Ironman schafft Profi-Qualifikationslisten ab

Zurück zu den Wurzeln: Zum Jahr 2019 stampft Ironman sein "Kona Pro Ranking" ein. Profi-Startplätze für den Ironman Hawaii werden dann wieder in einzelnen Rennen ausgelobt.

Von > | 21. Dezember 2017 | Aus: SZENE

Der Ironman Hawaii.

Der Ironman Hawaii.

Foto >Nis Sienknecht

Ältere Langdistanzprofis dürften sich noch an diese Zeiten erinnern: Bis zum Jahr 2011 kämpften auch Profis in Ironmanrennen nicht um Punkte, die sie zusammengezählt letztlich zum Ironman Hawaii führen sollten, sondern - ähnlich, wie Agegrouper es tun - um direkte Qualifikationsslots. Von 2011 bis 2018 ist Ironman von diesem Prozedere zugunsten des "Kona Pro Ranking" abgerückt, will zum Qualifikationszyklus für den Ironman Hawaii 2019 und die Ironman-70.3-Weltmeisterschaften 2019 aber wieder zum Slotsystem zurückkehren. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt.

Hawaiisieger bleiben qualifiziert

Ironman erklärt, es solle grundsätzlich eine quantitativ gleiche "Basisversorgung" an Slots für Frauen und Männer in den selben Rennen geben - allerdings würden entsprechend der Profi-Starterzahlen Zusatzslots ausgelobt, weshalb es insgesamt für Männer mehr Startplätze für den Ironman Hawaii zu erobern geben dürfte. Insgesamt sollen rund 100 Profis beim Ironman Hawaii an den Start gehen dürfen, also ähnlich viele wie derzeit (2017: 57 Männer und 39 Frauen). Bei der Ironman-70.3-WM sieht der Veranstalter Kapazitäten für bis zu 170 Profis, falls die derzeit praktizierte Austragung an zwei verschiedenen Tagen für Männer und Frauen beibehalten werden kann.

Hawaii-Sieger der vergangenen fünf Jahre behalten ihr Startrecht, müssen aber, wie derzeit auch, im Qualifikationszeitraum ein Bestätigungsrennen absolvieren. Auch Podest-Platzierte und der Ironman-70.3-Weltmeister sollen sich im Folgejahr automatisch qualifizieren, sofern sie dieses Bestätigungsrennen absolvieren.

Das neue Qualifikationssystem greift ab dem 9. September 2018 bei den Ironman-Rennen in Wisconsin und Wales für den Ironman Hawaii bzw. ab dem 8. Juli 2018 bei den Ironman-70.3-Rennen in Jönköping und Ecuador für die 70.3-Weltmeisterschaften in Nizza.

"Dadurch stärken wir die Langlebigkeit der Karrieren unserer Profis. Denn statt zwölf Monate lang Punkten nachzujagen, können die sich nun wieder gezielt auf einzelne Rennen vorbereiten und mit einer Performance alles klar machen", erklärt Paula Newby-Fraser, die selbst acht Mal den Ironman Hawaii gewonnen hat und sich heute um die Profi-Belange bei Ironman kümmert.