Kramer und Riesler in Malaysia, Moldan in China

Die frühen Vögel schielen bereits nach Hawaii: In Malaysia können die Profis um Christian Kramer und Mareen Hufe einen großen Schritt in Richtung Big Island schaffen. Die klimatischen Bedingungen sorgen aber für einen Härtetest.

Von > | 9. November 2017 | Aus: SZENE

Christian Kramer kann es - wie hier bei Rang drei in Wales 2017 - bei Kälte. Und in der malaysischen Hitze?

Christian Kramer kann es - wie hier bei Rang drei in Wales 2017 - bei Kälte. Und in der malaysischen Hitze?

Foto >Getty Images for IRONMAN

Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit auf Hawaii haben schon vielen Triathleten zu schaffen gemacht. Doch in Malaysia, erklärte Diana Riesler einmal im Interview, sei beides häufig sogar noch deutlich schlimmer. Wenn es jemand wissen muss, dann ist es die Deutsche: Im Jahr 2008 absolvierte sie in Malaysia noch als Agegrouperin ihren ersten Ironman, und seitdem das Rennen 2014 nach einer mehrjährigen Pause wieder in den Kalender aufgenommen wurde, ist sie dort ungeschlagen. Geht es nach Riesler, soll das auch so bleiben. Zumindest hat die 33-Jährige erneut für den Wettkampf gemeldet und könnte mit ihrem vierten Sieg hintereinander die alleinige Rekordhalterin beim Ironman Malaysia werden, den neben ihr auch Belinda Granger (AUS, 2008-2010) dreimal in Folge gewonnen hatte.

Neuauflage im Duell zwischen Riesler und Hufe?

Im Streben nach dem vierten Sieg droht ihr aber sogar aus der eigenen Heimat Konkurrenz: Neben Riesler reist nämlich auch die Deutsche Mareen Hufe zum Rennen nach Malaysia. Sollte die ihre Form vom Ironman Hawaii, bei dem sie Elfte wurde, konserviert haben, dürfte sie Riesler ordentlich fordern und sich Hoffnungen machen, ihr Vorjahresergebnis zu verbessern. Damals war sie in Malaysia nämlich Zweite hinter Riesler geworden. Doch es gibt auch noch andere Profis, die jene Jahreszeit, die für viele Triathleten "Off-Season" bedeutet, nutzen wollen. Saleta Castro (ESP), Laurel Wassner und Danielle Mack (beide USA) sowie die Deutsche Annabel Diawuoh haben ebenfalls für das Rennen gemeldet.

Etwas breiter bestückt, nämlich mit insgesamt 22 Namen, ist die Elite-Startliste der Männer. Allen voran Christian Kramer dürfte sich dort Podest-Hoffnungen machen - und würde, sollten diese aufgehen, gleich in zweierlei Hinsicht einen großen Schritt in Richtung Hawaii schaffen: Einerseits hinsichtlich der Punkte, über die sich Profis für das Weltmeisterschaftsrennen qualifizieren, andererseits, weil er dann wüsste, dass seine Maßnahmen im Hitzemanagement offenbar gut greifen und bis zum Oktober nächsten Jahres wenig Überarbeitung benötigen. Auch ihm wird es aber nicht leicht gemacht. Vorjahressieger Frederik Croneborg (SWE) hat auch in diesem Jahr gemeldet, außerdem stehen unter anderem Romain Guillaume (FRA), Jens Petersen-Bach (DEN), Nicholas Baldwin (SYC) und Esben Hovgaard (DEN) auf der Startliste. Auch die Deutschen Roman Deisenhofer und Michael Göhner haben sich demnach angekündigt - wobei Göhner bis wenige Tage vor dem Rennen noch bei einem Event seines Sponsors Erdinger eingebunden war und daher unklar scheint, ob er in Malaysia wirklich starten wird.

Moldan meldet in China

Fast zeitgleich will sich Johannes Moldan in China probieren. Der 29-Jährige trainiert bereits seit einigen Wochen gemeinsam mit Michael Raelert in Thailand und hat es nicht weit nach Xiamen, wo am Wochenende ein Ironman-70.3-Rennen ansteht: Rund drei Flugstunden liegen zwischen der thailändischen Hauptstadt Bangkok und der Küstenstadt im Osten Chinas, in dem sich für das Rennen ein schmales Profifeld einfinden wird. Justin Metzler (USA) und Daniel Brown (AUS) sind die bekanntesten Namen der gemeldeten internationalen Elite-Athleten. Auf Frauenseite haben sich unter anderem Haley Chura (USA), Jenny Fletcher (CAN) und Eimear Mullan (IRL) angekündigt.