Kienle gewinnt Challenge Turku

Beim Challenge-Rennen in Finnland wurde Sebastian Kienle seiner Favoritenrolle gerecht und konnte die Mitteldistanz für sich entscheiden. Bei den Frauen ging der Sieg nach Großbritannien.

Von > | 13. August 2018 | Aus: SZENE

Mit einer Gesamtzeit von 3:38:09 Stunden konnte Sebastian Kienle die Challenge Turku 2018 für sich entscheiden.

Mit einer Gesamtzeit von 3:38:09 Stunden konnte Sebastian Kienle die Challenge Turku 2018 für sich entscheiden.

Foto >José Luis Hourcade

Nach seinem Höhentrainingslager in Livigno (Italien) entschied sich Sebastian Kienle dafür, seine beide letzten Testwettkämpfe vor dem Ironman Hawaii bei der Challenge Turku und der Challenge Walchsee durchzuführen. Hinter das erste der beiden Rennen kann der Ironman-Weltmeister von 2014 nun einen Haken machen. Im finnischen Turku präsentierte sich Kienle über die Mitteldistanz stark und wurde seiner Favoritenrolle absolut gerecht, indem er sich mit einer Gesamtzeit von 3:38:09 Stunden den Titel sicherte. Dabei verlief das Rennen für den Roth-Sieger 2018 wie so häufig: Nach einem eher durchwachsenden Schwimmen verlor Kienle etwas mehr als drei Minuten auf die Spitze um den amtierenden ITU-Langdistanz-Weltmeister Pablo Dapena aus Spanien.

Auf dem Rad stellte der Deutsche dann aber schnell klar, dass er in einer eigenen Liga spielt: Mit über 45 Kilometern pro Stunde raste Kienle in 1:55:32 Stunden über den 89,5 Kilometer langen Radkurs und setzte sich von all seinen Konkurrenten ab. Auch beim abschließenden Halbmarathon ließ der zweifache Ironman-70.3-Weltmeister nichts mehr anbrennen. Mit der zweitschnellsten Laufzeit des Tages in 1:12:10 Stunden brachte er seinen Vorsprung solide ins Ziel und lief 4:12 Minuten vor Pablo Dapena ein. Das Podium komplettierte Daniel Bækkegård (DNK) mit einer Zeit von 3:44:41 Stunden, was einen Rückstand von 6:32 Minuten bedeutete. Die deutschen Athleten Markus Hörmann (3:53:50 Std.), Per Van Vlerken (3:54:37 Std.) und Marc Unger (3:57:24 Std.) landeten auf den Rängen neun, zehn und elf. 

Lewis vor Morris und Van Vlerken

Im Frauenrennen ging es derweil knapper zur Sache: Durch den schnellsten Halbmarathon des Tages (1:23:16 Stunden) konnte sich Sarah Lewis (GBR) den Sieg vor Kerry Morris aus Australien sichern. Die Britin kam nach 4:11:56 Stunden ins Ziel und gewann das Rennen mit 53 Sekunden Vorsprung. Auf Rang drei landete Yvonne Van Vlerken, die nach 4:14:37 Stunden einlief und damit 2:41 Minuten Rückstand auf Lewis hinnehmen musste. Das Profirennen der Damen fand ohne deutsche Beteiligung statt.