Lawrence gewinnt in Bahrain, Haug wird starke Zweite

Die Revanche ist geglückt: Holly Lawrence hat Daniela Ryf den Millionen-Sieg vermasselt. Währenddessen bestätigte Anne Haug mit ihrem zweiten Platz, dass sie auf den längeren Distanzen angekommen ist.

Von > | 25. November 2017 | Aus: SZENE

Beeindruckend meldet sich Holly Lawrence auf der Mitteldistanz zurück, nachdem sie zuletzt bei der Ironman-70.3-WM ausgestiegen war.

Beeindruckend meldet sich Holly Lawrence auf der Mitteldistanz zurück, nachdem sie zuletzt bei der Ironman-70.3-WM ausgestiegen war.

Foto >Getty Images for Ironman

Dass der Weg zu Daniela Ryfs zweitem Sieg der Triple Crown kein Geschenk werden würde, zeichnete sich bereits vor dem Rennen ab. In Person von Holly Lawrence, Emma Pallant (beide GBR), Anne Haug, Eva Wutti (AUT) und Angela Naeth (CAN) war die Konkurrenz als stark einzuschätzen. Und schon beim Schwimmen bewahrheitete sich, dass sich Ryfs Konkurrentinnen nicht kampflos geschlagen geben würden. Holly Lawrence schlug im Wasser sofort ein hohes Tempo an und kam nach 24:16 Minuten kurz vor Daniela Ryf aus dem Wasser. Anne Haug folgte mit 1:15 Minuten Rückstand. Emma Pallant wechselte 2:08 Minuten nach Lawrence auf das Rad.

Ryf setzt sich an die Spitze

Auf dem Radkurs machte es Daniela Ryf wie bereits öfter in diesem Jahr gesehen: Die ersten Kilometer wartete sie ab und hielt sich etwas zurück, bevor sie nach etwa 40 Kilometern die Initiative übernahm. Nachdem sie bis zu diesem Zeitpunkt nur hinter Holly Lawrence herfuhr, machte Ryf ernst und erhöhte das Tempo. Bis Kilometer 50 fuhr Rfy 1:20 Minuten auf ihre erste Verfolgerin heraus. Dahinter folgten Anne Haug und Emma Pallant mit bereits 5:45 Minuten Rückstand. Mit einer sagenhaften Radzeit von 2:10:07 Stunden fuhr Ryf über zwei Minuten schneller als ihre erste Verfolgerin und wechselte mit zweieinhalb Minuten Vorsprung auf die Laufstrecke.

Lawrence zieht vorbei, Haug fliegt über die Laufstrecke

Schon nach zwei von vier Laufrunden war absehbar, dass der Vorsprung für Daniela Ryf nicht zum Sieg reichen würde. Schnell und mit dynamischen Laufschritten kam Holly Lawrence immer näher und überholte Ryf schließlich auf der dritten Runde. Die Schweizerin hatte dem Überholmanöver nichts entgegenzusetzen und kämpfte sich in der Hitze von Kilometer zu Kilometer. Lawrence, die sich bis dahin ausschließlich auf Ryf konzentrierte, ahnte noch nichts von der Gefahr, die von hinten immer näher kam. Denn Anne Haug hatte zwar mehr als fünf Minuten Rückstand auf Holly Lawrence nach dem zweite Wechsel, flog aber derartig schnell über die Laufstrecke, dass sie mit ihrer Zeit von 1:17:27 Stunden vorne bei den Männern hätte mitlaufen können. So kam es kurz vor dem Ziel fast noch zu einem Endsprint. Letztendlich hatte Haug nur um neun Sekunden das Nachsehen. Holly Lawrence gewann das Rennen in 4:02:34 Stunden.

"Wäre das Rennen ein paar hundert Meter länger gewesen, hätte ich womöglich nicht gewonnen. Man könnte aber auch sagen, dass ich mir den Wettkampf genau richtig für diese Distanz eingeteilt habe", sagte die Siegerin mit einem Lachen im Ziel. Auf Platz drei folgte Daniela Ryf mit einem Rückstand von 3:40 Minuten. Die Schweizerin musste dem Tempo und der Hitze Tribut zollen und kam nicht über eine Halbmarathonzeit von 1:28:20 Stunden hinaus. Während Ryf die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand, freute sich Anne Haug sichtlich über den großen Erfolg bei ihrer zweiten Mitteldistanz.

Und auch Haugs Trainer Dan Lorang freute sich mit ihr: "Anne hat ein gutes Rennen gemacht. Wir wissen, dass da vor allem noch auf dem Rad Potenzial gibt, aber das braucht etwas Zeit. Es war auch das Ziel, noch ein paar Kräfte für das Laufen aufzusparen. Es war wichtig, ein gutes Rennen zu machen, um die Motivation für 2018 hochzuhalten und den Fortschritt nach der langen Verletzung zu sehen. Anne hat auf der längeren Strecke wirklich Potenzial, der Lauf am Ende heute war wirklich sensationell. Wir werden alles im Detail analysiren und daraus die richtigen Rückschlüsse ziehen. Das Projekt Langdistanz hat nun richtig Fahrt aufgenommen."

Die deutschen Athletinnen Jenny Schulzund Svenja Thoes landeten auf den Plätzen acht und neun.

Name

Land

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Holly Lawrence

GBR

4:02:33

24:14

2:12:25

1:23:05

2

Anne Haug

GER

4:02:43

25:29

2:16:09

1:17:27

3

Daniela Ryf

SUI

4:06:13

24:24

2:10:07

1:28:20

4

Emma Pallant

GBR

4:07:07

26:21

2:15:49

1:22:00

5

Angela Naeth

CAN

4:10:41

28:05

2:13:13

1:25:32

8

Jenny Schulz

GER

4:21:34

28:07

2:24:36

1:24:59

9

Svenja Thoes

GER

4:23:05

28:45

2:20:48

1:30:00

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