Javier Gomez vor Langdistanz-Debüt

Am kommenden Wochenende wird Kurzdistanz-Weltmeister Javier Gomez seinen Einstand auf der Langdistanz geben. Beim Ironman Cairns in Australien könnte er die Hawaii-Qualifikation abhaken.

Von > | 7. Juni 2018 | Aus: SZENE

Am kommenden Wochenende wird Javier Gomez seine erste Langdistanz in Angriff nehmen.

Am kommenden Wochenende wird Javier Gomez seine erste Langdistanz in Angriff nehmen.

Foto >Challenge Wanaka/ Getty Images

Wenn man (auch in Profi-Kreisen) darüber spekuliert, wer dieses Jahr auf Hawaii besonders gute Karten haben könnte, fällt immer wieder ein Name: Javier Gomez. Für den fünffachen Kurzdistanz-Weltmeister aus Spanien steht die Saison 2018 voll im Zeichen des Ironman Hawaii. Am kommenden Wochenende erwartet den 35-Jährigen die Reifeprüfung für Kona: Beim Ironman Cairns, den Asia-Pazifik-Meisterschaften, wird Gomez das erste Mal die volle Distanz in Angriff nehmen und auf die Hawaii-Qualifikation schielen – man darf gespannt sein, wozu der laufstarke Spanier fähig ist. Die Saison und Vorbereitung liefen für Gomez bisher ohne Probleme. Im europäischen Winter startete Gomez seine Saison mit einem Formtest im Rahmen der Challenge Wanaka, wo er das Mitteldistanz-Rennen für sich entscheiden konnte. Überlegene Sieg beim Cannes Triathlon und dem Ironman 70.3 Barcelona folgten in den vergangenen Wochen.

Gomez, der Gejagte

Konkurrenz bekommt Gomez reichlich: Kyle Buckingham aus Südafrika, der im Frühjahr den Ironman Südafrika gewinnen konnte, könnte ihm auf der Laufstrecke durchaus Paroli bieten. Cameron Wurf, der auf der Startliste steht, aber von dem man nicht genau weiß, ob er auch startet, könnte zusammen mit Terenzo Bozzone (NZL), der zuletzt auf Hawaii trainierte, das Rennen auf dem Rad schnell machen und Gomez schon früh fordern. Auch Tim Reed (AUS) könnte ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Beim Ironman 70.3 Oceanside lief er nur 23 Sekunden langsamer als Lionel Sanders und eineinhalb Minuten langsamer als Jan Frodeno. Außerdem auf der Rechnung haben sollte man: Luke McKenzie (AUS), Braden Currie (NZL), Tim O'Donnell (USA) und Tim Van Berkel (AUS).

Anja Beranek auf Punktejagd

Die einzige deutsche Profi-Athletin auf der Startliste für den Ironman Cairns ist Anja Beranek. Die 33-Jährige rangiert derzeit mit 2.000 Punkten auf Rang 56 im Kona-Pro-Ranking und könnte mit einer Top-Platzierung bei der Asia-Pazifik-Meisterschaft ihr Konto deutlich aufbessern. Die Chancen stehen hierfür nicht schlecht. Denn bei ihrem dritten Platz beim Ironman 70.3 in St. Pölten hinter Helle Frederiksen und Siegerin Laura Philipp zeigte Beranek bereits, dass ihre Formkurve weiter nach oben zeigt. Ein Selbstläufer wird das Rennen am kommenden Wochenende allerdings nicht. Hochkaräter wie Sarah Crowley (AUS) und Lauren Brandon (USA) haben sich angekündigt. Zudem visiert die Australierin Mirinda Carfrae, die ihren letzten Ironman 2016 auf Hawaii absolvierte und im Anschluss eine Babypause einlegte, einen Start im Norden Queenslands an. Damit greift die dreifache Ironman-Weltmeisterin nach ihrer Auszeit erstmals wieder auf der Langdistanz ins Renngeschehen ein und könnte den Wettkampf durch ihre Laufstärke bis zuletzt spannend gestalten.