Mario Mola erhebt Vorwürfe gegen Alistair Brownlee

Ging die Hilfe Alistair Brownlees für seinen Bruder Jonathan beim Grand Final in Mexiko am Wochenende weiter, als bislang bekannt ist? Der spanische Weltmeister Mario Mola behauptet, Alistair sei im Wasser auf ihn losgegangen. Der Olympiasieger hält dagegen.

Von > | 20. September 2016 | Aus: SZENE

Alistair Brownlee | Alistair Brownlee

Alistair Brownlee

Foto >Janos Schmidt / triathlon.org

Beim Schwimmen auf der ITU-Kurzdistanz geht es nicht zimperlich zu - im Gegenteil. Es wird ohne Rücksicht auf die Konkurrenten getreten und geschlagen, gilt es schließlich, sich an der ersten Boje weit vorne zu platzieren, um nicht Gefahr zu laufen, den Anschluss zu verlieren. In diesem Hauen und Stechen auf den ersten Metern soll Alistair Brownlee es beim Grand Final in Cozumel auf Mario Mola (ESP) abgesehen haben, der mit Alistairs Bruder Jonathan um den WM-Titel konkurrierte, behauptet der Spanier: Nach Informationen von Nachrichtenagenturen soll Mola gegenüber Radio Cope geäußert haben, dass er glaube, Alistair habe ihm beim Schwimmen die Kappe und die Brille vom Kopf gerissen - und ihm außerdem nach dem Titelgewinn im Gegensatz zu Jonathan nicht gratuliert. "Mit Jonathan habe ich mich auch immer schon gut verstanden", wird Mola zitiert. "Ich weiß nicht, ob die Aktion Absicht von Alistair war. Aber wenn, dann war das unnötig."

Auch in einem Facebook-Livevideo das brasilianischen Portals "mundotri" kann man Mario Mola im Zielbereich in einer angeregten Diskussion mit Alistair Brownlee erkennen. Dort beschuldigt Mola Brownlee ebenfalls, ihm die Brille vom Gesicht gerissen zu haben. Brownlee erwidert, das sei nicht absichtlich passiert - und zudem habe Mola ihn bei jedem Kraulzug geschlagen. Nachprüfen lassen werden sich die gegenseitigen Vorwürfe im Gegensatz zu einem Vorfall im Jahr 2011 wohl nicht mehr. Damals hatte der Brite Harry Wiltshire den Spanier Javier Gomez bei den Europameisterschaften, bei denen auch die Brownlee-Brüder am Start waren, in der Auftaktdisziplin vorsätzlich behindert und wurde dafür im Nachhinein gesperrt.