„Nach Hawaii ist vor Hawaii“

Nach dem Doppelfinish auf Hawaii von Silke und Chris geht es jetzt wieder mit Vollgas in die neue Saison. Vor allem beim Schwimmen wollen die beiden Fortschritte machen. Mehr dazu lest ihr in ihrem ersten Blogeintrag für das Jahr 2019.

Von > | 18. Januar 2019 | Aus: SZENE

Fokus auf die erste Disziplin: Chris und Silke wollen sich mit der Hilfe von Schwimmtrainer Vito Consalvo gewissenhaft auf die neue Saison vorbereiten.

Fokus auf die erste Disziplin: Chris und Silke wollen sich mit der Hilfe von Schwimmtrainer Vito Consalvo gewissenhaft auf die neue Saison vorbereiten.

Foto >privat

Was soll ich sagen ­- in Deutschland angekommen kam von allen Seiten eine Mischung aus Gratulation und Unsicherheit, ob man gratulieren soll.
Alle die uns kannten wussten genau: Das war nicht so wie geplant und gehofft. Alle anderen konnten nicht glauben, dass wir nicht mit dem Ergebnis zufrieden waren. Schnell war Hawaii 2018 natürlich nicht vergessen. Einige Tage und Wochen machten wir uns immer noch Gedanken, warum es nicht so gelaufen ist wie geplant und wo die Probleme herkamen.

Der Blick geht wieder nach vorn 

Von Hawaii bis heute haben wir viel geändert, um 2019 stärker zurückzukommen, aber dazu später mehr. Ein großer Gedanke war „was wäre wenn…?“ Klar, wenn alles so gelaufen wäre, wie wir uns es vorgestellt hatten, wir unsere Trainingsergebnisse im Wettkampf hätten umsetzen können und keine körperlichen Probleme da gewesen wären, dann - ja dann, genau das ist es, womit wir uns beschäftigt haben. Aber seit November ist das Thema Geschichte und wir schauen nach vorn.

Wie geht es bei den Piris weiter?

Ja, wir haben ein Privatleben und im Oktober haben wir uns nach Hawaii „sportfrei“ sowie „Social-Media-frei“ genommen. Danach sind wir wieder ins Training eingestiegen und im Dezember standen Weihnachtsfeiern, Besuche auf dem Weihnachtsmarkt und Zeit mit der Familie auf dem Programm. Nun sind wir auch schon wieder dabei, uns auf die kommende Saison vorzubereiten. Schwachstellen haben wir einige, an denen es zu arbeiten gilt. Beim Schwimmen angefangen, haben wir auf Hawaii Vito, den Schwimm-Guru, kennengelernt. Er hat Jan Sibbersen zum Schwimmrekord in Kona geführt und wer das schafft, der schafft es auch, uns im Wasser schneller zu machen. Wir arbeiten zweimal im Monat persönlich mit ihm im Wasser und werden in der kommenden Saison von ihm schwimmtechnisch betreut. Silke nennt das Projekt „Von der Bleiente zum Delfin“.

Chris schöpft neue Motivation

Wenn mich einer schneller bekommt, dann er. Seit der ersten Stunde zusammen im Wasser hatte ich ein gutes Gefühl und merke deutliche Veränderungen beim Schwimmen. Ich kann es kaum beschreiben, aber seine Ansätze sind anders als das klassische Technik-Training. Er ist kein Trainer, der oben am Rand steht ,und sagt „tu dies, tu das“. Nein, er ist zusammen mit mir im Wasser, schwimmt neben und unter mir und hat es geschafft, mir ein völlig neues Wassergefühl zu vermitteln. Dass ich mal mit Muskelkater aus dem Becken steige, hätte ich nie gedacht.

Neue Länder, neue Orte

Es macht total Spaß, mit ihm das Projekt anzugehen. Ich habe so Bock aufs Schwimmen, dass ich mich gleich für unsere "#livbeyond - Liv Cycling Germany Staffel" als Schwimmer bei der Challenge Roth gemeldet habe. Es wird spannend für mich und für euch, zu verfolgen, mit welcher Zeit ich aus dem Kanal steige, und wie ich mich bis dahin entwickeln werde. Wie im vergangenen Jahr läuft unsere Gesamttrainingsplanung mit dem Sauerland Team. Peter Sauerland weiß einfach, wie er uns anzufassen hat und welche Einheiten uns besser machen. Ab und an wird er verflucht, aber das ist bei manchen Trainingseinheiten doch normal. Natürlich haben wir uns auch damit beschäftigt, an welchen Orten wir gerne den nächsten Triathlon machen wollen. Nicht immer die gleichen Rennen, neue Länder, neue Orte – das sind unsere Kriterien, aber man wird uns auch in deutschen Städten an den Starlinien sehen. Es bleibt spannend und wir werden weiter bloggen.

Was gab es sonst noch so die letzten Wochen?

Wir saßen öfters auf dem Mountainbike, wobei die Meinungen dazu bei uns zwei ziemlich auseinander gehen. "Ich mag Mountainbike fahren, hier fühlt man sich einfach frei und kann neue Wege erkunden, im Wald spielen, Trails fahren und muss keine Angst haben, das man mal nicht weiterkommt", sagt Chris. Nachdem uns im September unsere Mountainbikes gestohlen wurden, macht es richtig Spaß sich auf dem neuen Cube auszutoben.

Silke muss sich an die neue Belastung noch gewöhnen

"Eigentlich war Mountainbike fahren noch nie wirklich meins, aber mittlerweile habe ich mich damit echt angefreundet. Der eine oder andere kleine Trail steht auch mal auf dem Programm, wobei ich eher auf dem Waldweg bleibe und den Berg lieber hoch- als runterfahre", ist hingegen Silkes Einstellung gegenüber den Ausfahrten auf dem Mountainbike. Nun haben wir Januar, die ersten Leistungsdiagnostiken bei "Bestzeit" in Offenburg und das Bikefitting zum Saisonstart bei "Cyclefit" liegen bereits hinter uns und es beginnt die Zeit der Schnelligkeit und der kurzen Intervalle. Aufgrund des Wetters findet das meiste Indoor statt. Glücklicherweise sind wir mit zwei Tacx Neo Rollen super ausgestattet und im Wintergarten steht für die Laufeinheiten ein Laufband. Also am Material liegt und lag es bei uns noch nie. Es gibt aber auch schon Tage, an denen wir abends einfach mit unseren Regenerationsschuhen auf die Couch fallen und uns auf Netflix die eine oder andere Serie anschauen, um abzuschalten.

Wir halten euch weiter auf dem Laufenden und bloggen das nächste Mal Anfang Februar aus Lanzarote!