Jan Frodeno gegen Patrick Lange beim Ironman Frankfurt

Die Ironman-EM in Frankfurt verzeichnet die zweite prominente Meldung: Neben dem aktuellen Weltmeister Patrick Lange hat auch dessen Vorgänger Jan Frodeno seine Startzusage gegeben.

Von > | 19. Dezember 2017 | Aus: SZENE

Jan Frodeno beim Ironman Hawaii 2017.

Jan Frodeno beim Ironman Hawaii 2017.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Sein Rücken soll seit dem herben Rückschlag beim Ironman Hawaii wieder besser mitspielen, seine Internetverbindung tat es nicht: Als Jan Frodeno sich am Dienstagabend im Facebook-Livevideo von Ironman den Fragen seiner Fans stellte, war die Leitung des zweimaligen Ironman-Weltmeisters, der sich derzeit in Australien aufhält, äußerst wackelig. Um die wichtigste Ansage des Abends durchzugeben, reichte es aber immerhin: Angesprochen auf seine Abwesenheit bei großen Meisterschaftsrennen abseits Hawaiis im Jahr 2017 erklärte Frodeno, dass sich das 2018 wieder ändern soll. Konkret plane der 36-Jährige mit den Ironman-Europameisterschaften in Frankfurt am 8. Juli 2018, wo Frodeno 2015 bereits gewonnen hatte und 2014 Dritter geworden war. Dort wird er voraussichtlich auch auf seinen Nachfolger als Ironman-Weltmeister treffen: Im Rahmen der sailfish-Night of the Year vor wenigen Wochen hatte auch Patrick Lange bereits erklärt, in Frankfurt - also nahe seines Zuhauses in Darmstadt - an den Start gehen zu wollen.

Auch zum diesjährigen Rennen auf Hawaii und den Problemen mit seinem Rücken, die ihn zu langen Gehpausen zwangen, äußerte sich der zweimalige Ironman-Weltmeister im Live-Video. "Ich hatte diese Probleme nie zuvor und nie wieder danach, an der Sitzposition hat es also nicht gelegen", meinte Frodeno. Auslöser sei der GPS-Transponder des Veranstalters gewesen. "Ich war dieses Jahr ja mit neuem Anzug unterwegs, und da liegt die Tasche innen im Anzug. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass dieser Transponder prähistorische Maße haben würde - der war etwa zweimal so groß wie ein iPhone", erzählte Frodeno. Weil der Anzug so eng anlag, habe der riesige Transponder seien Muskeln malträtiert, die in der Folge verhärtet seien und auf einen Nerv gedrückt hätten. "Ich habe danach mit einigen Profis geredet, die mir erzählten, im Laufe der Jahre schon ähnliche Probleme mit solchen Sendern gehabt zu haben", so Frodeno. "Natürlich war das letztlich mein Fehler. Es liegt in meiner Natur, dass ich immer alles bis ins kleinste Detail optimieren will - manchmal passiert dabei dann sowas."