Briten gewinnen WM-Generalprobe in Nottingham

Mit Platz fünf haben die deutschen Triathleten beim als Duathlon ausgetragenen ITU Mixed Relay in Nottingham ein solides Ergebnis erzielt. Beim Sieg des britischen Quartetts kam das DTU-Team mit 1:15 Minuten Rückstand ins Ziel.

Von > | 15. Juni 2019 | Aus: SZENE

Alex Yee feiert im Ziel den Sieg der Briten.

Alex Yee feiert im Ziel den Sieg der Briten.

Foto >ITU Media / Ben Lumley

Mindestens Platz sieben wollen die deutschen Triathleten mit der Mixed Relay am Ende der Saison im Gesamtranking einnehmen, dann wäre die Olympia-Qualifikation für Tokio perfekt. So gesehen, ist der 5. Platz beim WTS-Rennen im englischen Nottingham durchaus als Erfolg zu bewerten. Während vorn das britische Quartett mit einem Start-Ziel-Sieg nichts anbrennen ließ, erlebte das DTU-Team beim letzten Staffelrennen vor der Mixed-Relay-WM in Hamburg am 7. Juli in der Verfolgergruppe ein ständiges Auf und Ab. Starke Regenfälle hatten den Trent River in den letzten Tagen stark verschmutzt, deshalb musste das Rennen als Duathlon ausgetragen werden. Für jeden Teilnehmer bedeutet das einen Supersprint von 1,5 Kilometer Laufen, 7 Kilometer Radfahren und erneut 1,5 Kilometer Laufen. Nach den Regeln der ITU fließt der Duathlon nur zu 75 Prozent in das Olympia-Ranking ein.

Briten vom Start weg vorn, DTU-Team in der Verfolgung

Mit dem Startschuss übernahm die Britin Georgia Taylor-Brown das Kommando über das Feld der 14 Teams. Zwar reichte es beim Laufen noch nicht für eine klare Führung, doch schon den kurzen Radpart auf regennassen Straßen nutzte Taylor-Brown für eine erfolgreiche Attacke. 23 Sekunden brachte sie auf den 7 Kilometern zwischen sich und ihre Gegnerinnen, nicht viel, aber doch genug bei diesem ultraschnellen und spektakulären Format. Im Laufe des Rennens hielten die Briten mit Ben Dijkstra und Sophie Coldwell zunächst das Feld auf Distanz. Alex Yee machte nach 1:23:13 Stunden den Heimsieg perfekt. Platz zwei belegte etwas überraschend das Schweizer Team vor dem Quartett aus Frankreich.

Die deutschen Athleten befanden sich nach dem Start durch Lena Meißner von Beginn an in einer Verfolgergruppe mit Frankreich, Kanada, Italien, Australien und der Schweiz. Nach rund 22 Minuten hatte die 21-Jährige aus Neubrandenburg ihre Arbeit erledigt. Als Siebte und Letzte der Gruppe übergab sie an Teamkollege Valentin Wernz, der ein starkes Rennen zeigte. Der Saarbrücker hielt nicht nur die Gruppe, sondern sorgte durch seine Tempoarbeit auch dafür, dass sich die nach vorn enteilten Briten nicht zurücklehnen konnten. 

Jonas Schomburg läuft die DTU-Staffel noch auf Platz fünf vor.

Jonas Schomburg läuft die DTU-Staffel noch auf Platz fünf vor.

Foto >ITU Media / Ben Lumley

Entscheidung auf der letzten Runde

Auf Position zwei liegend wechselte Wernz auf Caroline Pohle, die zunächst überzeugend lief und fuhr. Auf dem zweiten Laufabschnitt musste die Leipzigerin dann jedoch etwas abreißen lassen. 52 Sekunden nach den führenden Briten und mit einer kleinen Lücke auf die Franzosen, Kanadier, Italiener und Schweizer übergab Pohle schließlich als Sechste an Schlussathlet Jonas Schomburg. Die Australier, die die letzte Staffel in Abu Dhabi noch für sich entscheiden konnten, waren zu diesem Zeitpunkt bereits aus der Gruppe zurückgefallen. Schomburg lief die ersten 1,5 Kilometer zügig an und stellte auf dem Rad den Kontakt zum Italiener Nicola Azzano und Kanadas Alexis Lepage her. Im Schlusssprint behauptete der Hannoveraner den fünften Platz.

World Triathlon Mixed Relay Series

  1. Juni 2019 | Nottingham

Platz

Land

Gesamt

  1. Frau
  1. Mann
  1. Frau
  1. Mann

1

Großbritannien

1:23:13

21:30

19:40

22:10

19:51

2

Schweiz

1:23:55

22:03

19:48

22:07

19:54

3

Frankreich

1:24:03

21:56

19:50

22:08

20:07

4

Kanada

1:24:25

21:57

20:05

22:05

20:17

5

Deutschland

1:24:28

22:06

19:39

22:27

20:14

6

Italien

1:24:49

21:59

19:55

22:07

20:46

7

Neuseeland

1:24:55

23:02

19:23

22:30

19:59

8

Australien

1:25:17

22:06

20:01

23:08

20:00

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