Happy End für Sanders und True, neue Deutsche Meister in Beilngries und Fotofinish in Tokio

Kona-Ticket für Sanders und True, Mixed-Relay beim Testevent in Tokio und neue deutsche Meister in der Altersklasse auf der Kurzdistanz und im Xterra Cross-Triathlon – die Ergebnisse vom Wochenende im Überblick.

Von > | 19. August 2019 | Aus: SZENE

Trotz langer Verletzungspause konnte sich Lionel Sanders den Kona-Slot sichern.

Trotz langer Verletzungspause konnte sich Lionel Sanders den Kona-Slot sichern.

Foto >Kevin Mackinnon

Siege für Cody Beals und Carrie Lester beim Ironman Mont-Tremblant

Mit einigen Minuten Rückstand kam Cody Beals hinter dem Kanadier Antoine Jolicoeur Desroches aus dem Wasser und setzte auf dem Rad zur Verfolgung an. Die Augen der meisten Zuschauer waren jedoch auf Landsmann Lionel Sanders gerichtet, der sich in diesem Rennen noch für den Ironman Hawaii qualifizieren musste. Sanders folgte Beals kurze Zeit später und setzte auf dem Rad sofort zur Verfolgung an. Bei Kilometer 60 hatten Beals und Sanders den Führenden Desroches eingeholt und setzten sich an die Spitze. Kurze Zeit später zog Sanders das Tempo weiter an und konnte einen fünfminütigen Vorsprung auf Beals in die zweite Wechselzone bringen. Nach der Hälfte des Marathons musste Sanders seiner gerade auskurierten Hüftverletzung Tribut zollen und Beals ziehen lassen. Beals, der schon im Vorjahr siegte, gewann auch in diesem Jahr und stellte in 7:58:34 Stunden einen neuen Streckenrekord auf. Lionel Sanders kam nach 8:05:38 Stunden als Zweiter ins Ziel und sicherte sich somit seinen Kona-Slot. Nathan Killiam komplettierte das Podium in 8:29:15 Stunden.

Im Frauenrennen waren alle Augen auf Sarah True gerichtet, die beim Ironman Frankfurt kurz vor der Zielgeraden zusammenbrach und damit nicht nur den Sieg, sondern auch das Kona-Ticket verpasste. Auch für sie war es in Mont-Tremblant die letzte Chance, um sich für Kona zu qualifizieren. Mit über einer Minute Vorsprung kam True nach dem Schwimmen gemeinsam mit Meredith Kessler aus dem Wasser. Den Rückstand fuhr Carrie Lester auf dem Rad schnell zu und setze sich an die Spitze. Mit fast 15 Minuten Vorsprung auf True kam sie in T2 und gab auch auf der abschließenden Laufstrecke die Führung nicht mehr her. Lester gewann das Rennen, ebenfalls mit Streckenrekord, in 8:48:26 Stunden. Da Carrie Lester bereits für Hawaii qualifiziert war, reichte Sarah True der zweite Platz, um sich für die Weltmeisterschaft im Oktober zu qualifizieren. Diesen erreichte sie nach einem durchwachsenen Marathon in 9:04:31 Stunden. Dritte wurde die Amerikanerin Jodie Robertson mit einer Zielzeit von 9:16:16 Stunden.

