Michael Raelert gewinnt Heimspiel

Lokalmatador Michael Raelert und die Kölnerin Isabell Donath haben den 3. Indoorman in Rostock gewonnen. Rund 150 Triathleten waren Hallenspektakel am Start.

Von > | 22. Januar 2018 | Aus: SZENE

Vor heimischen Fans siegt Michael Raelert beim Indoorman in Rostock.

Vor heimischen Fans siegt Michael Raelert beim Indoorman in Rostock.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

In der Rostocker Neptunschwimmhalle liegen die sportlichen Wurzeln der Raelert-Brüder – und um zu diesen zurückzukehren, hat Michael Raelert sein Trainingslager auf Lanzarote um einen Tag verkürzt. Zur Freude seiner einheimischen Fans siegte der Langstreckler am Sonntag beim ultrakurzen Hallentriathlon, dem Indoorman.

2:58 Minuten pro Kilometer auf dem Laufband

Der spektakuläre Wettkampf beginnt mit 15 Bahnen im Becken: Nach viereinhalb Minuten hatte André Bauschmann vom Team City Sport Erwin Gohlke die Nase vorn, knapp gefolgt von Michael Raelert, Thomas Winkelmann und Tom Richter. Bauschmann konnte seine knappe Führung auch in der Mini-Wechselzone, auf der Treppe zur Empore und im Sprint zum ersten Rad verteidigen. Doch so sehr er auch in die Pedalen des ihm zugewiesenen Ergometers trat, nach einem Kilometer musste er Raelert ziehen lassen.

Auch Winkelmann zog virtuell bald an Bauschmann vorbei. Nach knapp zehn Minuten für die acht Ergo-Kilometer sprang Raelert als Erster vom wuchtigen Gerät, sprintete auf der Empore ums Becken und schnappte sich das erste Laufband, wo er vor den Augen seiner Fans die Pace immer weiter steigerte. Mit 19 km/h lief Raelert die ersten beiden Kilometer kontrolliert, bevor er 500 Meter vor Schluss das Laufband erst auf ein Tempo von 3:00 Minuten pro Kilometer beschleunigte, um nach kurzem Zögern und der besseren Optik wegen sogar noch auf 2:58 min/km erhöhte. Nach 23:22 Minuten hatte Raelert im Ziel schließlich 30 Sekunden Vorsprung vor Winkelmann und dem Überraschungs-Dritten, dem lokalen Junior Finn Luca Lauck. Die ersten sechs Plätze gingen an das Team der gastgebenden TG TriZack Rostock.

Isabell Donath lässt sich auf dem Radergometer per Handtuch frische Luft zuwedeln.

Isabell Donath lässt sich auf dem Radergometer per Handtuch frische Luft zuwedeln.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Donath siegt überragend

Bei den Frauen hatte Isabell Donath vom Kölner Triathlon-Team nach dem Schwimmen, das sie sogar zwei Sekunden schneller als Raelert absolvierte, 30 Sekunden Vorsprung vor der aus Rostock stammenden und für Würzburg in der Masters-Weltspitze brustschwimmenden Julia Dammann. Auf dem Rad fuhr Donath nur die siebtschnellste Damen-Zeit, konnte ihre Führung aber verteidigen. Mit der deutlich schnellsten Laufzeit von 9:37 Minuten machte Donath schließlich einen eindrucksvollen Sieg perfekt, nach 27:31 Minuten hatte sie über eineinhalb Minuten Vorsprung vor Madlen Nehring vom SC Neubrandenburg und Anja Wittwer vom Tri-Sport Schwerin.