Jacobs Krönung

Pete Jacobs schließt mit seinem Triumph beim Ironman Hawaii 2012 eine sechsjährige Erfolgsgeschichte der Australier in Kona ab. Andreas Raelert wird Zweiter.

Von > | 5. Oktober 2018 | Aus: SZENE

Pete Jacobs siegt beim Ironman Hawaii 2012.

Pete Jacobs siegt beim Ironman Hawaii 2012.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Das Jahr 2012 markiert das Debüt der Raelert Brothers: Erstmals stehen der ältere Andreas und der jüngere Michael gemeinsam am Start des Ironman Hawai. Ein Sponsor soll später eine Million US-Dollar Prämie für den Fall eines Doppelsiegs des Duos ausloben – dazu wird es jedoch wohl nicht mehr kommen.

Kienle mit Reifenpanne 

2012 jedenfalls gilt Andreas als Mitfavorit, muss jedoch einen ungewöhnlichen Rückstand beim Schwimmen aufholen. Ein anderer Deutscher präsentiert sich bei seinem Kona-Debüt dagegen in hervorragender Verfassung – nur ein Reifenschaden kann Sebastian Kienle in Führung liegend auf dem Queen Kaahumanu Highway ausbremsen. 

Jacobs holt sechsten Sieg in Folge für Australien

Dem Australier Pete Jacobs, im Vorjahr schon Zweiter hinter Landsmann Craig Alexander, reicht die zweitbeste Laufzeit, um Raelert, der Tagesbestzeit rennt, auf Distanz zu halten. Zum sechsten Mal in Folge geht der Titel nach Australien, Jacobs siegt in 8:18:37 Stunden mit fünf Minuten Vorsprung vor Andreas Raelert, dem Belgier Frederik van Lierde und Sebastian Kienle. Mit Faris Al-Sultan auf Platz fünf und Timo Bracht auf Platz sechs kommen vier Deutsche unter die ersten sechs Finisher.

Tajsich schnellste Läuferin

Bei den Frauen sieht es lange nach einem erneuten Sieg für die Schweiz aus: Natascha Badmann fährt die Tagesbestzeit auf dem Rad, Caroline Steffen führt lange auf der Marathonstrecke. Doch auf den letzten Kilometern pirscht sich die Britin Leanda Cave heran, die Steffen noch abfängt und nach 9:15:54 Stunden mit nur einer Minute Vorsprung gewinnt. Dritte wird die Australierin Mirinda Carfrae, die aber heute nicht die schnellste Läuferin ist – denn die heißt Sonja Tajsich, die in 2:59:26 Stunden als einzige unter der Drei-Stunden-Marke bleibt und Vierte wird.

Sonja Tajsich verpasst als Vierte das Podium nur um 64 Sekunden.

Sonja Tajsich verpasst als Vierte das Podium nur um 64 Sekunden.

Foto >Frank Wechsel / spomedis