Marathon und Radbahn: Zwei Weltrekorde am Wochenende

In der vergangenen Woche durften Ausdauerfans zwei Weltrekorde bestaunen: Vittoria Bussi fuhr in Mexiko einen Stundenweltrekord auf der Radbahn, Eliud Kipchoge lief in Berlin Marathon-Weltrekord.

Von > | 17. September 2018 | Aus: SZENE

Eliud Kipchoge (Kenia) stellt in Berlin in 2:01:39 Minuten einen neuen Marathon-Weltrekord auf.

Eliud Kipchoge (Kenia) stellt in Berlin in 2:01:39 Minuten einen neuen Marathon-Weltrekord auf.

Foto >SCC EVENTS/photorun

In den Einzeldisziplinen des Triathlons fielen in der vergangenen Woche zwei prestigeträchtige Weltrekorde. Am Donnerstag verbesserte Vittoria Bussi den Stundenweltrekord im Radfahren im Velodrom von Aguicientes (Mexiko) um 27 Meter auf 48.007 Meter. Die alte Bestmarke der Frauen hatte Evelyn Stevens im Jahr 2016 gesetzt, vor einem Jahr hatte Bussi einen ersten Angriff darauf unternommen, war aber um 405 Meter gescheitert. Auch einen nächsten Versuch am Dienstag brach sie bei kühlen Wetterbedingungen nach 40 Minuten ab, um am Donnerstag weitgehend unbeobachtet von der Öffentlichkeit einen neuen und letztlich erfolgreichen Angriff zu starten. Bussi ist Doktor der Mathematik und sportlich im UCI-Team Servetto Footon großgeworden. Den Weltrekord bei den Männern hält übrigens seit 2015 der Brite Bradley Wiggins mit 54.526 Metern.

Vittoria Bussi fährt im Velodrom von Aguicientes (Mexiko) 48.007 Meter in 60 Minuten.

Vittoria Bussi fährt im Velodrom von Aguicientes (Mexiko) 48.007 Meter in 60 Minuten.

Foto >Endura

Der Berlin-Marathon bewies am Sonntag erneut, dass die Strecke in der deutschen Hauptstadt die schnellste der Welt ist. Der 33-Jährige Kenianer Eliud Kipchoge ließ die Konkurrenz schon nach dem Start schnell hinter sich und machte sich, zunächst noch begleitet von Pacemakern, auf die Jagd nach dem vor vier Jahren an gleicher Stelle gelaufenen Weltrekord von 2:02:57 Stunden seines Landsmanns Dennis Kimetto. Im Ziel stieß Kipchoge in 2:01:39 Stunden in eine neue Dimension vor, die Verbesserung des Weltrekords ist die größte seit über 50 Jahren: 1967 war Derek Clayton (Australien) in Fukuoka 2:09:36 Stunden gelaufen und hatte die damalige Bestmarke um knapp zweieinhalb Minuten unterboten. Bei den Frauen lief Gladys Cherono aus Äthiopien in 2:18:11 Stunden einen neuen Streckenrekord. Insgesamt erreichten 40.775 Marathonläuferinnen und -läufer das Ziel, darunter traditionell viele Triathleten, die mit den 42,195 Laufkilometern ihre Saison abschlossen.

2:01:39 Minuten: Der Berlin-Marathon ist die schnellste Strecke, Eliud Kipchoge der schnellste Läufer der Welt.

2:01:39 Minuten: Der Berlin-Marathon ist die schnellste Strecke, Eliud Kipchoge der schnellste Läufer der Welt.

Foto >SCC EVENTS/camera4