Llanos und Jackson gewinnen Ironman Arizona

Nachdem Andreas Dreitz den Ironman Arizona bis zur Halbmarathonmarke anführte, musste er sich am Ende mit Platz zehn begnügen. An der Spitze entschieden Eneko Llanos und Heather Jackson die Rennen für sich.

Von > | 19. November 2018 | Aus: SZENE

In Arizona legte Andreas Dreitz den schnellsten Radsplit des Tages hin und führte das Rennen bis zum Halbmarathon an. Am Ende reichte es nur für Platz zehn.

In Arizona legte Andreas Dreitz den schnellsten Radsplit des Tages hin und führte das Rennen bis zum Halbmarathon an. Am Ende reichte es nur für Platz zehn.

Foto >Getty Images for Ironman

Nach seinem ersten Hawaii-Start in diesem Jahr stand für Andreas Dreitz offensichtlich sofort fest, dass er auf die Insel zurückkehren möchte. Nachdem der 29-Jährige im Sommer Zweiter bei der Challenge Roth wurde, entschied er sich nach seinem 13. Platz beim Hawaii-Debüt dazu, in Arizona noch eine dritte Langdistanz in diesem Jahr zu absolvieren, um die Hawaii-Quali für 2019 vielleicht schon mit in die Winterpause nehmen zu können. Über weite Strecke verlief das Rennen für den deutschen Überbiker auch nach Plan: Nachdem Dreitz als Neunter mit etwa zwei Minuten Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser kam, spielte er auf dem Rad sofort seine Stärke aus. Nach 30 Kilometern übernahm Dreitz die Führung des Rennens und gab sie zunächst auch nicht mehr ab. Gegen Ende der Radstrecke musste Dreitz das Tempo allerdings wieder etwas drosseln und der US-Amerikaner TJ Tollakson schloss auf, sodass beide gemeinsam in die Laufschuhe wechselten. Mit einem Split von 4:14:34 Stunden erzielte Dreitz trotzdem die schnellste Radzeit des Tages.

Auf der Laufstrecke schlug Tollakson sofort ein hohes Tempo an und setzte sich in Führung. Diese war allerdings nicht von langer Dauer: Kurz nach Kilometer fünf überholte Dreitz den US-Amerikaner wieder und führte das Rennen erneut an. Für viele Kilometer sah es so aus, als könnte Dreitz sich mit einem Gesamtsieg das erhoffte Hawaii-Ticket einheimsen. Nach 18 Kilometern wurde der Deutsche allerdings immer langsamer, bis er bei der Halbmarathonmarke zunächst wieder von Tollakson, und bis zum Ziel schließlich noch von acht weiteren Athleten, überholt wurde. Mit einer Laufzeit von 3:18:02 Stunden landete der 29-Jährige nach 8:29:36 Stunden schließlich auf Rang zehn. 

Llanos und Jackson triumphieren

An der Spitze entschied derweil der Spanier Eneko Llanos das Rennen für sich. Er lief den Marathon am schnellsten (2:47:31 Stunden) und überquerte nach 8:04:24 Stunden als Erster die Ziellinie. Gute vier Minuten dahinter folgte Landsmann Clemente Alonso-McKernan (8:08:41 Stunden). Komplettiert wurde das Podium von TJ Tollakson (8:09:53 Stunden). 

 

Name

Country

Overall

3.8 km Swim

180 km Bike

42.2 km Run

1

Eneko Llanos

ESP

8:04:24

0:49:48

4:21:52

2:47:31

2

Clemente Alonso-Mckernan

ESP

8:08:41

0:49:52

4:21:19

2:51:14

3

Tj Tollakson 

USA

8:09:53

0:51:53

4:14:39

2:59:16

4

David Plese

SVN

8:11:37

0:55:03

4:18:14

2:52:34

5

Nicholas Granet

FRA 

8:15:46

0:49:42

4:24:37

2:54:38

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Im Frauenrennen beeindruckte die US-Amerikanerin Heather Jackson: Durch eine außergewöhnliche Rad-Lauf-Kombination mit Zeiten von 4:35:26 Stunden für die Radstrecke und 3:00:49 Stunden für den Marathon sicherte sich Jackson den Gesamtsieg in einer Fabelzeit von 8:39:18 Stunden. Knapp fünf Minuten später erreichte die Australierin Carrie Lester mit einer ebenfalls sehr schnellen Zeit von 8:44:13 Stunden das Ziel. Rang drei ging an die Kanadierin Jen Annett (8:51:29 Stunden). Die Deutsche Sarah Jarvins belegte Gesamtplatz zehn (9:58:33 Stunden).  

Name

Country

Overall

3.8 km Swim

180 km Bike

42.2 km Run

1

Heather Jackson

USA

8:39:18

0:57:33

4:35:26

3:00:49

2

Carrie Lester

AUS

8:44:13

0:53:06

4:37:42

3:07:41

3

Jenn Annett

CAN

8:51:29

1:03:54

4:35:14

3:07:35

4

Skye Moench

USA

8:58:28

0:57:07

4:41:30

3:14:17

5

Lesley Smith 

USA 

9:04:51

0:57:02

4:58:08

3:02:46

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