Kienle trifft bei The Championship auf starke Konkurrenz

Nach zwei zweiten Plätzen in den Vorjahren versucht Sebastian Kienle sich am Wochenende bei The Championship im dritten Anlauf endlich den Titel zu sichern. Dabei trifft er auf starke internationale Konkurrenz.

Von > | 29. Mai 2019 | Aus: SZENE

2018 scheiterte Sebastian Kienle in Samorin beim Laufen knapp an Lionel Sanders. Ob der 34-Jährige im dritten Anlauf den Titel bei The Championship gewinnen kann?

2018 scheiterte Sebastian Kienle in Samorin beim Laufen knapp an Lionel Sanders. Ob der 34-Jährige im dritten Anlauf den Titel bei The Championship gewinnen kann?

Foto >Simon Müller / spomedis

Als er seine Saisonplanung bekannt gab, legte Sebastian Kienle das Rennen bei „The Championship“ im Rahmen der Challenge Samorin als erstes großes Saison-Highlight fest. In den vergangenen beiden Jahren fand Kienle in der Slowakei seinen Meister jeweils in Person von Lionel Sanders und belegte zweimal den zweiten Platz hinter dem Kanadier. Umso größer sei der Ehrgeiz, im dritten Anlauf nun endlich den Titel zu gewinnen, wie Sebastian Kienle selbst auf seinem YouTube-Kanal betont. Die Vorzeichen stehen gut, die Achillessehen-Verletzung, die ihn beim Ironman Hawaii 2018 zum Aussteigen zwang, scheinen keine Rolle mehr zu spielen. Bei seinen ersten beiden Rennen in diesem Jahr beim Ironman 70.3 St. George und der Challenge Heilbronn bewies der frisch gebackene Deutsche Meister über die Mitteldistanz, dass die Form stimmt und er nach seiner Verletzung nicht nur wieder schnell, sondern auch verletzungsfrei laufen kann. In Anbetracht dieser Ergebnisse dürfte der 34-Jährige auch in Samorin als Favorit gelten.

Die Liste der starken Konkurrenten, die nicht nur um eine Podiumsplatzierung kämpfen, sondern Kienle an einem guten Tag auch den Sieg streitig machen könnten, ist trotz der verletzungsbedingten Abwesenheit von Lionel Sanders lang: Dazu gehören unter anderem die beiden US-Amerikaner Ben Kanute und Rodolphe Von Berg. Kanute, der sich in erster Linie auf die Kurzdistanz konzentriert, aber 2017 bereits Zweiter bei der Ironman-70.3-WM wurde, stellte sein Können über die Mitteldistanz dieses Jahr bereits mit einem Sieg beim Ironman 70.3 Oceanside unter Beweis. Rodolphe Von Berg wurde bei diesem Rennen Zweiter und gewann einige Wochen später den Ironman 70.3 St. George, bei dem sich Sebastian Kienle bedingt durch eine Zeitstrafe mit Platz sieben begnügen musste. Zum Favoritenkreis zählen außerdem Adam Bowden (GBR), der dieses Jahr schon den Ironman 70.3 Dubai für sich entscheiden konnte, Radrakete Cameron Wurf (AUS), Joe Skipper (GBR), Mauricio Mendez (MEX) und Pieter Heemeryck (BEL), die ebenfalls auf der Startliste stehen und der Hawaii-Dritte von 2018, David McNamee (GBR). Ein weiteres deutsches Quartett könnte ebenfalls ein Wörtchen um die Podiumsplatzierungen mitreden: Florian Angert, der 2018 in Samorin Platz drei belegte, Andreas Dreitz, Maurice Clavel und Youngster Frederic Funk sind bei The Championship ebenfalls am Start. 

 

Haug und Bleymehl gegen Charles-Barclay 

Im Frauenrennen bei The Championship geht Lucy Charles-Barclay erneut als Topfavoritin ins Rennen, nachdem sie den Wettkampf in Samorin 2017 und 2018 bereits für sich entscheiden konnte und sicherlich auch in diesem Jahr von Beginn an einen deutlichen Vorsprung beim Schwimmen erzielen wird. Als eine der stärksten Konkurrentinnen gilt Anne Haug, die 2018 auf Rang zwei landete und 2019 mit einem zweiten Platz beim Ironman 70.3 Dubai in die Saison startete. Im Vorjahr reichte eine rasante Aufholjagd auf der Laufstrecke für Haug nicht, um Lucy Charles noch einzuholen. Hinzu kommen zum Kreis der Favoritinnen aus Deutschland die Deutsche Meisterin über die Mitteldistanz, Daniela Bleymehl, und Anja Ippach. Als internationale Kandidatinnen für eine Podiumsplatzierung oder sogar einen Sieg kommen außerdem Radka Kahlefeldt (CZE) und Ellie Salthouse (USA) infrage.