Fotofinish beim Mixed Relay in Tokio

Das Testevent in Tokio hätte spannungsgeladener kaum sein können. Auch das Team-Mixed-Relay, das am vergangenen Sonntag ausgetragen wurde, enttäuschte die Zuschauer und Fans nicht. Eine Weile schien es, als würde Großbritannien das Rennen von Beginn an dominieren. Jessica Learmonth kam als Führende aus dem Wasser und schloss sich auf dem Rad schnell mit der Amerikanerin Summer Rappaport zusammen. Hier schaffte sie es aber nach einer halben Runde auszubrechen und mit einer 15-Sekunden-Führung auf Rappaport und etwa 30 Sekunden auf die Verfolgergruppe, in der sich auch die Deutsche Laura Lindemann und die Französin Cassandre Beaugrand befanden, an Gordon Benson zu übergeben. Benson, sowie die dritte Starterin Georgia Taylor-Brown schafften es, die Führung zu halten. Die Verfolgergruppe mit den Athleten aus den USA, Deutschland, Italien und Frankreich verkürzte den Rückstand jedoch. In den finalen Lauf gingen die Briten mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Frankreich und nur wenige vor dem amerikanischen Team. Nach dem Rad gingen der Franzose Dorian Coninx, Ben Kanute (USA) und der als sehr schneller Läufer bekannte Alex Yee gemeinsam auf die Laufstrecke. Yee setzte sich sofort an die Spitze des Feldes, Coninx konnte dranbleiben, Kanute musste abreißen lassen.

In einem spannenden Endsprint lieferten sich Yee und Coninx ein Fotofinish, das der Franzose für sich entscheiden konnte. Das französische Team gewann in 1:26:33 Stunden vor dem Team aus Großbritannien (ebenfalls 1:26:33 Stunden). Das Podium komplettierte das amerikanische Team in 1:27:09 Stunden. Das deutsche Team konnte den Anschluss an die Konkurrenz nicht halten und beendete das Mixed-Relay-Rennen in einer Zeit von 1:29:01 Stunden auf Platz zehn.

24 neue Altersklassen-Meister über die Kurzdistanz in Beilngries

Am Samstag wurden im oberbayrischen Beilngries die deutschen Meisterschaften der Altersklassen über die Kurzdistanz ausgetragen. Nach 1,5 Kilometern Schwimmen durch den Main-Donau-Kanal, 39,2 Kilometern auf dem Rad und einem abschließenden zehn Kilometern langen Lauf konnten sich diese 24 Athleten über den Altersklassen-Meistertitel freuen. Hier sind die deutschen Meister in der Übersicht: 

Platz

Altersklasse

Name

Gesamtzeit

1

MJUN

Laurin Wehrle

2:05:49

1

WJUN

Nina Heidemann

2:18:20

1

M20

Philipp Dressel-Putz

1:54:21

1

W20

Lena Gottwald

2:02:10

1

M25

Timo Schmitz

1:53:06

1

W25

Elena Illeditsch

2:04:26

1

M30

Daniel Rapp

2:00:31

1

W30

Kimberly Miller

2:09:21

1

M35

Hendrik Becker

1:57:55

1

W35

Stefanie Stadler

2:14:01

1

M40

Michael Lik

1:56:36

1

W40

Renate Forstner

2:09:31

1

M45

Oliver Dr. Rau

2:00:06

1

W45

Astrid Zunner

2:15:05

1

M50

Udo Van Stevendaal

1:56:40

1

W50

Gabriele Keck

2:19:17

1

M55

Gerhard Dobmeier

2:08:54

1

W55

Gabriela Harnischfeger

2:22:55

1

M60

Frank Bachinger

2:08:54

1

W60

Ingrid Patzak

2:50:09

1

M65

Lothar Stall

2:17:27

1

W65

Christiane Göttner

3:01:26

1

M70

Manfred Theis

2:30:47

1

M75

Roland Gebert

3:01:21

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Arthur Serrieres und Helena Erbenová Karásková gewinnen beim XTerra Germany

Ein französischer Sieger und eine tschechische Siegerin gab es beim Xterra im deutschen Zittau: Den Sieg im Wettkampf der Männer sicherte sich Arthur Serrieres (2:35:43 Stunden) vor dem Deutschen Jens Roth (2:36:46 Stunden), der sich auch den deutschen Meistertitel sicherte. Dritter wurde der Tscheche Lukas Kocar (2:37:02 Stunden). Das Rennen der Frauen entschied Helena Erbenová Karásková (3:02:49 Stunden) vor der Französin Loanne Duvoisin (3:03:01 Stunden) und der Schweizerin Ladina Buss (3:08:03 Stunden) für sich. Als einzige deutsche Starterin sicherte sich Maria Döring in 3:24:48 Stunden den deutschen Meistertitel.