Justus Nieschlag feiert ersten Weltcupsieg

Justus Nieschlag unterstreicht einmal mehr, dass er der derzeit beste deutsche Kurzdistanz-Triathlet ist. In Spanien sichert sich der Niedersachse den ersten Weltcupsieg seiner Karriere.

Von > | 24. September 2017 | Aus: SZENE

Justus Nieschlag

Justus Nieschlag

Foto >Janos Schmidt / triathlon.org

Justus Nieschlag bleibt der größte sportliche Lichtblick im gebeutelten deutschen Triathlonteam auf der Kurzdistanz - und das, obwohl es ihm der eigene Verband, der ihn für die Mixed Relay in Hamburg und das Grand Final in Rotterdam nicht berücksichtigt hatte, in diesem Jahr nicht immer leicht gemacht hat. Nur eine Woche nach jenem Grand Final der World Triathlon Series hat der vom ehemaligen Bundestrainer Dan Lorang gecoachte Niedersachse seine Antwort darauf auf eine Weise gegeben, die ihm im zweiten Halbjahr der Saison 2017 besonders gut liegt: sportlich.

Nieschlag stets ungefährdet 

Bei dem Weltcuprennen über die olympische Distanz im spanischen Huelva startete Nieschlag so souverän ins Rennen, wie man es von ihm speziell in eben dieser zweiten Saisonhälfte häufig gesehen hat. Beim Schwimmen hatte er keine Probleme, mit der Spitze des Feldes mitzuhalten. Er stieg als Zweiter aus dem Wasser und schaffte somit den Sprung in eine elf Mann große Spitzengruppe, die sich auf den 40 Radkilometern gegen die weiteren Verfolger wehrte. Rund 50 Sekunden trennten diese Führenden zum Start der zehn Laufkilometer von den nächsten Verfolgern, um die Nieschlag sich nun keine Sorgen mehr machen musste.

Auch die übrigen Konkurrenten kamen gegen Nieschlag, der sich mit einem gewohnt schnellen Wechsel prompt an die Spitze setzte, beim Laufen nicht an. Mit über 30 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Kevin McDowell (USA), eine Minute vor dem Dritten Uxio Abuin Ares (ESP) und mit dem zweitschnellsten Lauf aller Teilnehmer sicherte sich der 25-Jährige den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. "Das war ein geiles Rennen", urteilte er im Ziel.

Die übrigen deutschen Teilnehmer würden dafür vermutlich andere Worte finden. Jonathan Zipf beendete den Wettkampf auf dem 26., Lasse Lührs auf dem 31. Rang. Sophia Saller, die einzige weibliche deutsche Teilnehmerin, stürzte auf der Radstrecke, kämpfte sich beim Sieg der Tschechin Vendula Frintova aber noch auf den 13. Rang.