Lisa Roberts wird dritter Rang in Roth aberkannt

Lisa Roberts wird ihr dritter Rang bei der Challenge Roth 2017 aberkannt, weil sie für ein Asthmamedikament keine Ausnahmegenehmigung beantragt hatte. Yvonne van Vlerken rückt aufs Treppchen vor.

Von > | 13. November 2017 | Aus: SZENE

Lisa Roberts beim Zieleinlauf in Roth 2017.

Lisa Roberts beim Zieleinlauf in Roth 2017.

Foto >Frank Wechsel & Daniel Eilers / spomedis

Wie Lisa Roberts auf ihrer Website mitteilt, akzeptiere sie eine "öffentliche Warnung" der amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA) dafür, dass sie eine medizinische Sondergenehmigung nicht korrekt angemeldet habe. Konkret gehe es um ihren Asthma-Inhalator Breo Ellipta, den sie am Renntag offenbar angewandt hatte, weshalb Roberts nach dem Rennen positiv auf Vilanterol getestet wurde. Auf dem Formular beim Dopingtest gab Roberts diesen aber an, weswegen die Anti-Doping-Agentur Roberts nicht vorwarf, versucht zu haben, das Vergehen zu vertuschen.

Roberts wird für diese Nachlässigkeit ihr dritter Rang bei der Challenge Roth 2017 aberkannt, eine weitere Sperre muss sie aber nicht befürchten. Die Athletin erklärte, ihr sei schon vor einigen Jahren Asthma diagnostiziert worden, woraufhin sie die USADA darüber informierte, welchen Inhalator und wie viel davon sie nutze. "Mir wurde gesagt, für diesen Typ und diese Dosis sei das nicht notwendig. Im Folgejahr meldete ich es erneut, und mir wurde wieder gesagt, das sei für diesen Typ und diese Dosis nicht notwendig", schreibt Roberts. Da die Asthma-Symptome in diesem Jahr aber nicht mehr unter Kontrolle gewesen seien, hätten sie und ihr Arzt die Inhalator-Marke gewechselt. "Ich dachte nicht, dass in diesem Inhalator nun eine Substanz enthalten ist, die eine medizinische Ausnahmegenehmigung notwendig machen würde."

Aus der offiziellen Ergebnisliste der Challenge Roth 2017 ist Roberts bereits entfernt worden. Damit steht nun die Niederländerin Yvonne van Vlerken nachträglich auf dem Treppchenrang.