Interview: Sponsoring in der Bundesliga

Kurz vor dem Bundesligarennen in Tübingen spricht unser Blogger Florian Teichmann mit einem der lokalen Sponsoren des MeyPost-SV Tübingen über das Thema Sponsoring in der Bundesliga und den Heimwettkampf am Wochenende.

Von > | 17. Juli 2019 | Aus: SZENE

Der Tübinger Laufladen ist einer von mehreren Sponsoren des Bundesligateams MeyPost-SV Tübingen.

Der Tübinger Laufladen ist einer von mehreren Sponsoren des Bundesligateams MeyPost-SV Tübingen.

Foto >Fabian Kniesel

Für den nächsten Teil des Blogs habe ich ein kurzes Interview mit Mischa vom Tübinger Laufladen geführt. Mischa ist Inhaber des kleinen, aber feinen Ladens und leidenschaftlicher Läufer. Warum er viel für Triathleten übrighat, das Team vom MeyPost-SV Tübingen großzügig unterstützt und wie das mit dem Sponsoring im Allgemeinen so funktioniert, hat er mir ganz im Insider-Stile verraten.

Der Triathlon direkt in Tübingen inklusive des Rennens der 1. Triathlon Bundesliga steht vor der Tür. Was bedeutet das Rennen für dich und dein Geschäft?

Für mich ganz persönlich ist das natürlich eine große Freude. Die Idee, Breiten- und Leistungssport inmitten einer solchen Stadt mit diesem Angebot zusammenzubringen, ist richtig klasse. Mein Geschäft kann sich hierbei zumindest in Teilen in Szene setzen. Schwäbisch zurückhaltend und eher sparsam fanden insbesondere Schnürsysteme für Laufschuhe und aktuell auch unser Angebot, einen Neoprenanzug leihen zu können, großen Anklang. Am Ende freuen wir uns aber darauf, viele Kunden auf der Strecke anfeuern zu können.

Du engagierst dich auch im Tübinger Triathlon Verein als Lauftrainer. Woher kommt deine Begeisterung für den Dreikampf, ursprünglich bist du ja Läufer?

Das ist sehr einfach. Da ich als Läufer schon früh verletzungsbedingte Unterbrechungen hatte, war ich immer schon auf Alternativtraining angewiesen. So lag es nahe, mich aufs Rad zu schwingen oder die Schwerelosigkeit des Wassers zu nutzen. Letztlich kam es dabei auch zu dem einen oder anderen Start im Triathlon. Für einen Läufer meist extrem motivierend, denn so geht es beim Triathlon immer weiter nach vorn und das Beste kommt zu Schluss!

Die Damen vom MeyPost-SV Tübingen werden von dir mit Einteilern ausgestattet, was bringt dir dieses Engagement?

Bringen ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Rein geschäftlich gesehen ist es zumindest sehr schwer messbar. Für mich als „traditionellen“ Vereinssportler ist es eine Frage von Idealismus. Ich liebe den Leistungssport und freu mich, wenn ich mit meinen bescheidenden Mitteln einen Beitrag für unser Team in der deutschen Spitzenklasse leisten kann und darf.

Wie nimmst Du die Bekanntheit der Triathlon-Bundesliga wahr? Sprechen dich Kunden beim Verkaufsgespräch auf das Thema an?

Eher selten. Wenn, dann geht es direkt um unser Damenteam. Da kommen dann Fragen wie: Kommen sie auch wirklich aus Tübingen, kennen wir sie persönlich und werden sie von uns unterstützt? Ansonsten kommt man im Gespräch über das Programm des Tübinger Triathlons mal darauf zu sprechen.

Wie schätzt du die Leistung der Damen in dieser Saison soweit ein? Was erwartest du für die letzten beiden Rennen?

Nach dem genialen Einstieg im letzten Jahr, würde ich – vorsichtig gesagt – die Leistungen unseres Teams in diesem Jahr als eher durchwachsen einschätzen. Natürlich sind die Damen äußerst motiviert und werden in den letzten beiden Rennen wieder alles geben!

Zum Schluss noch eine Frage zum Rennen in Tübingen: Was würdest du den Athleten für die Laufstrecke raten? Es geht ja auch über Kopfsteinpflaster, hast du einen guten Insider-Tipp für alle Teilnehmer?

Man sollte, wie eigentlich immer, langsam und besonnen mit dem letzten Teilabschnitt beginnen. Eine Runde zum Kennenlernen und sich dann Step-by-Step an seine Leistungsgrenze herantasten. Ansonsten hilft nur gescheites Schuhwerk und Füße hoch!