Markus Rolli gewinnt Ironman 70.3 Thailand

Markus Rolli feiert seinen ersten Ironman-70.3-Sieg: In Thailand ließ der 26-Jährige nichts anbrennen. Weniger gut lief es für die Deutschen in Australien.

Von > | 26. November 2017 | Aus: SZENE

Markus Rolli beim Ironman 70.3 Kraichgau 2017.

Markus Rolli beim Ironman 70.3 Kraichgau 2017.

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Keine falsche Bescheidenheit: Das dürfte in etwa die Marschroute gewesen sein, die Markus Rolli vor dem Ironman 70.3 Thailand ausgegeben hat. Denn nachdem er mit seinem Abschneiden beim Laguna Phuket Triathlon vor Wochenfrist noch enttäuscht war, hatte sich der 26-Jährige in den nächsten Tagen immer besser an die Zeitverschiebung und die klimatischen Bedingungen vor Ort gewöhnt. Er fühle sich erholt und motiviert, erklärte Rolli noch kurz vor dem Rennen über seine Social-Media-Kanäle. Und bewies dann, dass das nicht gelogen war.

Rolli im Alleingang

Schon beim Schwimmen hielt Rolli in einer knapp zehn Mann großen Spitzengruppe mit, wenig später machte er dann richtig ernst. In den ersten Anstiegen des Kurses löste er sich von seinen Konkurrenten und stellte schnell einen großen Vorsprung her: Fast drei Minuten betrug sein Polster nach 38 Kilometern, bis zum zweiten Wechsel baute er dieses sogar auf 6:40 Minuten gegenüber seinen ersten Verfolger Tim van Berkel (AUS) und Fernando Toldi (BRA) aus.

Zwar kam van Berkel Rolli auf den ersten Kilometern prompt näher, davon ließ sich der junge Deutsche aber nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem Halbmarathonlauf über 1:15 Stunde und einer Gesamtzeit von 3:49:02 Stunden feierte er seinen ersten Ironman-70.3-Sieg mit einem im Ziel immer noch komfortablem Vorsprung von fast vier Minuten auf van Berkel und sogar fast acht Minuten Vorsprung vor Fernando Toldi, der Dritter wurde. Das Frauenrennen gewann Imogen Simmonds (SUI) vor Eimear Mullan (IRL) und Dimity Lee Duke (AUS).

Ironman 70.3 Thailand 2017 | Männer

  1. November 2017

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Siwm

90 km Bike

21 km Run

1

Markus Rolli

DEU

3:49:02

23:15

2:06:07

1:15:45

2

Tim van Berkel

AUS

3:52:49

23:16

2:12:47

1:13:25

3

Fernando Toldi

BRA

3:56:47

23:10

2:12:51

1:17:31

4

Alberto Casadei

ITA

4:01:34

23:13

2:14:25

1:19:52

5

Alexander Polizzi

AUS

4:04:03

23:12

2:16:02

1:20:56

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Wilson wartet aufs Laufen

Nicht so gut lief es für die deutschen Triahtleten in Australien, wo Michael Raelert beim Sieg von Dan Wilson (AUS) als bester Deutscher den achten Rang erreichte. "Durchwachsenes Schwimmen, ein so-la-la-Radfahren, schlechtes Laufen", beschrieb der Rostocker, wie am Ende acht Minuten Rückstand auf den Sieger zustande kamen: Beim Schwimmen hatte Raelert eineinhalb Minuten auf Kurzdistanzspezialist Aaron Royle (AUS) und eine Minute auf Wilson verloren, war auf dem Rad aber Teil einer fünf Mann großen Spitzengruppe, die bis zum zweiten Wechsel sogar auf eine Größe von neun Mann anwuchs. Mit dem zweiten Wechsel sorgte Wilson dann aber für klare Verhältnisse und entschied das Rennen 82 Sekunden vor Ex-Weltmeister Tim Reed (AUS) für sich, der wiederum im Zielsprint gegen Braden Currie (AUS) Silber erkämpfte.

Im Rennen der Frauen setzte sich die Australierin Melissa Hauschildt durch, nachdem beim zweiten Wechsel noch die starke Schwimmerin Lauren Brandon (USA) rund 90 Sekunden vor dem Duo Hauschildt und Amelia Watkinson (NZL) geführt hatte. Weitere 90 Sekunden zurück wechselte Kurzdistanz-Spezialistin Felicity Sheedy-Ryan (AUS) auf den Halbmarathon, der zum Kampf zwischen Sheedy-Ryan und Hauschildt werden sollte. Denn während Brandon bald zurückfiel, schloss die Kurzdistanzlerin binnen zehn Kilometer zur nun Führenden Hauschildt auf, die sich aber noch ein paar Körner aufgehoben hatte. Nach 16 Kilometern löste sich Hauschildt wieder von ihrer Konkurrentin und gewann in 4:07:05 Stunden 84 Sekunden vor Sheedy-Ryan und fast sechs Minuten vor Amelia Watkinson.