Gomez, Amberger und "Super-Mums" wieder im Renngeschehen

Die Triathlonsaison 2019 nimmt Fahrt auf. Auch am Sonntag werden beim Ironman 70.3 Geelong einige Athleten die Winterpause beenden. Javier Gomez und Josh Amberger werden an den Start gehen. Der Vorjahressieger Sam Appleton scheidet wegen einer Knieverletzung aus.

Von > | 15. Februar 2019 | Aus: SZENE

Javier Gomez wird in Geelong seine Saison beginnen. Kann er sich den gewünschten Slot für die Ironman-70.3-WM im September sichern?

Javier Gomez wird in Geelong seine Saison beginnen. Kann er sich den gewünschten Slot für die Ironman-70.3-WM im September sichern?

Foto >JOSÉ LUIS HOURCADE

Am Wochenende sind alle Augen auf das andere Ende der Welt gerichtet, wenn beim Ironman 70.3 im australischen Geelong am Sonntag um 7 Uhr Ortszeit der Startschuss fällt. Ein Blick auf die Startliste verspricht ein spannendes Rennen. Bei den Männern wird es für die Australier Josh Amberger, Craig Alexander und Tim van Berkel ein Heimspiel. Auch Javier Gomez hat gemeldet.

Der Spanier geht zum ersten Mal in Geelong an den Start und wird dort auch das erste Rennen der Saison bestreiten. Der fünffache ITU-Champion will in diesem Jahr bei der Ironman-70.3-WM in Nizza dabei sein und den Ironman 70.3 in Geelong zur Qualifikation nutzen. Länger wird es aber zunächst nicht mehr, denn Gomez wird sich wieder verstärkt auf die Kurzdistanz fokussieren – allen voran auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, weshalb er 2019 mit drei WTS-Starts geplant hat.

Sam Appleton konnte das Rennen in den vergangenen beiden Jahren für sich entscheiden. Am Sonntag wird er wegen einer Knieverletzung auf einen Start verzichten, wie er bei Instagram bekanntgab. 

Josh Amberger hat mit dem Ironman 70.3 Geelong noch eine Rechnung offen. Der 29-jährige Überschwimmer musste sich in den letzten beiden Jahren in mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii kam er wegen einer Überlastung des Iliotibialbandes nicht ins Ziel und nahm sich danach eine längere Auszeit vom Sport. Für Amberger stellt das Rennen am Sonntag also nicht nur den Saisonstart dar, sondern auch ein Comeback ins allgemeine Renngeschehen.

Mit Craig Alexander wird ein „alter Hase“ an den Start gehen. Der 45-Jährige ist seit 2002 im Profigeschäft und konnte seitdem insgesamt fünf Weltmeistertitel verbuchen – drei davon beim Ironman Hawaii (2008, 2009, 2011) und zwei bei den Ironman-70.3-Weltmeisterschaften (2006, 2011).

Auch Tim van Berkel sollte man auf dem Schirm haben. Er ist zuletzt 2017 in Geelong gestartet, wo er den siebten Platz belegte. Beim Ironman Hawaii im vergangenen Jahr wurde er Zwölfter.

Super-Mums wieder im Rennen

Beim Rennen der Frauen kann sogar von zwei Comebacks gesprochen werden. Radka Kahlefeldt und Caroline Steffen haben Anfang 2018 Nachwuchs bekommen und starten nun wieder voll durch. Für beide ist es jedoch nicht das erste Rennen als Mutter. Kahlefeldt (CZE) gewann im vergangenen Jahr den Ironman 70.3 auf den Philippinen mit fast zehn Minuten Vorsprung – Tochter Ruby war zu diesem Zeitpunkt elf Wochen alt.

Caroline Steffen siegte im Dezember vergangenen Jahres beim Ironman Western Australia. Mitten in der Stillzeit ihres Sohnes Xander legte die Schweizerin dort einen neuen Streckenrekord hin. Von nun an wird sie sich auf die Weltmeisterschaft in Kona fokussieren.

Die Dritte im engeren Kreis der Favoritinnen ist die Australierin Ellie Salthouse. Die junge Athletin bringt mit ihren 25 Jahren bereits einiges an Erfahrung auf der 70.3-Distanz mit. Dort ist sie seit 2016 auf der Strecke, vorher bestritt sie seit ihrem 17. Lebensjahr ITU-Rennen als Profi. Bei der Ironman-70.3-WM 2018 in Südafrika belegte sie den achten Platz.