Laura Philipp verteidigt in Zell am See ihren Titel

Mit dem Sieg im Salzburgerland holt sich Philipp ihren zwölften Sieg bei einem Ironman-70.3-Rennen. Florian Angert wird als bester Deutscher bei den Männern Vierter.

Von > | 27. August 2018 | Aus: SZENE

Titelverteidigung geglückt: Mit ihrem Sieg in Zell am See holt sich die 31-Jährige den zwölften Sieg bei einem Ironman-70.3-Rennen.

Titelverteidigung geglückt: Mit ihrem Sieg in Zell am See holt sich die 31-Jährige den zwölften Sieg bei einem Ironman-70.3-Rennen.

Foto >Getty Images for Ironman

Viele der rund 2.000 Athleten werden am Sonntagmorgen nicht schlecht gestaunt haben, als der Blick in Richtung Berge ging und die Spitzen mit Neuschnee bedeckt waren. Der plötzliche Kälteeinbruch in Zell am See führte dazu, dass aus dem Mitteldistanz-Rennen ein Swim-Run-Wettkampf wurde. Für die Vorjahressiegerin Laura Philipp waren auch diese außergewöhnlichen Umstände kein Hindernis und sie verteidigte ihren Titel mit einem deutlichen Vorsprung. Bei den Männer standen mit Michael Weiss und Andreas Giglmayr zwei Österreicher vor dem Ungarn Lazlo Tarnai auf dem Treppchen. 

Auf dem Filzensattel auf rund 1300 Metern über dem Meeresspiegel, dem höchsten Punkt der Radstrecke waren auch mitten im Wettkampf nur Temperaturen knapp über null Grad vorhergesagt. Diese äußeren Bedingungen seien keine sicheren Voraussetzungen für einen verletzungsfreien Wettkampf, weshalb der Veranstalter die 90 Kilometer Radfahren strich. Nach dem kurzzeitigen Wintereinbruch musste auch auf der Laufstrecke erst einmal für Sicherheit und gute Verhältnisse gesorgt werden, sodass der Start der Profis auf 13 Uhr verlegt wurde. 

Angert ist lange Zeit vorn dabei

Bei den Herren stieg Florian Angert nach den 1,9 Kilometern und einer Zeit von 23:18 Minuten aus dem Zeller See, dicht gefolgt vom Schweizer Manuel Küng sowie Daniel Fontana und Alberto Casadei (beide Italien). Auf der Halbmarathonstrecke entlang der Seeufer-Promenade konnten Küng und Angert die Führung für einige Kilometer halten, bis Andreas Giglmayr und Michael Weiss das Kommando an der Spitze übernahmen. Auf den letzten Kilometern vor dem Ziel lief Weiss einen Vorsprung von rund einer Minute auf seinen Landsmann heraus. Angert kam knappe drei Minuten nach dem Sieger ins Ziel, Felix Hentschel beendete den Swim-Run als Sechster.

Im Rennen der Damen führte die Kärntnerin Beatrice Weiss das Profisrennen nach dem Schwimmen und auf den ersten Kilometern der Laufstrecke an. Laura Philipp kam als Fünfte aus dem Wasser und übernahm kurz nach der Hälfte des Laufens die Führung. Nach 1:16:27 Stunden kam die 31-Jährige als Erste ins Ziel. Barbara Riveros (Chile) holte sich Rang zwei, die Belgierin Alexandra Tondeur wurde Dritte. Für Philipp war der Swim-Run kurz nach ihrer Verletzung ein besonderer: " Es fühlte sich komisch an, direkt nach dem Schwimmen auf die Laufstrecke zu gehen", sagte sie im Ziel.