Kienles vorletzter Formtest vor Hawaii

Acht Wochen vor Ironman-WM auf Hawaii bestreitet Sebastian Kienle im finnischen Turku mit dem Mitteldistanzrennen sein vorletztes Rennen vor dem Saisonhöhepunkt. Alles andere als ein Sieg des 34-Jährigen bei dem Wettkampf an der Südwestküste Finnlands wäre eine große Überraschung.

Von > | 8. August 2018 | Aus: SZENE

Sebastian Kienle möchte auf Hawaii wieder angreifen: Die letzten Tests dafür bestreitet er in Finnland und Österreich.

Sebastian Kienle möchte auf Hawaii wieder angreifen: Die letzten Tests dafür bestreitet er in Finnland und Österreich.

Foto >Korupt Vision

Dass der Hawaii-Champion von 2014 in diesem Jahr auf Big Island auch wieder um den Sieg mitreden möchte und dass er dazu auch in der Lage ist, hat Kienle bereits mit seinem Triumph bei der Challenge Roth im Juli bewiesen. Eine Woche später konnte er dann entspannt als Co-Moderator im Fernsehen mitverfolgen, wie sich seine beiden größten deutschen Konkurrenten Jan Frodeno und der amtierende Hawaii-Sieger Patrick Lange bei Ironman-EM in Frankfurt duelliert haben. Nur wenige Tage später zeigt sich der WM-Vierte aus dem vergangenen Jahr in den sozialen Netzwerken bei seinen Trainingseinheiten im italienischen Livigno. An diesem Sonntag tauscht er jedoch die Alpen gegen die Landschaft rund um die finnische Stadt Turku ein. Als letzter Test steht für Kienle dann die Challenge Walchsee in Österreich am 2. September an.

Größter Konkurrent um den obersten Podestplatz bei dem Rennen in Finnland ist wohl der Spanier Pablo Dapena Gonzalez, der unter anderem im April bei der Challenge Gran Canaria auf sich aufmerksam machte, als er Patrick Lange, Andreas Böcherer und den frisch gekürten Ironman Hamburg Sieger Bart Aernouts auf die hinteren Plätze verwies. Knappe drei Monate später sicherte sich Dapena Gonzalez den Titel bei der ITU-Langdistanz-WM im dänischen Odense. In der ersten Disziplin wird aller Voraussicht nach der starke Schwimmer Eric Watson aus Bahrain das Tempo angeben, mit dem Rennausgang wohl aber wenig zu tun haben. Beim Kampf um die Podiumsplätze ist neben dem Russen Ivan Kalashnikov auch Evert Scheltinga vorne dabei. Aus dem deutschen Lager gehen neben Per Van Vlerken noch Marc Unger und Markus Hörmann in Turku an den Start. 

Bei den Profi-Damen ist der Kampf um den Sieg wohl nicht ganz so eindeutig, wie bei den Herren. Als Mitfavoriten gilt neben der Niederländerin Yvonne Van Vlerken unter anderem die Australierin Kerry Morris.