Kienle trifft in Texas auf Starykowicz und Kanute

Knapp zwei Wochen nach seinem Ausflug zum Mountainbike-Rennen "Cape Epic" kehrt Sebastian Kienle ins Triathlon-Renngeschehen zurück. In Texas bekommt er es mit mehreren starken Radfahrern zu tun.

Von > | 4. April 2018 | Aus: SZENE

Sebastian Kienle startet beim Ironman 70.3 Texas.

Sebastian Kienle startet beim Ironman 70.3 Texas.

Foto >Korupt Vision

Sebastian Kienles Kilometerkonten sind nicht nur im Schwimmen, Radfahren und Laufen beeindruckend, sondern in der jüngeren Vergangenheit auch, was das Reisen angeht. Speziell in den letzten eineinhalb Wochen hat der Weltmeister eine beträchtliche Zeit in Flugzeugen verbracht: Nachdem er am 26. März das einwöchige Mountainbike-Etappenrennen "Cape Epic" in Südafrika gemeinsam mit dem US-Triathleten Ben Hoffman erfolgreich abschloss - wo sie im Kräftemessen mit den weltbesten Mountainbikern zwar natürlich keine Siegchancen hatten, sich trotz Verdauungsproblemen aber eine Menge Respekt unter den Offroad-Spezialisten sicherten -, ging es für den Ironman-Weltmeister zunächst zurück nach Deutschland, wo er in dieser Woche der Challenge-Pressekonferenz zur Verkündung des Startfeld bei der Challenge Roth beiwohnte. Tags darauf postete Kienle auf Instagram schon wieder ein Foto aus dem Flieger, diesmal auf dem Weg in die Vereinigten Staaten. Denn dort wird der Mühlackerer am Wochenende zu seinem "Tagesgeschäft" zurückkehren und beim Ironman 70.3 Texas starten.

Carfrae kehrt zurück

Um in den Eröffnungs- und Schlussdisziplinen nicht zu viel Boden zu verlieren, haben Hoffman und Kienle nämlich sogar während des strapaziösen Mountainbike-Rennens noch Sonderschichten geschoben und waren in der Rennwoche mehrfach Schwimmen und Laufen. Um in Texas eine Chance auf den Sieg zu haben, wird es für Kienle mit guten Radbeinen allein schließlich nicht getan sein. Für solche ist nämlich auch Andrew Starykowicz (USA) bekannt, der sich ebenfalls für das Rennen angekündigt hat und ein echtes Überraschungspaket ist - speziell, was das Laufen angeht. Der Amerikaner, dessen Laufstil das dunkelhumorige Portal "trs triathlon" einmal mit dem eines Roboters verglich, der sich in die Hosen gemacht hat, ist in der Abschlussdisziplin von soliden Leistungen bis hin zu Wandertouren für alles zu haben. Und dann wird Radrakete Starykowicz nicht einmal Kienles einziger Konkurrent sein: Auch der schon einmal wegen eines Dopingvergehens gesperrte Österreicher Michael Weiss, Matthew Russell (USA), Ironman-70.3-Vizeweltmeister Ben Kanute (USA), Cody Beals (CAN) und Andreas Giglmayr (AUT) haben für das Rennen gemeldet. Aus Deutschland haben sich außerdem Marc Dülsen, Per Bittner und David Breuer angekündigt.

Auch auf Frauenseite hat es das Startfeld in Texas in sich. Speziell die Rückkehr von Mirinda Carfrae (AUS) ins Renngeschehen dürften viele Konkurrentinnen gespannt verfolgen: Die Australierin war im August Mutter geworden, will sich über den Ironman Cairns aber wieder für den Ironman Hawaii qualifizieren und dort um ihren vierten Sieg kämpfen. Starke Gradmesser bekommt Carfrae in Texas unter anderem durch Kimberley Morrison (GBR), Melissa Hauschildt (AUS), Heather Wurtele (CAN), Linsey Corbin (USA) und Angela Naeth (CAN).