Lindemann greift nach den Medaillen

Wenn am Donnerstag die Europameisterschaften im Triathlon beginnen, sind auch neun DTU Athleten mit von der Partie.

Von > | 8. August 2018 | Aus: SZENE

Laura Lindemann ist die große deutsche Hoffnung auf eine Medaille bei den Europameisterschaften im Triathlon in Glasgow.

Laura Lindemann ist die große deutsche Hoffnung auf eine Medaille bei den Europameisterschaften im Triathlon in Glasgow.

Foto >DTU/Jörg Schüler

An drei Tagen werden die besten Triathleten Europas im Strathclyde Country Park um Edelmetalle kämpfen. Über die olympische Distanz geht es am Donnerstag für die Frauen, am Freitag startet der Wettkampf der Männer. Zum Abschluss der Wettkämpfe findet am Samstag das Teamrennen über 250 Meter Schwimmen, 6 Kilometer Radfahren und 1,6 Kilometer Laufen statt.

Wenn es gut läuft, könnte für Laura Lindemann eine Medaille drin sein. Die 22-Jährige möchte nach ihrem EM-Titel 2017 auf der Sprintdistanz nun auch auf der olympischen Distanz beweisen, dass sie in Europa ganz vorne mit dabei ist. Gefährlich werden könnten ihr jedoch die schweizerische Olympiasiegerin von 2012, Nicola Spirig, sowie Cassandre Beaugrand. Die junge Französin gewann zuletzt das WTS-Rennen in Hamburg mit 30 Sekunden Vorsprung auf Lindemann. Die dritte im Bunde, Nicola Spirig, belegte dort Rang vier. Doch auch die Belgierin Claire Michel und Vorjahressiegerin Jessica Learmonth aus Großbritannien gehören zum erweiterten Favoritenkreis.

Die weiteren deutschen Starterinnen Nina Eim, Anabel Knoll, Lena Meißner und Bianca Bogen starten voraussichtlich ohne Medaillenchancen ins Rennen.

Alistair Brownlees Form unklar

Nach langer Verletzung startet Alistair Brownlee bei den Europameisterschaften in Glasgow. Ist der Olympiasieger von 2012 und 2016 in Form, geht er als Topfavorit ins Rennen und könnte für einen Heimerfolg der britischen Mannschaft sorgen. Das verhindern will unter anderem Jorik Van Egdom, der niederländische U-23-Weltmeister von 2016. Weitere Favoriten auf Edelmetalle im Strathclyde Country Park sind Joao Silva aus Portugal und der Spanier Vincente Hernandez. Aber auch der Zweitplatzierte der Europameisterschaften über die Sprintdistanz, Pierre Le Corre aus Frankreich, und der Belgier Marten Van Riel wollen bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden.

Nachdem Justus Nieschlag einen Start bei der EM verletzungsbedingt absagen musste, werden Jonas Schomburg, Linus Stimmel, Gabriel Allgayer und Johannes Vogel die Deutschen Farben vertreten. Dem 24-jährigen Schomburg werden dabei Chancen auf eine Top-15-Platzierung eingeräumt.

Europameistertitel und Olympiaqualifikation

In der Mixed-Team-Relay geht es neben dem Europameistertitel auch um wichtige Punkte für die Qualifikation zu Olympia 2020 in Tokio. Wie die DTU mitteilt, wird erst nach den Einzelrennen entschieden, welche zwei Frauen und Männer in der Staffel am Samstag antreten werden.

Die Idee der European Championships ist es, die Europameisterschaften verschiedener Sportarten zusammenbringen und so das Interesse der Zuschauer zu stärken. Im Zuge dieses Multisportevents tragen sieben olympische Sportarten ihre kontinentalen Titelkämpfe aus.