Kienle trifft bei Saisoneinstieg auf Hoffman und Aernouts

Am Wochenende gibt Sebastian Kienle seinen Saisoneinstieg beim Ironman 70.3 St. George. Trotz seiner Verletzungsprobleme und eines starkes Feldes peilt der 34-Jährige seinen ersten Sieg in Utah an.

Von > | 3. Mai 2019 | Aus: SZENE

2019 geht Sebastian Kienle zum sechsten Mal beim Ironman 70.3 St. George an den Start (Archivbild).

2019 geht Sebastian Kienle zum sechsten Mal beim Ironman 70.3 St. George an den Start (Archivbild).

Foto >Michael Rauschendorfer

Bereits in den vergangenen Wochen gaben viele der weltbesten Athleten auf der Mittel- und Langdistanz bei den ersten großen Rennen des Jahres ihren Saisoneinstieg. Auch dieses Wochenende geht es mit großen Namen weiter: Beim Ironman 70.3 St. George in Utah bestreitet unter anderem Sebastian Kienle seinen ersten Wettkampf in diesem Jahr. Der Roth-Sieger aus dem vergangenen Jahr und Ironman-Weltmeister von 2014 musste über den Winter aufgrund seiner Achillessehnenprobleme, die zu einem DNF beim Ironman Hawaii 2018 führten, eine Zwangspause im Laufen von etwas mehr als zwei Monaten einlegen. In Zusammenarbeit mit seinem neuen Coach Philipp Seipp bereitete sich Kienle unter anderem im Trainingslager auf Fuerteventura und in Girona auf die Saison vor und stieg Anfang Januar wieder behutsam ins Lauftraining ein. 

Trotz seines eingeschränkten Trainings in der dritten Disziplin peilt Kienle seinen lang ersehnten ersten Sieg in Utah an. Zum siebten Mal ist der 34-Jährige in St. George beim Rennen dabei, einmal davon schaffte er es nicht an die Startlinie. Im sechsten Anlauf soll es nun mit dem Sieg klappen, nachdem Kienle beim Rennen um die nordamerikanische Kontinentalmeisterschaft bereits zweimal Zweiter und einmal Dritter wurde. Im Kampf um den Sieg wird es Kienle allerdings auch in diesem Jahr alles andere als leicht gemacht, denn das Profifeld in St. George ist traditionell stark besetzt. Und das, obwohl die ganz großen Namen der Sieger aus den vergangenen Namen fehlen, unter denen sich unter anderem Lionel Sanders, Alistair Brownlee, Jan Frodeno und Tim Don befinden.  

Hoffman, Aernouts und Von Berg mit Siegchancen

Starke Konkurrenz bekommt Sebastian Kienle vom Ironman-Südafrika-Sieger aus diesem Jahr, Ben Hoffman (USA). Auch der Hawaii-Zweite und Ironman-Hamburg-Sieger von 2018, Bart Aernouts (BEL), ist mit von der Partie. Siegchancen kommen außerdem dem jungen Amerikaner Rodolphe Von Berg zu, der 2018 drei Ironman-70.3-Rennen für sich entschied. Auch der ehemalige Kurzdistanzler Eric Lagerstrom (USA) dürfte ein Wörtchen um den Sieg mitzureden haben. Vordere Platzierungen haben außerdem auch Tyler Butterfield (BER), Joe Gambles (AUS), Trevor Wurtele und Jackson Laundry (beide CAN) im Auge. Das Rennen der Männer startet am Samstag, den 4. Mai, um 6:50 Uhr Ortszeit (14:50 Uhr MEZ).

Holly Lawrence schielt auf zweiten Ironman-70.3-Sieg des Jahres

Im Rennen der Frauen kommt die Favoritinnenrolle eindeutig Holly Lawrence (GBR) zu. Die Ironman-70.3-Weltmeisterin von 2016 gewann in diesem Jahr bereits den Ironman 70.3 Dubai und wurde Zweite beim Ironman 70.3 Oceanside, wo sie sich nur Daniela Ryf geschlagen geben musste. Konkurrenz bekommt die 29-Jährige von Heather Jackson (USA), Paula Findlay (CAN), Sarah Piampiano (USA) und Heather Wurtele (CAN). Auch Jocelyn McCauley, Linsey Corbin und Haley Chura (alle USA) sind für Top-Platzierungen gut. Das Frauenrennen findet ohne deutsche Beteiligung statt, für die Schweiz geht Sabrina Stadelmann ins Rennen. 

Nach ihrem Sieg beim Ironman 70.3 Dubai in diesem Jahr will Holly Lawrence nun auch den Ironman 70.3 St. George für sich entscheiden.

Nach ihrem Sieg beim Ironman 70.3 Dubai in diesem Jahr will Holly Lawrence nun auch den Ironman 70.3 St. George für sich entscheiden.

Foto >Bahrain Endurance 13