Kramer und Vanhoenacker greifen in Zell am See nach dem Sieg

Im Jahr eins nach Austragung der Ironman-Weltmeisterschaften sucht der Ironman 70.3 Zell am See neue Sieger. Dass der der Männer erneut Deutsch sprechen wird, ist nicht unwahrscheinlich: Neben Christian Kramer und dem Österreich-Experten Marino Vanhoenacker haben sich zahlreiche Profis aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angekündigt.

Von > | 24. August 2016 | Aus: SZENE

Ironman Austria 2015 - 14 | Marino Vanhoenacker

Marino Vanhoenacker

Foto >Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

Beim Ironman 70.3 Otepää vor drei Wochen wollte Christian Kramer auf seinem Weg nach Hawaii die eigene Form überprüfen und etwas Selbstbewusstsein tanken. Doch statt auf der Rennstrecke gipfelte sein Trip auf der Hoteltoilette: "Magenkrämpfe und die dazugehörigen Begleiterscheinungen" in der Nacht vor dem Rennen und am Rennmorgen hielten Kramer von einem Start in Estland ab. "Es ist ein ziemlich bescheidenes Gefühl, quer durch Europa zu einem Rennen zu fliegen und dann nicht starten zu können", schrieb Kramer anschließend auf seiner Facebook-Seite. Am Wochenende bekommt er die nächste Chance - und diesmal ist die Anreise nicht ganz so umständlich: Die Tour von Kramers Heimat bei Leipzig nach Zell am See ließe sich mit rund 600 Kilometern Distanz auch im Auto bewältigen. Was nicht nur für Kramer Grund genug ist, bei der ersten Auflage des Rennens nach Austragung der Ironman-70.3-Weltmeisterschaften in Zell am See nach Salzburg zu fahren.

Breite deutsche Profi-Fraktion

Denn die meisten Profi-Athleten, die für den Wettkampf in Österreich gemeldet haben, stammen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit der Startnummer wird so Lokalmatador Paul Reitmayr ins Rennen gehen, außerdem gehen für die Österreicher Lukas Hollaus, Philipp Reiner, Markus Mlinar und Gabriel Wurm ins Rennen. Für die Schweizer ist Manuel Küng ein heißer Anwärter auf den Sieg - außerdem starten in Zell der Eidgenosse Mauro Baertsch. Das größte Aufgebot an Profi-Männern stellen aber die Deutschen: Neben Christian Kramer haben auch Markus Thomschke, Markus Fachbach, Lukasz Wojt, Stefan Schmid, Marc Unger, Stephan Trettin und Michael Rünz für das Rennen gemeldet. Und doch ist der größte Favorit weder Deutscher, noch Österreicher oder Schweizer - wobei er sich in Österreich sehr zuhause fühlt: Der deutschsprachige Belgier Marino Vanhoenacker hat bereits acht Mal den Ironman Klagenfurt gewonnen und war sogar in Zell am See schon einmal siegreich. Auch in diesem Jahr gilt er als Topfavorit, muss für einen Sieg außer dem Deutschen aber auch beispielsweise den Briten Stuart Hayes hinter sich lassen.

Das Feld der Profi-Damen ist deutlich schmaler als das der Männer - aber dennoch stark besetzt. In Tine Deckers (BEL), Kaisa Lehtonen (FIN), Emma Pallant (GBR), Alexandra Tondeur (BEL), Angela Naeth (CAN), Vanessa Raw (GBR), der in Hessen lebenden Dänin Tine Holst und Emma Bilham (SUI) gibt es eine ganze Reihe realistischer Anwärterinnen auf Podestplatzierungen. Dass auch die gemeldete Kristin Möller eine Woche nach ihrem Sieg beim Ironman in Kalmar schon wieder an den Start gehen wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Annett Finger (GER) und Kamila Polak, Sylvia Gehnböck und Lisa-Maria Dornauer (AUT) runden das deutsch-österreichische Aufgebot ab.