Nach 2:05:11 Stunden lief die 36-Jährige mit der schnellsten Laufzeit des Tages (36:04 Min.) ein. Auf Platz zwei folgte mit 52 Sekunden Rückstand die erst 20-jährige Taylor Knibb (USA). Komplettiert wurde das Podium von Mitfavortin Verena Steinhauser (2:06:25 Min.). Anja Knapp landete nach 2:09:48 Stunden auf Rang 17, Annabel Knoll musste das Rennen vorzeitig beenden.