Ironman plant Börsengang

Die chinesische Wanda Sports Group, die seit vier Jahren die Marke Ironman verantwortet, plant den Börsengang. Im Zuge des IPO will das Unternehmen 500 Millionen Dollar erlösen.

Von > | 12. Juni 2019 | Aus: SZENE

Schwimmstart des Ironman Hawaii

Schwimmstart des Ironman Hawaii

Foto >Tom Pennington/Getty Images for Ironman

Vor vier Jahren akquirierte die chinesische Dalian Wanda Group die in Florida ansässige World Triathlon Corporation, die die weltweiten Rechte für die Sportmarke Ironman verantwortet. Die Chinesen zahlten dafür 650 Millionen Dollar an den Vorbesitzer Providence Equity Partners, der seine sieben Jahre zuvor getätigte Investition damit vervierfachte. In den vergangenen Jahren war immer wieder über einen Weiterverkauf der Rennserie an einen neuen Investor spekuliert worden. Mit diesen Spekulationen ist nun Schluss, denn die aus dem Wanda-Konzern ausgegliederte Wanda Sports Group hat am 7. Juni offiziell den Börsengang bei der Securities and Exchange Commission (SEC) beantragt.

Mit dem Börsengang, einem IPO (Initial Public Offering) will die Wanda Sports Group 500 Millionen US-Dollar Kapital einsammeln. Handelsplatz soll die US-Börse Nasdaq sein, wo die Aktien unter dem Kürzel "WSG" gehandelt werden sollen. Für den Börsengang zeichnet ein Bankenkonsortium aus Morgan Stanley, Deutscher Bank und Citi verantwortlich.

Die in Peking (China) ansässige Wanda Sports Group erzielte im letzten Geschäftsjahr bis 31. März 2019 einen Umsatz von 1,3 Milliarden US-Dollar. Unter der Marke Ironman werden aktuell rund 230 Events in 53 Ländern ausgetragen - nur ein Teil davon als Triathlon über die klassischen Distanzen von 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und dem 42,195 Kilometer langen Marathonlauf. Welche Auswirkungen ein Börsengang der Markeninhaber auf die Rennen hat, ist noch völlig offen.