Laura Lindemann wird trotz Sturz Vierte

Laura Lindemann beweist Kampfgeist: Nach einem Sturz auf dem Rad wird sie bei der Europameisterschaft Vierte. Nicola Spirig holt sich ihren sechsten Titel.

Von > | 9. August 2018 | Aus: SZENE

Laura Lindemann kommt in Glasgow als Vierte ins Ziel.

Laura Lindemann kommt in Glasgow als Vierte ins Ziel.

Foto >DTU/Petko Beier

Die 36-jährige Schweizerin setzt sich bei dem Damen-Rennen im Strathclyde Country Park gegen die Vorjahressieger Jessica Learmonth und Cassandre Beaugrand auf der olympischen Distanz mit einer Zeit knapp unter zwei Stunden (1:59:13 Stunden) durch. Es ist bereits der sechste Europameistertitel von Spirig. Laura Lindemann kämpft sich nach einem Sturz innerhalb einer Verfolgergruppe auf der ersten Radrunde später beim Laufen auf den vierten Platz zurück. 

Auf den 1,5 Kilometern im Wasser demonstrierte Learmonth zusammen mit der Französin Cassandre Beaugrand ihre Schwimmstärke als sie nach knapp unter 18 Minuten in die Wechselzone kamen. Lindemann stieg als sechste Athletin aus dem Wasser. Kurz danach dann der große Schreckensmoment des Wettkampfs: In der Verfolgergruppe rund um Laura Lindemann gibt es einen Massensturz, in den auch die Potsdamerin verwickelt ist. Spirig hat Glück und hat nichts mit dem Sturz zu tun. Sie nimmt anschließend die Verfolgung von Learmonth und Beaugrand auf, die sie in der fünften Radrunde einholt. 

Kurz danach zündet Spirig den Turbo. Nur Learmonth kann ihr auf dem Rad noch folgen, Beaugrand muss abreißen lassen. Nach der zweiten Wechselzone lässt Spirig dann keine Zweifel mehr offen, dass sie sich in Glasgow ihren sechsten Titel bei Europameisterschaften holen wird. 

45 Sekunden fehlen zu Bronze

Spannend wurde es fast noch einmal beim Kampf um die Bronzemedaille: Beaugrand verliert auf den abschließenden zehn Kilometer immer mehr Zeit und kommt am Ende 1:44 Minuten nach der Siegerin ins Ziel. Lindemann versucht die Lücke zu ihr in der letzten von drei Laufrunden noch zu schließen, kommt dann jedoch als Vierte knapp zweieinhalb Minuten nach Spirig ins Ziel. „Ich habe nach dem Sturz nicht gedacht, dass ich noch die Top 10 erreichen kann, und die Medaillen erst recht nicht. Ich habe so viel rausgeholt wie es ging, der Abstand nach vorne war aber einfach zu groß. Es ist halt immer blöd, wenn man selbst nichts dafür kann“, wird sie in einer Pressemitteilung der Deutschen Triathlon Union zitiert.

Insgesamt waren beim Damen-Rennen fünf Athletinnen aus Deutschland am Start. Bianca Bogen wurde am Ende 24., Nina Eim landete auf Platz 28. Lena Meißner und Anabel Knoll haben den Wettkampf nicht beendet. 

ETU TRIATHLON EUROPEAN CHAMPIONSHIPS 2018 | Frauen

  1. August 2018 | Glasgow (Großbritannien)

Name

Gesamt

1,5 Km Schwimmen

40 Km Rad

10 Km Laufen

1

Nicola Spirig

1:59:13

18:46

1:02:51

36:13

2

Jessica Learmonth

1:59:46

17:55

1:03:38

36:44

3

Cassandre Beaugrand

2:00:57

17:58

1:05:28

36:00

4

Laura Lindemann

2:01:42

18:44

1:05:54

35:34

24

Bianca Bogen

2:06:58

18:55

1:05:44

40:50

28

Nina Eim

2:08:13

19:52

1:07:47

39:08

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