Der lukrativen Versuchung widerstanden?

Lukas Krämer beendet die Challenge Madrid auf Rang zwei. Damit war die Saison eigentlich schon vorbei. Doch es lockt noch das lukrative Challenge-Ranking. Wie hat sich der Münchener entschieden?

Von > | 25. Oktober 2017 | Aus: SZENE

Lukas Krämer bei der Challenge Madrid.

Lukas Krämer bei der Challenge Madrid.

Foto >José Luis Hourcade

Lukas Krämer bei der Challenge Madrid

Die letzten Wochen verliefen bei Lukas Krämer wieder einmal ereignisreich. Eigentlich sollte die Langdistanz Ende September das letzte Rennen einer bis dato schon guten Saison sein. Dass Krämer in den Wochen nach der Challenge Madrid einen weiteren Start auf der Mitteldistanz in Betracht zog, lag sowohl an seinem guten Abschneiden als auch an einem noch nicht vollends bekannten Ranking. Aber von Beginn an:

Am Montag vor dem Rennen landete Krämer in der spanischen Hauptstadt, um sich mit dem Kurs und vor allem der anspruchsvollen Radstrecke vertraut zu machen. Über 2.500 Höhenmeter und drei Abfahrten versprachen ein anspruchsvolles und faires Rennen, das dem Wahl-Münchner auf Grund seiner technischen Fähigkeiten auf dem Rad entgegenkommen sollte. So fuhr Krämer direkt vom Flughafen aus zum Schwimmstart, um von dort aus die komplette Radstrecke mit dem Auto abzufahren. Seine geplante Schwimmeinheit auf der Wettkampfstrecke, einem Strandbad ca. 70 Kilometer außerhalb Madrids, fiel einer groß angelegten Militärübung zum Opfer. Auch am zweiten Tag war ein Schwimmen auf der Strecke nicht möglich. Ein Umstand, der sich bis Freitag auch nicht ändern sollte. Dafür fuhr Krämer den ersten von drei Anstiegen mit dem Rad ab und zeigte sich überrascht vom bergigen Umland Madrids: „Ich hatte wirklich keine Ahnung, dass es rund um Madrid so viele Anstiege gibt.“

Die im Rückblick vielleicht wichtigste Trainingseinheit spulte Krämer am Donnerstag vor dem Rennen im Beisein seiner mittlerweile eingeflogenen Eltern ab. Mit dem Rad ging es je zweimal die ersten beiden Abfahrten runter, um sich den Verlauf der Kurven bestmöglich einzuprägen und dort im Rennen Zeit gutmachen zu können. Hinauf ging es jeweils mit dem Leihwagen, bevor der nächste Testlauf anstand. Lediglich die dritte und letzte Abfahrt fuhr der 33-Jährige nur einmal ab. „Da war technisch nichts zu machen. Auf der gesamten Abfahrt musste man vielleicht zweimal bremsen.“